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Dorothee Sölle

Erstellt am 31.05.2003 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 6119 mal gelesen und am 06.08.2010 zuletzt geändert.

Dorothee Sölle, die Deutsche lebte den Widerstand aus dem Glauben gegen Krieg und Kapitalismus.

„Wenn das Gebet ernst ist, dann führt es auch zum Handeln“,
sagte die Theologin Sölle, die sich seit den 60er Jahren
gegen Krieg und Rüstung (Vietnam-Krieg, NATO-Nachrüstung,
Kriege gegen Afghanistan und Irak) sowie gegen das
kapitalistische Wirtschaftssystem engagierte.
Sie hat klar erkannt, wie die „Rechte der Ärmsten
durch das Wirtschaftssystem mit Füßen getreten
werden“ (Sölle).

Sölle hat zum Beispiel
die Aktionen für eine atomwaffenfreie Welt zum
„Hiroshima-Tag“ in Wien unterstützt.

Richard Schadauer, der Bundesvorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie
(ACUS) würdigte Sölle:

Kraft, gegen Militarisierung und Ungerechtigkeit

Dorothee Sölle hat in ihren Büchern das Denken mehrer
Generationen engagierter Christinnen und Christen formuliert.
Ihre Bücher geben uns Kraft, gegen Militarisierung und
Ungerechtigkeit aufzustehen. Sie konnte nicht nur
ausgezeichnet formulieren, sie war immer dort, wo
Menschen Widerstand leisten – bei Demos und auch
bei Blockaden“. …

Klares Nein gegen den Krieg

„Ihr klares Nein gegen den Krieg, das sie schon lange
vor den offiziellen Kirchenleitungen mit aller
Deutlichkeit vertrat, ist heute die Haltung beinahe
aller Kirchen. Das Nein gegen Militarismus, Kapitalismus
und Patriarchat ist das Vermächtnis der bedeutenden
Christin und bleibt die Aufgabe der
religiösen Sozialistinnen und Sozialisten“, schloss Schadauer.

 

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