In Österreich und Deutschland gibt es weiter Ostermärsche, Friedensinitiativen, Lernorte und Debatten. Doch aus vielen kleinen, richtigen Aktivitäten entsteht noch zu wenig gemeinsame politische Kraft.
Die Friedensbewegung ist im Frühjahr 2026 weder tot noch völlig unsichtbar. In Wien, Stadtschlaining und vielen deutschen Städten gibt es weiter Termine, Proteste, Bildungsangebote und öffentliche Zeichen gegen Militarisierung und Krieg. Das eigentliche Problem ist ein anderes: Vieles bleibt lokal, kleinteilig und medial zu schwach gebündelt. Gerade in einer Zeit neuer Aufrüstung bräuchte es aber das Gegenteil: mehr gemeinsame Sichtbarkeit, mehr verständliche Sprache und mehr praktische Zusammenarbeit.
Warum Österreich jetzt eine gründliche Öko-Offensive mit friedlichen Mitteln braucht statt Pseudo-Sicherheit durch neuen Rüstungswettlauf?
Wer Frieden, Freiheit und echte Krisenfestigkeit will, muss fossile Abhängigkeit endlich entschlossen abbauen und Photovoltaik, Speicher, Wärmewende, öffentlichen Verkehr und saubere Mobilität massiv beschleunigen statt Milliarden in neue Aufrüstungsideologien zu lenken.
Österreich hat sich 2015 mit der Agenda 2030 zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung bekannt.
Doch die Ereignisse seit Ende Feber zeigen: Wer Nachhaltigkeit verspricht und zugleich fossile Abhängigkeiten zu lange mitträgt, schwächt nicht nur das Klima, sondern auch Sicherheit, Souveränität und soziale Stabilität.
Echte Sicherheit entsteht heute nicht durch Öl- und Gasfallen-Romantik und auch nicht durch den eher kopflosen Rüstungsrausch in Europa und Österreich, sondern durch eine gründliche Öko-Offensive mit friedlichen Mitteln.
Trump belegt was rauskommt wenn man einfach draufhaut ohne Marshallplan etc. Und wir werden sehen, dass wir leider wieder viel zu spät für unsere nachhaltige Sicherheit gesorgt haben. Aber wer wenn nicht wir könnte das ändern?
Der Fall zeigt, wie eng der Raum für pazifistische Stimmen in der Ukraine geworden ist
Ein ukrainischer Kriegsdienstverweigerer wurde festgesetzt, in ein Rekrutierungsumfeld gebracht und wenige Tage später freigelassen – mit einigen Verletzungen.
Der Fall sollte in Europa und in der UNO kein Randthema spielen.
Er berührt
Gewissensfreiheit
Rechtsstaat (Peace & Rule of Law – SDG 16) und
die Frage, wie viel ziviler Widerspruch in einem Krieg noch geduldet werden muss, wenn man die Menschenrechte nicht nur im Munde führt, wenn es einem in den Kram passt.
Yurii Sheliazhenko ist wieder frei!
Das ist die gute Nachricht.
Die schlechte lautet: Seine Festsetzung am 19. März 2026 war nach Darstellung mehrerer internationaler Organisationen mit schweren Rechtsverstößen verbunden, und die Gefahr weiterer Verfolgung ist nicht vorbei.
Massenpsychologie in Krisenzeiten: Wer Angst, Feindbilder und Eskalation durchbrechen will, muss Sicherheit, Zugehörigkeit und Hoffnung organisieren.
Wie die Friedensbewegung Angst in Orientierung verwandeln kann?
Wer Menschen in unsicheren Zeiten erreichen will, darf nicht nur vor Krieg warnen. Er muss Sicherheit, Zugehörigkeit, Klarheit und gemeinsame Wirksamkeit anbieten.
In Krisenzeiten suchen viele Menschen einfache Erklärungen, klare Feindbilder und starke Führung. Das ist menschlich, aber politisch gefährlich.
Forschung aus politischer Psychologie und Bewegungsforschung zeigt: Wahrgenommene Bedrohung kann autoritäre Haltungen verstärken, während Hoffnung, kollektive Wirksamkeit und ein glaubwürdiges Wir-Gefühl Beteiligung und demokratische Orientierung fördern. Genau daraus folgt eine strategische Aufgabe für die Friedensbewegung: Sie muss psychologisch klüger, sozial breiter und praktisch wirksamer werden.
Frühling 2026: Friedenssignale aus Österreich, Deutschland, Schweiz – Solidarität mit den Menschen in Kuba, im Iran, … und die Frage, wie aus kleinen Gruppen wieder eine wirksame Bewegung wird
Die Friedensbewegung im Frühling 2026 ist in Österreich und Deutschland nicht verschwunden. Sie ist aber wie am Höhepunkt des kalten Krieges vor 45 Jahren oft zerstreut, lokal und zu schwach vernetzt.
In Wien reichen die Termine von
Kuba-Solidarität über
Neutralitätsdebatten bis zu
Protesten gegen Rüstungsexporte.
In Linz, Salzburg, Innsbruck, Hohenems und Stadtschlaining gibt es Studientage, Friedensgebete, Gedenkveranstaltungen und Ausbildungen.
In Deutschland bündeln die Ostermärsche Anfang April 2026 viele lokale Gruppen von Berlin bis Frankfurt.
