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Syrienkonflikt friedensjournalistisch betrachtet

Erstellt am 20.04.2014 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 4164 mal gelesen und am 20.04.2014 zuletzt geändert.

Peace Now in SyriaWikipedia, Samstag 19.4.2014:

Beobachter schätzen, dass bis April 2014 mindestens 150.000 Menschen getötet wurden.[12] Rund 2,6 Millionen Syrer flohen aus ihrem Land und mehr als 9 Millionen sind innerhalb Syriens auf der Flucht.[13][14] Die UNO bezeichnete die Flüchtlingskrise als die schlimmste seit dem Völkermord in Ruanda in den 1990er Jahren.[13]

  • Worum geht es eigentlich bei den Konflikten rund um Syrien?
  • Wie könnte ein Zustand in Syrien geschaffen werden der nachhaltigen Frieden für die Menschen in Syrien bringt und nicht nur einen mehr oder weniger langen Waffenstillstand?

Erforschung der Konfliktformation

Welche Personen und Parteien spielen im Syrienkonflikt eine Rolle? Welche Ziele verfolgen sie? Welche Konflikt-Gegenstände gibt es?

Ein US-General

Der Bürgerkrieg in Syrien ist an der Oberfläche eine militärische Auseinandersetzung zwischen Truppen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und den Kämpfern verschiedener Oppositionsgruppen. Das einflussreichste syrische Oppositionsbündnis  ist der Syrische Nationalrat (SNC). Es wird laut Wallstreet Journal fliest nun fortgeschrittene US-Waffentechnik an syrische Oppositionsgruppen.

Der Russische Präsident beim G8 Gipfel

Das ist, laut Wikipedia, ein gegen die Baath-Regierung von Baschar al-Assad[1] gerichtetes Bündnis. Dieser Exil-Nationalrat hat seinen Sitz in Istanbul. Er wurde am 23. August 2011 im Zuge des Syrischen Bürgerkrieges gegründet.[2] Er hat 270 Mitglieder. Der Präsident des Rates ist seit dem 9. November 2012 Georges Sabra (* 1947)[3]. Sabra gilt heute, laut dem als konservativ geltenen Carnegie Middle East Center,  ein linker proarbischer Politiker, eine „sekulare Figur der Opposition“. Sabra ist in der syrischen Opposition seit 1970 aktiv. Sabra graduierte in Geografie an der Universität von Damascus im Jahr 1971. Dann erwarb er einen Abschluss für Erziehungtechnologische Systeme an der Indiana University in den USA im Jahr 1978.[4] Er arbeitete als Geografielehrer und as well as a Drehbuchautor. Er es einer der Autoren einer arabischen Version der Kindersendung die Sesamstraße.[5]

Sabra schloss sich 1970 der Syrischen Kommunistischen Partei (SKP) an, die mit der sozialistischen arabischen Bath-Partei rivalisierte. Er stieg ins Politbüro syrischen KP auf und wurde 1985 ins Zentral Kommittee gewählt. 1987 in der 3. Amtsperiode des links-baathistischen Hafiz al-Assad (1970–2000) für 8 Jahre arrestiert. H. al Assad lehne sich nicht nur an die Sowjetunion an, sondern auch an China. Sabra wurde einige Jahre nach seiner Enthaftung im Jahr 2000 bestimmt seine Partei in der National Democratischen Vereinigung zu vertreten. Das ist eine Koalition von linken Parteien die sich 1979 formierte.  Sabra wurde in der Folge ins Central Committee gewählt.

Sabra war einer der der Mitbegründer der Damascus Deklaration. Sie führte zur Koalition oppositioneller Gruppen im Jahr 2005. Im selben Jahr änderte die Syrische Kommunistische Party per Beschluss des Politbüreaus ihren Namen in Syrische Democratische Volkspartei. Sabra blieb in Syrien nachdem die Erhebungen im März 2011 begannen. Er wurde nun von der Regierung von Hafiz al-Assads Sohn im Juli abermals für zwei Monate wegen Dissitenz eingekerkert, da er Andersdenkenden, der seine von der Regierungslinie oder -politik abweichende Meinung öffentlich aussprach. Im Oktober ging er ins Exil um einer weiteren Verhaftung zu entgehen. Er schloss sich nun dem Syrian National Council als Vertreter der  Democratischen Volkspartei an. Sabra bewarb sich bereits im Mai 2012 als Vorsitzender des syrischen  Syrischen Nationalen Rates wurde aber damals nicht gewählt, sondern Abdelbaset Sieda. Sabra ist als arabischer Christ, Mitglied der griechisch-orthodoxen Kirche. Er hat aber auch eine Vergangenheit als Kommunist. Er ist quais Don Camillo und Peppone in einer Person. Das bedeutet, er gehört der christlichen Minderheit in Syrien an. Sein Stellvertreter ist Faruk Taifur, ein Mitglied der Muslimbruderschaft. Die Konstellation in Syrien erinnert sehr an das Leben des Bryan. Noch ist Syrien aber nicht von der imperialen Hauptmacht besezt und die EU-Staaten mischen wie in Libyen auch in Syrien nach Kräften mit. Bessere Ölkontrakte als unter den arabischen Sozialisten winken ja auch in Syrien und der Iran ist auch in einer billigeren Position, wenn der letzte einigermaßen befreundete Nachbarstaat westintegriert ist.

