Digitale Unabhängigkeit in der Praxis. Zum 4. Digital Independant Day #DID #DUT
Morgen ist der 4. Digital Independence Day (DI.Day) bzw. Digitale Unabhängigkeitstag (DUT). Dass Europa sich von internationalen Plattformen, wie Meta, Google, Apple, Microsoft und Amazon unabhängig macht, ist aus verschiedenen Gründen ein Beitrag zum Frieden. Und dazu gehört nicht nur die digitale Souveränität der einzelnen Staaten bzw. der EU, sondern auch die Unabhängigkeit der einzelnen Bürgerinnen und Bürger. Denn je weniger Bürger:innen auf diese Plattformen angewiesen sind, desto weniger ist Europa erpressbar.
Der Gedanke digitaler Unabhängigkeit wird oft verkürzt auf Infrastruktur oder Marktanteile. Tatsächlich geht es um Machtverhältnisse. Wer Kommunikationsräume, Datenflüsse und zentrale Dienste kontrolliert, verfügt über strukturellen Einfluss – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Diese Abhängigkeiten entstehen nicht nur auf staatlicher Ebene, sondern im Alltag der Nutzer:innen.
Solange zentrale Funktionen – Kommunikation, Zusammenarbeit, Information, Speicherung – überwiegend über wenige außereuropäische Plattformen laufen, bleibt Europa in kritischen Bereichen verwundbar. Diese Verwundbarkeit ist nicht nur ein wirtschaftliches Risiko, sondern auch ein geopolitisches. Entscheidungen über Zugang, Sichtbarkeit oder Geschäftsbedingungen liegen außerhalb demokratischer Einflussmöglichkeiten.
Digitale Souveränität beginnt daher nicht erst bei staatlicher Infrastruktur, sondern bei der Nutzungspraxis. Je stärker Bürger:innen und Organisationen auf alternative, nachvollziehbare und rechtlich eingebettete Lösungen zurückgreifen, desto stabiler wird die Gesamtstruktur. Unabhängigkeit entsteht nicht durch Abschottung, sondern durch Reduktion einseitiger Abhängigkeiten. Genau darin liegt ihr friedenspolitischer Kern: weniger Erpressbarkeit, mehr Handlungsspielraum.
Als Einstieg hier ein Video zum Thema von Marc Uwe Kling, – schon ein paar Monate alt, aber immer noch gut.

Digitale Unabhängigkeit sich selber verschaffen
Anlässlich des 4. Digitalen Unabhängigkeitstags (Sonntag, 5. April 2026) bringen wir hier daher ein paar Tipps, wie man sich jeden ersten Sonntag im Monat ein weiteres bisschen unabhängiger machen kann. Die Idee ist dabei nicht, dass ich alles auf einmal ändere, sondern dass ich jeden DI.Day einen Schritt setze. Zum Beispiel Mastodon statt Facebok. Oder, falls ich Facebook brauche odere nicht verlassen will: Mastodon *zusätzlich* zu Facebook – also „Plus 1“.
Heute:
- Welche europäischen Apps gibt es, mit denen man Plattformen ersetzen kann? Und weitere, einfach umzusetzende Tipps.
- Wie komme ich – trotz Google Docs – vom Google Drive weg?
- Wie kann ich meine Handyfotos auf einen europäischen Server synchronisieren statt in die iCloud oder auf Google Fotos?
Umstieg auf europäische Apps und weitere Tipps
Konkrete Tipps mit Zeitangabe, wie lange das Einrichten dauert, findet man auf dieser Website: https://di.day/de/wechselrezepte. Ich schreibe auch gerne dazu, was ich selber an den letzten 3 DIDs und davor schon gemacht habe:
- X zu Mastodon (done 🙂
- Whatsapp zu Signal (plus 1)
- Google zu anderen Suchmaschinen (done :-))
- Amazon zum Buchladen (physische Buchhandlungen oder online. Derzeit besonders wichtig: Südwind, da diese Buchhandlung Gefahr läuft zugesperrt zu werden. Done.)
