friedensnews.at
Stellt die Friedensfragen!

Nein heißt nein = 0 Eurofighter!

Erstellt am 19.08.2002 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 1597 mal gelesen und am 31.12.2008 zuletzt geändert.

Wir wollen weder 24 noch 18 sondern 0,0 Kampfflugzeuge!
Sind aber für: Aktive Neutralitäts- und Friedenspolitik!

Laut Andreas Pecha nahmen Montag den 19. August zwischen 11 und 13 Uhr, rund 50 Personen an einer Kundgebung in Wien teil – „Gegen den Kauf von Abfangjägern“. Die Wiener Friedensbewegung hatte dazu aufgerufen. Aus dem Bereich des Netzwerkes für Frieden und Gewaltfreiheit waren zwei Organisationen vertreten, der Versöhnungsbund und das Friedensbüro Wien.
Wegen der Bannmeile um das Parlament während der Sondersitzung musste die Kundgebung Richtung Ringstraße/Burgtheater ausweichen. Auf der Tagesordnung der Sondersitzung stand zunächst nur eine Debatte um den von der Regierung beabsichtigten Ankauf von 24 Eurofightern. Aber die Jahrhundertflut und die dadurch massiv verschärften Probleme mit der Steuerreform setzte sich zwischenzeitlich auch auf die Tagesordnung.

Wer war womit gekommen?

AktivistInnen von Anti-Abfangjägerinitiativen aus der Steiermark (Abflug!), Oberösterreich und Salzburg waren zu der Veranstaltung gekommen und brachten Transparente mit, die sie bei Veranstaltungen in den Bundesländern im Zuge der Aktivitäten gegen den Kampffliegerankauf verwendeten.

– „Die größte Steuergeldverschwendung“ oder
Soziale Sicherheit statt Abfangjäger waren nur einige der Losungen, die an der Ringstraße prangten. Die ARGE Wehrdienstverweigerung steuerte ein buntes Anti-Abfangjägertransparent bei.

Für PassantInnen war diverses Material zum Mitnehmen vorbereitet:

350 EIER (Euro) Geldscheine aus der Steiermark und Flugblätter die vor der Aufrüstung der EU warnen und darauf verweisen, die österr. Kampfflieger in einem weiteren, nämlich der künftigen EU-Armee dienenden, Zusammenhang zu sehen, wie ja auch von Minister Scheibner und hochrangigen Militärs bereitwillig verkündet wurde. Auch der Initiator des Volksbegehrens gegen die Abfangjäger, Rudolf Fußi, nahm an der Kundgebung teil.

„Abfangjäger“ aus Papier, einem vollständig recyclierbaren Werkstoff, wurden gebaut und auch los- bzw. steigen gelassen. Sie erwiesen sich als nur bedingt flugtauglich, was ihre Lebensdauer und Einsatzbereitschaft rapid verkürzte und so leisteten sie auch einen wertvollen Beitrag zur Symbolisierung des Niedergangs der Vorherrschaft militärisch dominierter Konfliktlösungsmodelle wie auch den auf die Auflösung bzw. Konversion von Rüstungsindustrie.

0,00 Abfangjäger sind genug, eine Reduzierung von 24 auf 18 ein Hohn, so die Aussendung zur Kundgebung.

Die österreichischen Anti-Abfangjägerinitiativen fordern die Bundesregierung auf, die Ankaufsverhandlungen über den Kauf von Abfangjägern mit sofortiger Wirkung auszusetzen, da politische oder wirtschaftliche Konflikte nicht durch Aufrüstung und Kriege gelöst werden können. Der große Erfolg des Anti-Abfangjäger-Volksbegehrens mit 625.000 Unterschriften muss von der Bundesregierung ernst genommen werden.

Die Friedensbewegung und die Anti-Abfangjäger-Initiativen wollen keine Abfangjäger, sondern eine aktive Friedens-und Neutralitätspolitik.

 

Posted in Friedensbewegung, Friedensorganisation, Friedenspolitik, Österreich, Unfrieden, Zivilcourage


(comments are closed).