Der Syrische Nationalrat hat erklärt, die syrische Opposition einen zu wollen. In seiner Gründungserklärung sprach er sich gegen ein militärisches Eingreifen von außen in Syrien aus, jedoch gibt es zunehmend Forderungen nach einer Schutz- oder Flugverbotszone. Der Nationalrat unterstützt die Freie Syrische Armee, eine Rebellengruppe, die aus dem desertierten Personal der Syrischen Streitkräfte sowie aus ausländischen Kämpfern besteht.

Der Auslöser des Bürgerkriegs war ein friedlicher Protest im Zuge des Arabischen Frühlings Anfang 2011, der zum bewaffneten Konflikt eskaliert ist. Eine wachsende Einflussnahme von Interessengruppen aus dem Ausland gewann mit der anhaltenden Auseinandersetzung an Bedeutung und neben dem Zustrom von Geld und Waffen kämpften auch immer mehr ausländische Freiwillige und Söldner in Syrien. Die ursprüngliche Motivation der Opposition, die Demokratisierung Syriens zu erreichen, spielt seitdem nur noch eine geringe Rolle – der Kampf aus religiösen und ethnischen Gründen trat in den Vordergrund.[11]

Welche Ziele verfolgen die wichtigsten Konfliktparteien in Syrien?

Aufständischen Bürger verfolgen unterschiedliche Ziele. Einige wollen die in ihren Augen diktatorische Regierung beseitigen und eine demokratische Ordnung einführen. Einige Bürger setzen auf einen friedlichen Aufstand. Es bildete sich aber aicj eine „Freie Syrische Armee“ (FSA). Sie wird mit Waffenlieferungen vor allem über die Türkei unterstützt. Britische und US-Geheimdienste agieren gegen den Willen der Regierung seit Jahren in Land. Andere Geheimdienste operieren teilweise in Koperation mit Syrien – hier ist an Chian und Russland zu denken. Im Laufe der Zeit zersplitterten die Rebellen untereinander. Neben der FSA entstand auch eine ISIS. Das ist der „Islamische Staat im Irak und Syrien“. Die ISIS vornehmlich von islamisch motivierten Ausländern gestellt. Iraker, Saudis, Ägypter, Libyer, Tunesier, Tschetschenen und auch einige Europäer kämpfen in dieser Bürgerkriegspartei. Ihr Ziel ist ein islamistisches Kalifat. Sunitisch, wahabistische Kräfte liefern Waffen und politische Unterstützung. Die USA liefern dem Irak Drohnen und Raketen für den Kampf gegen die ISIS. Lange wurde die Gefahr durch Al-Kaida-Kämpfer im Irak ignoriert. Nachdem diese ganze Städte erobern, reagierten die USA rund um die Jahreswende 2013/14 mit einem Waffenpaket. Das sei nach Ansicht von Experten eine Notlösung. Die schmutzigen Kriege der USA scheinen etwas aus dem Ruder zu laufen.

Regierung unter Baschar al-Assad: will das bestehende Staatswesen bewahren, wird von Milizinären der Hisbollah unterstützt. Russland liefert dem Regime Waffen.

Es ist wirkich öde. Die Massenmedien private und öffentlich-rechtliche sind entweder Profitvernagel oder verpolitisiert. Mir mangelt es an Ressourcen. Vietnam, Afghanistan, Iran, Irak, Libyien … immer das gleiche. Warum machen die ProfijournalistInnen nicht ihren Job? Warum können JournalistInnen nur so viel Blödsinn produzieren und behaupten sie machen guten Journalismus. Jeder Lokalreporter der einen Grätzelkonflikt so schlampig recherchiert und vermeldet würde von den LeserInnen bald ignoriert.

Wie könnte eine allgemeine “Win-Win“-Orientierung der Konfliktparteien aussehen?

In Arbeit (mal sehen ob ich noch Lust habe) Jede/r kann doch eigentlich selbst den Konflikt fertig denken und lösen.

Offener Raum? Offene Zeit!

Ursachen und Lösungen werden überall gesucht, auch in Geschichte und Kultur!
Alle Parteien werden gehört.

Konflikt/Krieg wird als das Problem gesehen.

Fokus auf Kreativität der Konfliktlösung

Humanisierung aller Seiten
Präventiv: Verhinderung von Gewalt/Krieg
Fokus auf unsichtbaren Wirkungen von Gewalt
Unwahrheiten auf allen Seiten zeigen! Alle Verschleierungen aufdecken!

Jegliches Leiden im Fokus:

  • das Leid der Frauen, der Alten, der Kinder;
  • gibt den Stimmlosen eine Stimme

Benennt alle, die Unrecht tun!
Betont Friedenstendenzen in der Bevölkerung
Frieden = Politik mit friedliche Mitteln + Kreativität

Zeigt Friedensinitiativen, auch um die Ausweitung des Krieges zu verhindern

Wichtig sind Struktur und Kultur; eine friedliche Gesellschaft

Berichtet über die Nachkriegsphase; Konfliktlösung, Wiederaufbau, Versöhnung

 

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