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Cinema for Peace

Erstellt am 23.02.2010 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 4615 mal gelesen und am 06.07.2016 zuletzt geändert.

Berlin, 17. Februar 2010 – Joe Berlinger für seinen Film Crude bei CINEMA FOR PEACE Gala mit dem International Green Film Award ausgezeichnet. Michael Gorbatschow und Leonardo DiCaprio überreichen International Green Film Award / Internationale Persönlichkeiten aus Film, Politik und der Welt der Charity setzen gemeinsam Zeichen für den Frieden / Kritische Filme zu humanitären Themen im Rahmen der IX. CINEMA FOR PEACE Gala ausgezeichnet.

Unter dem Motto „Versöhnung – Reconciliation“ der diesjährigen CINEMA FOR PEACE Gala wurden am 16.2.2010 Abend im historischen Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin kritische Filmschaffende aus aller Welt geehrt, deren Produktionen dazu beigetragen haben, Aufmerksamkeit für gesellschaftlich brisante und oftmals zu wenig beachtete Themen zu schaffen. Im Zentrum standen in diesem Jahr die Länder

  • Israel/Palästina,
  • Nordirland sowie Tibet und

die Themen

  1. „Kulturelle Identität“,
  2. „Umwelt“ sowie
  3. „Internationales Recht“.

Zu den insgesamt 650 Gästen zählten zahlreiche nationale und internationale Gastgeber und Laudatoren aus Politik, Wirtschaft und Kultur wie u.a. die Stars

Catherine Deneuve, Leonardo DiCaprio, Liam Neeson und Sir Christopher Lee, der Musiker und Aktivist Sir Bob Geldof, der Umweltaktivist Sebastian Copeland und viele mehr. Internationaler Ehrengast der CINEMA FOR PEACE Gala war u.a. Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow.

Ein ganz besonderer Gast war auch Luis Moreno-Ocampo, der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag.

Sir Bob Geldof unterstrich die Einzigartigkeit der Veranstaltung:

Berlin sollte sehr stolz sein auf dieses Event. Dieser Abend feierte humane Werte und zeichnet Filme aus, die sich mit menschlichen Problemen auseinandersetzen.

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Verleihung des CINEMA FOR PEACE International Green Film Awards. Leonardo DiCaprio und Michail Gorbatschow überreichten den Preis an US-Regisseur Joe Berlinger, der für seinen Film „Crude“ über einen Prozess Zehntausender Ecuadorianer gegen einen Ölkonzern ausgezeichnet wurde.

Der prestigeträchtige Preis zeichnet Persönlichkeiten der Internationalen Filmindustrie aus, die einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz geleistet haben und/oder sich auf diesem Gebiet in außergewöhnlicher Weise engagiert haben.
In ihren Reden rühmten DiCaprio und Gorbatschow die Initiativen der humanistischen Filmemacher:

Was ich gemerkt habe ist, dass ich diese Menschen, diese Experten, diesen Helden, ein Forum geben wollte, dass nicht auf einen zehnsekündigen Beitrag in den Medien reduziert ist. Ich wollte ihnen die Möglichkeit geben auszudrücken, was sie in ihrem Leben gelernt haben. Und darin liegt die Bedeutung der heutigen Veranstaltung,“ sagte Leonardo DiCaprio. Und Michail Gorbatschow unterstrich die Notwendigkeit weiterzumachen: „Ich schätze die Initiative der Organisatoren, die nun meine Freunde sind und dieses Projekt ins Leben gerufen haben. Lasst uns vor den Hindernissen auf unserem Weg keine Angst haben. Lasst uns weitermachen.

Michael Hanekes (Regie) und Stefan Arndts (Produzent) Oscar-AnwärterDas weiße Band – wurde auf der Gala als CINEMA FOR PEACE Award for Most Valuable Movie of the Year prämiert.

Der Preis für den besten Dokumentationsfilm ging an The Picture of the Napalm Girl des deutschen Produzenten Marc Wiese.

Der Film Children of War“ von US-Produzent Bryan Single über Kindersoldaten wurde mit dem Gerechtigkeitspreis ausgezeichnet.

Ich bin verantwortlich dafür, was vor Gericht passiert. Aber wir brauchen Filmemacher, die das Leben dieser entführten Kinder, den Menschen hier in Berlin, in New York, Tokio und Sao Paulo erklären. Deswegen bin ich froh, den CINEMA FOR PEACE Gerechtigkeitspreis an einen Film über Joseph Kony, an einen Film über Kindersoldaten, zu verleihen.

Folgende Awards wurden darüber hinaus verliehen:

  • The Stoning of Soraya M. von Regisseur Cyrus Nowrasteh und Women in Shroud von Farid Haerinejad und Mohammad Reza Kazemi erhielten ebenfalls den CINEMA FOR PEACE Justice Award.
  • Der Film Tibet in Song des Regisseurs Ngawang Choephel erhielt den International Human Rights Award.
  • Oska-Preisträger Danis Tanovic (Regisseur), Cedomir Kolar (Produzent) und Sir Christopher Lee (Schauspieler) wurden für ihren Film Triage mit dem Preis für die wertvollste Arbeit des Jahres ausgezeichnet.
  • Five Minutes of Heaven mit Schauspieler Liam Neeson wurde mit dem Award for Reconciliation geehrt.
  • Der CINEMA FOR PEACE Ehren-Award ging an Laura Waters Hinson für ihren Film As we forgive und an den Präsidenten von Ruanda, Paul Kagame.

Die Bedeutung von CINEMA FOR PEACE geht weit über die eigentliche Abendgala hinaus. Sie hat sich längst als Symbol für Frieden, Freiheit und Toleranz etabliert und wirkt langfristig in der Film- und Medienwelt, aber auch in der Politik nach.

Die Gala hat u.a.

  • Programme der Vereinten Nationen sowie der
  • Cinema for Peace Foundation unterstützt.

Insgesamt sind im Rahmen der CINEMA FOR PEACE Gala in acht Jahren mehr als drei Millionen Euro für den guten Zweck gesammelt und unabhängig testiert worden. Die Gala versteht sich als

  • Geburtshelfer förderungswürdiger Projekte und als
  • Plattform für freien Meinungsaustausch. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Gala wertvolle Filme, wie etwa über die ermordete russische Journalistin Anna Politkowskaja oder jüngst den inhaftierten birmesischen Bürgerrechtler und Comedian Zagana, produziert.

Die IX. CINEMA FOR PEACE Gala wurde heuer erstmals mit neuen Partnern und Förderern ausgerichtet:

Als neuer Presenter der Gala konnte das internationale Schmuck- und Uhrenunternehmen THOMAS SABO gewonnen werden. Weitere Hauptpartner sind

  • die österreichische Tiroler Nussöl Sonnenkosmetik GmbH sowie die #Investmentbank Silvia Quandt & Cie AG.

Link

www.cinemaforpeace.com/

 

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