- Gmail oder Outlook zu unabhängigem E-Mailprogramm
- Chrome zu Firefox (done)
- Paypal zu Wero (Paypal weg: done 🙂
- Microsoft zu Libre Office
- Big Tech Karten zu Open Streetmap
- Windows zu Linux Mint
- Die eigene Nextcloud (done 🙂 🙂 :-))
- Unabhängige Daten-Clouds (dazu siehe nächster Abschnitt)
- Kalender und Kontakte befreien
Fotos in eine europäische Cloud
Mein heutiges Projekt ist, dass meine Handyfotos nicht mehr in Google Fotos gesichert werden, sondern in einen Ordner in der Nextcloud. Voraussetzung: Die Nextcloud hatte ich schon. Deren Einrichtung war zugegebenermaßen zunächst etwas mühsam, weil nicht alles meinem mentalen Modell gefolgt ist. Plug and Play ist es nicht; ich musste mir von einem Chatbot helfen lassen, und der hat mich manchmal einigermaßen in die Irre geführt. Aber das war im Herbst, und da gab es ja auch diese Anleitung noch nicht: https://di.day/de/wechselrezepte/nextcloud. Damit ist es einfacher.
Vielleicht trotzdem eine kurze Zusammenfassung meiner Erfahrungen und Erkenntnisse.
Die Nextcloud – ein paar Basisinformationen
1) Es gibt verschiedene Arten von Clouds. Eine wichtige Unterscheidung ist die Fähigkeit zur Kooperation, also, dass es eine Nutzerverwaltung gibt, bei der unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Accounts auf die Daten zugreifen können. Braucht man das nicht, kann man eine Cloud bei einem Provider, wie World4you mieten, die kann dann halt weniger. Meine Bedingung war die Kooperationsmöglichkeit, und darum habe ich mich für eine vorinstallierte Nextcloud entschieden.
Was heißt das? Die Nextcloud ist mal prinzipiell eine Open Source Software. Ich könnte also meinen eigenen Server betreiben, die Nextcloud darauf installieren und sie dann nutzen. Das kostet dann nur den Server, ist aber für Personen wie mich, die weder Zeit noch umfassendes IT-Knowhow haben, völlig unrealistisch.
Da es viel mehr Menschen wie mich gibt, gibt es auch Anbieter, die mir die Nextcloud quasi schon vorinstalliert haben, und denen ich sie abmieten kann. Also, die Nextcloud-Software ist Open Source, aber den europäischen Server und dass sie auf diesem läuft, dafür muss ich ein bisschen was zahlen. Das beläuft sich auf ca. 5 – 15 € im Monat, also im gleichen Rahmen, wie die Clouds der Konzerne.
2) Ich musste mich also zuerst für einen Anbieter entscheiden. Meiner heißt Hetzner, weitere sind auf der obigen Website zu finden. Sie unterscheiden sich im Umfang des Angebots, und auch in der NutzerInnenverwaltung. Für mich war die Kollaboration im Rahmen eines Projekts wichtig, sonst hätte ich mich wahrscheinlich für Ionos entschieden. Ionos soll besonders einfach einzurichten sein.
3) Dann geht es so weiter: Man installiert sich die Nextcloud am Computer. Das ist „die“ Nextcloud, allerdings gibt es wahrscheinlich bei den verschiedenen Anbietern unterschiedliche Einrichtungsassistenten. Bei mir war es die Open Source Software mit deren eigenem Einrichtungsassistenten. Dort gibt man dann folgende Daten an:
- den Servernamen, den man vom Anbieter erhalten hat;
- den eigenen Benutzernamen
- das Passwort
Diese Daten erhält man vom Anbieter, bzw. hat sich ja damit angemeldet.
4) Damit ist der eigene Computer dann mit der Nextcloud verknüpft, und man kann/muss die Synchronisierung einrichten. In meinem Fall lagen die Daten bereits bei mir lokal auf meinem Computer. Die Synchronisierung war schnell eingerichtet und die Daten wurden hochgeladen.