Die eigentliche Frage sollte daher nicht nur lauten:
Was uns das Universum über Frieden, Macht und Verantwortung lehrt
Naturgesetze geben keine Moral vor – aber sie zeigen klar, was langfristig funktioniert. Wer das ignoriert, riskiert Instabilität. Das gilt für Gesellschaften ebenso wie für Politik.
Das Universum kennt laut Wissenschaft keine Gebote. Und doch lassen sich aus seinen Gesetzmäßigkeiten für viele vielleicht erstaunlich klare Hinweise für gutes Zusammenleben ableiten. Wer Kooperation, Grenzen und Verantwortung missachtet, destabilisiert Systeme – vom Ökosystem bis zur Weltpolitik. Eine nüchterne Analyse mit Blick auf unsere Zeit.
Das Universum ist kein Moralprediger
Die Physik beschreibt, wie Dinge ablaufen – nicht, wie wir handeln sollen. Gravitation, Energie, Evolution: Sie erklären Prozesse, aber sie geben keine Werte vor.
Und dennoch: Wer genau hinschaut, erkennt Muster. Diese Muster sind keine Gebote, aber sie zeigen, welche Formen des Handelns stabil sind – und welche nicht.
Zwischen Budapest und Kiew (Kyjiw) knirscht es wieder laut. Es geht um
russisches Öl,
festgehaltene ukrainische Bankmitarbeiter,
nach Ungarn gebrachte Kriegsgefangene und
alte Konflikte rund um die ungarische Minderheit in der Westukraine.
Kurz vor der ungarischen Parlamentswahl am 12. April 2026 nutzt Viktor Orbán diesen Streit sichtbar auch im Inland. Für Europa ist das heikel: Denn was als Nachbarschaftskonflikt erscheint, bremst zugleich Hilfe für die Ukraine und erschwert jeden Weg zu einer friedlicheren Ordnung.
Europas selektive Klarheit zum Völkerrechtswidrigen Angriffs-Krieg der USA und Israels Iran
Viel Diplomatie-Rhetorik, wenig Klartext zur Rechtsfrage
EU und Vereinigtes Königreich sind zum Krieg im und um den Iran zwar nicht stumm.
Sie mahnen:
zur Zurückhaltung
organisieren Schutzmaßnahmen und
verurteilen iranische Angriffe scharf.
Doch doch auf der Strecke bleibt ein gewaltiges Problem: Bei der rechtlichen Bewertung der ersten US-israelischen Angriffe auf Iran blieben und bleiben viele offizielle Stellungnahmen auffällig unklar. Der Friedensforscher Jan Oberg hat diesen blinden Fleck – etwas polemisch – früh benannt. Heute, am Freitag den 13. März 2026, muss man seine Warnung präziser formulieren: Das Problem ist jetzt nicht mehr so sehr das Schweigen der meisten Euro-Eliten, sondern ihre selektive „Klarheit“.
Missbrauch an Mädchen ist kein Randthema, sondern eine Friedensfrage
Ein ORF-Bericht über Jeffrey Epstein, das sogenannte vorgebliche International Peace Institute in Wien zeigte klar wie eng sexualisierte Gewalt, Machtmissbrauch, Macht-Elite-Netzwerke und ihr zynisches Gerede vom Frieden miteinander verflochten sein können und wie sie der Friedensbewegung massiv schaden. Wer Frieden ernst nimmt, darf bei Aufrüstung, echter und Schein-Diplomatie, Konflikten und primitiven Kriegsberichten nicht stehen bleiben. Frieden beginnt in den Köpfen. Auch dort, wo Mädchen vor Ausbeutung, Einschüchterung und systemischem Wegsehen geschützt werden sollten.
Missbrauch an Mädchen wird oft als Kriminalfall, Familiendrama oder Skandal einzelner Täter behandelt. Das greift zu kurz. In Wahrheit geht es um alle Formen der Gewalt. Direkte körperliche und seelische Gewalt, Kulturelle und Strukturelle Gewalt. Und all diese Gewaltformen sind das Gegenteil von Frieden. Sie sind Unfrieden der leicht in Krieg umschlägt.
Spendenaufruf für die Broschüre der Zukunftswerkstatt Gesundheitspolitik
Wer ärgert sich da nicht?
Ich zahle seit 1975 in die Sozialversicherung und engagiere mich seit 1978 für positiven Frieden. Gleichzeitig kassieren die Überreichen und die Rüstung immer mehr vom Kuchen.
Bei Meinesgleichen wird gespart, wie schon lange nicht. Milliarden werden gelenkt in Waffen, Abschreckung und militärische Technik. Im sozialen System wirkt die stille Gewalt des Alltags kaum sichtbar weiter: Armut, schlechte Wohnverhältnisse, Stress, mangelhafte Pflege, ungleicher Zugang zu Ärztinnen, Ärzten und Therapien. Die Erhöhung der Pension wird von der Erhöhung der Sozialversicherung fast vollkommen aufgefressen. Und dann flattert heute der Newsletter von Ulli Fuchs in mein Mailfach mit einem Spendenaufruf der so traurig wie notwendig zu sein scheint.
Strukturelle Gewalt macht Menschen in der EU und anderswo krank. Sie kostet gesunde Lebensjahre für 90 % der Bevölkerung – trotz besserer Möglichkeiten in Medizin und Politik. Sie macht im Unfrieden:
krank
verkürzt Leben und
trifft meist jene am härtesten, die ohnehin wenig Schutz haben.
Wer heute nur auf militärische „Sicherheit“ Aufrüstung starrt, übersieht leicht, dass echte Sicherheit auch in einer gerechten Gesundheitspolitik entsteht: