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Schätzungen für Wiederaufbau nach Krieg

Erstellt am 17.03.2003 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 2731 mal gelesen und am 14.07.2010 zuletzt geändert.

Bush hatte in der Öffentlichkeit ja noch nie besondere Probleme mit der Entscheidung über Menschenleben. Weder bei Todesstrafen in den USA noch bei in Kaufnahme der Tötung von Zivilisten in Afghanistan. Nun muss er sich aber anscheinend beeilen, denn ab April wird ein Krieg im Irak militärisch immer schwieriger und die weltweite Opposition wird ebenfalls immer stärker.

Heute Nacht um 2 Uhr MEZ ist eine Bush-Rede zu befürchten, die Saddam maximal noch einige Tage zum Rücktritt einräumt und dann die Kriegsmaschinerie voll in Gang setzt.

  • UN-Inspektoren packen die Koffer
  • CNN vermeldete die jüngsten Schätzungen für den Wiederaufbau nach dem Krieg.
  • Laut CNN hat sich die Bush-Administration Gedanken gemacht, was sie für den Wiederaufbau des Irak – nach dem inzwischen höchstwahrscheinlichen Krieg – ausgeben will, beziehungsweise ausgeben müsste.

    Die Schätzungen

    … liegen zwischen 13 und 100 Milliarden Dollar – je nach Kriegsverlauf. Besonders ungünstig wäre es, wenn die irakische Armee die eigenen Ölquellen zerstört. Eine Taktik der brennenden Ölquellen ist sogar ziemlich wahrscheinlich. Denn in Kuweit wurde brannten 1991 auch Ölquellen.

    Nach Installierung einer gefälligen Demokratie

    … will die Bush-Administration bis zu 20 mal mehr Geld ausgeben wie für die Kriegsnachbetreuung Afghanistans. Dort wurden bisher nur 900 Millionen Dollar investiert. Es ist zum Beispiel eine Art Marshallplan für den Irak im Gespräch.

    Die ersten Flüchtlinge sind schon aufgebrochen. Laut Schätzungen der UNO werden bis zu 600 000 Flüchtlinge erwartet. Interessant wären die Berechnungen wieviele tote Zivilisten kurz-, mittel- und Langfristig als „Kolateralschäden“ einkalkuliert wurden? Seit dem Irakkrieg unter Bush Vater sind mehr als eine Million Iraker an den Folgen von Krieg und Embargo gestorben.

    Optimisten hoffen, dass doch noch alles anders kommt. Pessimisten erwerten, das die Welt so bleibt wie vom Pentagon geplant oder gar, dass das Pentagon sich grob verkalkuliert hat. Innerhalb der nächsten 14 Tage ist wohl mit dem Schlimmsten zu rechnen.

    www.chili.at hat früher sehr gute Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Leider existiert diese Seite nicht mehr.

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