Man kann sich in der Folge natürlich aussuchen, ob man die Daten prinzipiell nur in der Cloud haben will und nur virtuell am Computer, so dass sie nur bei Bedarf runtergeladen werden; oder ob man immer alles an beiden Orten haben will.
Zu der Frage, wie Daten aus einer anderen Cloud zuerst mal weg kommen, gibt es nachher noch das Kapitel zum Google Drive. Prinzipiell gibt es hier dazu Tipps: https://di.day/de/wechselrezepte/unabhaengige-clouds. Ein Problem sind aber die Google Workspaces, also das was nicht unter „Meine Ablage“ oder „Für mich freigegeben“ aufscheint, sondern als „Geteilte Ablage“. Dort funktioniert nämlich die Google-eigene Export Funktion (Google Takeout) nicht. Man kann also entweder keine Google Docs als DOCX und dgl. exportieren; oder man verliert die Ordnerstruktur. Beides ziemlich unangenehm.
Jetzt aber zuerst zu den Fotos.
Fotos von Android in die Nextcloud
Erster Schritt: Im Playstore die Nextcloud suchen und installieren. Bingo.
Zweiter Schritt: Die Nextcloud starten und durch Eingabe der vorher genannten 3 Informationen mit dem eigenen Server verbinden:
- den Servernamen, den man vom Anbieter erhalten hat;
- den eigenen Benutzernamen
- das Passwort
Damit ich mir da leichter tue, war es hilfreich, dass mein Passwortmanager auf meinem Handy schon installiert war.
Während dem Prozess wird man nach Datenfreigabe gefragt. Da muss man natürlich zustimmen, das ist ja der Sinn der Nextcloud.
Nextcloud öffnen, links oben auf das 3-Strich-Menü tippen und Einstellungen suchen. (Es lässt sich jetzt nicht mehr nachstellen, aber mir kommt vor, dass es die Einstellungen dort nicht von Anfang an gegeben hat. Es kann sein, dass man besser zuerst ein bisschen wartet. Im Endeffekt waren sie jedenfalls dort.)
Unter Einstellungen gibt es unter der Überschrift Synchronisieren „Automatisches Hochladen“. Das muss man finden. Dort gibt es dann
- Camera (Bilder)
- Camera (Videos)
- Screenshots
- Whatsapp (auch wieder getrennt nach Bilder und Videos)
- Download
- Signal
- etc.
Neben jedem dieser Bereiche gibt es rechts ein 3-Punkt-Menü, mit dem man auf „Einrichten“ kommt. Da kann/muss man dann „Automatisches Hochladen“ auswählen, und damit kann man dann die Detailangaben ändern, also zum Beispiel den Ordner, in den in die Dropbox hochgeladen werden soll. Das war dann ziemlich simpel. Die möglichen Einstellungen fand ich selbsterklärend.
Und es hat auch funktioniert. Ich war in einem Cafe, als ich die Einrichtung vorgenommen habe. Wieder zuhause habe ich dann bemerkt, dass die Fotos brav in die Nextcloud hochgeladen werden. (Also, der Foto-Ordner hat mehr und mehr GB angezeigt.)
Fotos vom iPhone auf die Nextcloud
Das ist für mich ein bisschen tricky, und zwar weil ich nicht alle Fotos vom iPhone auf die nextcloud übersiedeln will, sondern nur die letzten 7 Tage plus alle neuen.
Die ersten Schritte waren aber gleich: Nextcloud-App am iPhone installieren; Passwortmanager ebenfalls installieren, damit ich leicht auf die Zugangsdaten zugreifen kann; Nextcloud verbinden. Bingo.
