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Stellt die Friedensfragen!

Kaufblockadeaufrufe gegen Produkte aus Killerpiratenstaat

Erstellt am 03.06.2010 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 2390 mal gelesen und am 03.06.2010 zuletzt geändert.

Auch Henning Mankell hat gestern zum Boykott von Israel aufgerufen. Pax Christi Boykottaufruf an BILLA:

„Sehr geehrte Damen und Herrn vom BILLA Kundenservice!

Bei diversen Veranstaltungen servieren wir gerne Ihre Billa-Aufstriche; auf die israelischen Cocktail-Tomaten verzichten wir schon länger.
Angesichts der Ermordung von Aktivisten der internationalen Free-Gaza-Bewegung durch israelische Militärs können wir nicht mehr schweigen und ersuchen Sie, israelische Produkte aus Ihrem Angebot zu nehmen.

In der Hoffnung auf Ihr Verständnis und auf Ihren angepriesenen Billa-Hausverstand, der gerade bei Menschenrechtsverletzungen nicht schweigen darf,

grüßen herzlich

Josef Heinen und Gustav Krammer
Pax Christi Burgenland
http://paxchristibgld.blogspot.com/

Hintergundinformation:

Kurzmeldung von Pax Christi Deutschland
Israelischer Piratenakt gegen Gaza-Freedom-Flotilla

Sofortige Freilassung aller durch Israel inhaftierten Personen der Freiheitsflotte gefordert

In der vergangenen Nacht hat die israelische Marine die Schiffe der Freedom-Flotilla der internationalen Free-Gaza-Bewegung eingekesselt und aufgebracht. Das israelische Fernsehen spricht von 19 Toten durch das israelische Militär, das nach Angaben der Free-Gaza-Bewegung unmittelbar beim Betreten des Schiffes begonnen hat zu schießen.
Unsere deutsche Delegation bei der Freedom-Flotilla besteht aus fünf Personen: Matthias Jochheim (stellvertretender Vorsitzender der IPPNW), Norman Paech (emeritierter Hochschullehrer und IPPNW-Beiratsmitglied), Nader el Sakka (Palästinensischen Gemeinde Deutschland e.V.) und zwei Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Inge Höger, MdB (Mitglied des Verteidigungsausschusses) und Annette Groth, MdB (Mitglied des Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe). Ein Kontakt zu den von Israel entführten Passagieren besteht nicht.

Israel hat eine weitgehende Nachrichtensperre verhängt. Bereits seit Tagen wird von offiziellen israelischen Stellen eine gezielte Desinformationskampagne mit Falschmeldungen und Halbwahrheiten betrieben.

Wir fordern:

– die sofortige Freilassung aller Passagiere der Freiheitsflotte,
– die sofortige Freigabe der beschlagnahmten Schiffe und der Hilfsgüter und die Ermöglichung der Weiterfahrt nach Gaza,
– eine internationale, unabhängige Untersuchung des israelischen Angriffs,
– die deutliche Verurteilung der israelischen Aggression durch die deutsche Bundesregierung, durch die EU und die
internationale Gemeinschaft,
– die Aussetzung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel bis zum Ende der Besatzung Palästinas
durch Israel,
– das Ende der israelischen Blockade von Gaza.

Gaza-Flotte: Amnesty fordert internationale Untersuchung

Israelische Armee kaperte Schiffe mit Hilfsgütern für Gazastreifen –
Mindestens neun Aktivisten getötet

London/Wien, am 1. Juni 2010 – Amnesty International hat eine internationale Untersuchung der Vorfälle vom 31. Mai gefordert. Zwar läge
die Hauptverantwortung der vollständigen Aufklärung der Militäraktion bei der israelischen Regierung, erklärte Interims-Generalsekretär Claudio
Cordone noch am Montagabend in London. Doch eine israelische Untersuchung alleine reiche nicht aus, so Cordone. Nicht nur habe der Vorfall eine
internationale Dimension, sondern es gebe „vonseiten Israels weiterhin keine glaubwürdigen Untersuchungen von Menschenrechtsverletzungen“ im
Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt. Israel solle die entsprechenden UNO-Experten einladen, um die Kaperung der Schiffe mit Hilfslieferungen für
den Gazastreifen zu untersuchen, forderte der Amnesty-Generalsekretär.

Abgesehen von der Tragödie im Mittelmeer ruft Amnesty International nach einem sofortigen Ende der fast dreijährigen Blockade des Gazastreifens. Die
beschränkte Einfuhr von Lebensmitteln, Medikamenten, Unterrichts- und Baumaterialien stelle eine völkerrechtswidrige kollektive Bestrafung der
palästinensischen Bevölkerung in Gaza dar und treffe vor allem die Schwächsten, betonte Cordone.

Wiener Friedensbewegung aus Anlass des Angriffs auf den Solidaritätskonvoi:

Klare Kritik an der Politik der israelischen Regierung ist notwendig.

Die Wiener Friedensbewegung protestiert gegen den Angriff der  israelischen Arme auf den Solidaritätskonvoi für Gaza.

„Gewalt löst nie Probleme“, betont Andreas Pecha von der Wiener  Friedensbewegung. „Eine Militäraktion gegen eine humanitäre Initiative,
die bedrängten Menschen helfen und auf die unerträglichen Zustände in Gaza aufmerksam machen sollte, ist schärfstens abzulehnen.“

„Ein friedliches Zusammenleben im Nahen Osten ist nur möglich, wenn alle Menschen menschenwürdig und gleichberechtigt leben können. Daher ist
eine klare Kritik an der Politik der israelischen Regierung notwendig“, schloss Andreas Pecha.

 

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