Das eine ist an sich echt simpel! Überraschend simpel! Wie beim anderen Handy gehe ich auf die Einstellungen. Das ist rechts unten, unter „Mehr“. Dort dann gleich ganz oben „Automatisches Hochladen von Bildern“, ich habe in der Nextcloud einen eigenen Ordner für die iPhone-Fotos erstellt, und darunter fast alles angehakelt:
- Nur neue Fotos sichern
- Automatisches Hochladen von Bildern
- Nur WLAN benutzen (bezieht sich auf die Bilder)
- Automatisches Hochladen von Videos
- Nur WLAN benutzen (bezieht sich auf die Videos
Man könnte noch anhakeln „Standortzugriff im Hintergrund“, damit die App erkennt, ob es sich lohnt nachzuschauen, ob es was zum Hochladen gibt. Da das eine Einstellung der Nextcloud ist und nicht auf GPS zugregriffen wird, überlege ich, lasse es dann aber. Ich habe nämlich den Tipp bekommen, dass man möglicherweise ab und zu die App händisch zur Synchronisation der Fotos aufmachen muss. na gut, sei es drum. Ich kann es ja sonst imer noch aktivieren.
Jedenfalls: „Automatisches Hochladen aktivieren“ – und damit scheint das getan. Scheint aber nur. Mein Testfoto ist nicht in der Nextcloud angekommen.
Folgendes musste ich dann noch machen:
- iPhone → Einstellungen → Nextcloud → Fotos: Voller Zugriff.
Das war es. Testfoto angekommen, Erfolg!
Fotos der letzten 7 Tage in die Nextcloud spielen
Und die Fotos von den letzten 7 Tagen lade ganz einfach händisch hoch. In der Photo-App Tag auswälen, Teilen, Nextcloud auswählen, Ordner auswählen, „Hochladen 31 Dateien“. Done. Das Feedback der App ist nicht gut, ich erfahre nicht, ob es schon gemacht ist oder nicht. Außerdem sind manche Fotos im Hauptordner (Root) der Nextcloud gelandet, wenn ich nicht schnell genug den richtigen Unterordner ausgewählt habe. Und außerdem hat das iPhone auch einen Ordner „Photo“ in der Nextcloud angelegt, der aber leer ist. (Mein eigener Ordner heißt „Foto“.) Und die Datums der Fotos stimmen teilweise nicht, und zwar teilweise schon am iPhone.
Aber funktioniert hat es.
Google Shared Drive exportieren
Ausgangslage: Mit Google Takeout lassen sich eigene Ablagen („Meine Ablage“) sehr gut so exportieren, dass GDOCs zu DOCX werden etc.. Allerdings funktioniert das mit Shared Drives nicht. Alle Dateien am Shared Drive markieren und mit Rechtsklick downloaden, das kann bei kleineren Datenmengen ebenfalls das gewünschte Ergebnis bringen – wenn man Glück hat.
Ich habe aber nach einer Möglichkeit gesucht, größere Shared Drives so zu exportieren, dass sowohl die Ordnerstruktur erhalten bleibt, als auch GDOCS zu DOCX, google Tabellen zu XLSX werden, etc. – und diese auch gefunden.
Allerdings: Es ist ein bisschen eine Spielerei, und das Runterladen und Umwandeln dauert auch seine Zeit. Man braucht Geduld und Spucke.
Ich beschreibe es hier nur für Windows.
1) rclone runterladen
Man lade dafür das kleine Programm rclone.exe herunter: https://rclone.org/downloads/.
Man muss das Programm dann entpacken, und in einem einfach benannten Ordner abspeichern, da man diesen Pfad später braucht. Bei mir ist das C:\Users\vico\Downloads\rclone
2) Kommandofenster öffnen
Dann muss man in die DOS Shell (=Kommando Fenster.). Nur Mut, alles keine Hexerei. 🙂
Windows-Suche: CMD enter. Damit geht das Kommandofenster auf. (CMD steht für Command.)
Für diejenigen, die noch nie eine Kommandofenster offen gehabt haben: So schaut das dann aus:

Das Prinzip ist Folgendes: Nach der Spitzklammer kann man immer einen Befehl hinschreiben, den man dann mit der ENTER-Taste (=Absatz) bestätigt. Der Befehl cd steht zum Beispiel für Change Directory und bedeutet, ich will den Ordner wechseln. Ich bin jetzt im Ordner Users. Die Ordner werden durch verkehrte Schrägstriche angezeigt, – die muss man auf der Tastatur finden. 😉 Bei Windows und deutscher Tastatur: AltGr (rechts neben Leerzeichen) und gleichzeitig das scharfe S. Wenn ich einen Ordner weiter rauf will:
cd ..
Wenn ich einen Ordner weiter runter will, und der Ordner heißt „Vico“
cd Vico

Und solche Befehle gibt man hier für das Programm rclone ein. Ich gestehe, ich habe mir dabei von ChatGPT helfen lassen, und das hat mit relativ wenigen Umwegen gut geklappt.
3) Richtiges Verzeichnis finden
In der CMD muss man zunächst rclone mit dem eigenen Google Drive verbinden.
Dazu muss man mit den obigen Befehlen in den Ordner, in dem man die rclone.exe abgespeichert hat. Bei vielen ist das der Download-Ordner. Und ich habe dann noch den Namen von dem Ordner gekürzt
cd C:\Users\vico\Downloads\rclone
Danach sollte dieser Pfad angezeigt werden mit einem Spitzpfeil danach.
4) Verbindung mit dem Google Drive
Der nächste Befehl lautet
rclone.exe config
Mit rclone.exe rufen wir das Program auf. Config ist ein Zusatzbefehl, weil wir jetzt zuerst die Verbindung konfigurieren wollen.
Nach einer Not found Meldung sollte jetzt da stehen:
No remotes found, make a new one?
n) New remote
s) Set configuration password
q) Quit config
n/s/q>
Da wir eine neue Verbindung anlegen wollen:
n und ENTER
Dann erwartet das System, dass ich angebe, womit ich mich verbinden wollen. Meine Antwort:
Enter name for new remote.
name> gdrive
Das Kursive ist das, was das System geschrieben hat. Fett ist meine Antwort.
Dann kommt jetzt eine ganze Liste zur Spezifikation, die mit Zahlen beginnt. Ich habe den Google Drive gesucht, das war bei mir 24. Und das ist auch gleich die Antwort auf die nächste Frage:
Storage> 24
Ich habe dann 4 mal ohne Eingabe ENTER getippt, um die Defaultwerte zu übernehmen. Einmal davon bei einer bunten Liste an Optionen. Dann kam:
Edit advanced config?
y) Yes
n) No (default)
y/n> n
N für Nein. Ich will nicht in die Advancte Konfiguration, sondern nur zur normalen. Das ist der nächste Schritt.
Use web browser to automatically authenticate rclone with remote?
- Say Y if the machine running rclone has a web browser you can use
- Say N if running rclone on a (remote) machine without web browser access
If not sure try Y. If Y failed, try N.
y) Yes (default)
n) No
y/n> y
Viele Fragen, aber das ist es jetzt, was ich wollte, also Y für YES.
–> Das hat jetzt meinen Standardbrowser aufgemacht und mich dort gebeten mich zum Google Drive einzuloggen. DONE. Dann wieder zurück zum Kommandofenster.
Nach einigen Infos kommt jetzt die Frage
Configure this as a Shared Drive (Team Drive)?
y) Yes
n) No (default)
y/n> n
Die Antwort ist N, also nein. Und zwar ist hier nicht gemeint, ob es sich um einen Shared Drive handelt oder nicht, sondern ob die Verbindung nur auf EINEN Shared Drive fixiert sein soll. Ich habe aber 6, daher Nein.
Keep this „gdrive“ remote?
y) Yes this is OK (default)
e) Edit this remote
d) Delete this remote
y/e/d> y
Auf die nächste Frage: Y – also Yes.
Dann kommt nochmal eine Liste, was man mit der Verbindung noch alles anstellen könnte. Ich bin aber soweit zufrieden …
e) Edit existing remote
n) New remote
d) Delete remote
r) Rename remote
c) Copy remote
s) Set configuration password
e/n/d/r/c/s/q> q
Daher Q für Quit.
5) Auswahl des Shared Drives
Mir wird dann wieder der Pfad angezeigt, und mein nächster Befehl lautet:
rclone.exe backend drives gdrive:
Der Doppelpunkt gehört dazu. Das produziert mir eine Liste meiner Shared Drives. (Die eigenen Ablagen kann man auch auflisten, mit folgendem Befehl: rclone.exe lsd gdrive:)
Und jetzt kommt eine lange Liste mit den Shared Drives, bei denen zu jedem eine ID, die Art (kind) und der Name angezeigt wird. Diese Liste habe ich mir in ein Word-Dokument kopiert. (Obwohl man auc jederzeit wieder rauf scrollen kann.)
{
"id": "0AJ31o0KExlXaUk9PVA",
"kind": "drive#drive",
"name": "Sammlung"
}
6) Befehl zum Export geben
Jetzt kommt der Befehl zum Export. Dazu habe ich zuerst direkt unter C: einen Ordner angelegt „Export“. Der hat also jetzt den Pfad C:\Export. Mir war wichtig, dass der Pfad einfach ist.
Anhand von obigem Beispiel lautet der Befehl:
rclone.exe copy „gdrive,team_drive=0AJ31o0KExlXaUk9PVA:“ „C:\Export\Sammlung“ –drive-export-formats docx,xlsx,pptx
Hier habe ich die beiden Sachen kursiv gemacht, die man aus der Liste entnehmen muss.
Spätere Ergänzung:
rclone.exe copy „gdrive,team_drive=0AJ31o0KExlXaUk9PVA:“ „C:\Export\Sammlung“ –drive-export-formats docx,xlsx,pptx –progress
Dann sieht man auch den Fortschritt. 🙂
ENTER und GO!
7) Funktioniert es?
Dass es funktioniert, merkt man daran, dass Meldungen kommen, die irgendwas mit dem Drive zu tun haben. Also, dass zum Beispiel ein Duplikat erkannt wurde.
Bei mir läuft das jetzt, seit ich begonnen habe, diesen Abschnitt vom Artikel zu schreiben. Und es hat ca. 26 GB in dieser Zeit erfolgreich exportiert. Ich habe zwischendurch die Word-Dokumente kontrolliert, und bin wirklich sehr angetan. Man braucht also Geduld, und es wird wahrscheinlich davon abhängen, wieviele und wie große Google-Docs man umwandeln will. Aber der Erfolg lohnt das Warten.
Woran merke ich, ob es fertig ist? Dann kommt wieder eine Kommandozeile mit einer spitzen Klammer am Schluss. Und ich kann den nächsten Shared Drive exportieren.
Das nächste Mal schaue ich aber vorher, wieviel Datenvolumen der Drive hat, damit ich ungefähr abschätzen kann, wie viel es ist.
Fazit
Das hat zwar jetzt, mit Artikelschreiben, Recherchieren, Fotos exportieren, zwischendurch auch noch Festplatte aufräumen (weil mehrere Google Takeouts doppelt da waren), und Export (zumindest mal eines Drives) einen ganzen Tag lang gedauert. Ohne Artikel wahrscheinlich nur ca. halb so lang. Aber trotzdem bin ich sehr zufrieden. Denn jetzt komme ich wirklich aus dem Google Drive raus.
Später, wenn alle Fotos synchronisiert sind (das habe ich wegen den Drives angehalten), werde ich noch kontrollieren, ob alle Fotos da sind, und dann lösch ich sie von Google Foto und entferne die Synchronisierun dorthin. Und wenn die Drives dann exportiert sind, kann ich auch diese am Google Drive löschen.
Ich hoffe dieser Artikel hilft auch anderen bei der Umsetzung digitaler Unabhängigkeit.
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