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Liebe Geschichte in der NS-Zeit

Erstellt am 22.02.2011 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 2454 mal gelesen und am 23.02.2011 zuletzt geändert.

»Liebe Geschichte« ab 4. März 2011 im Stadtkino Wien
Ein Dokumentarfilm von Klub Zwei: Simone Bader und Jo Schmeiser
Bildgestaltung: Sophie Maintigneux; Montage: Karin Hammer
35mm, 98 Min., A 2010

TERMIN

»Liebe Geschichte« im Rahmen der FrauenFilmTage
Filmhaus Kino, Spittelberggasse 3, 1070 Wien
Donnerstag, 3. März 2011, 19:30 Uhr
Anschließend Publikumsgespräch mit Simone Bader & Jo Schmeiser (Klub
Zwei) und Martina Wurzer (Grüne Frauen Wien)

SYNEMA – Gesellschaft für Film und Medien & StadtkinoFilmverleih präsentieren:

»Liebe Geschichte« im Gespräch
Zwei Abende mit Film und Diskussion
Stadtkino, Schwarzenbergplatz 7-8, 1030 Wien

Samstag, 5. März 2011, 19:30 Uhr
Sophie Maintigneux und Michael Loebenstein:
»Menschen, öffentlicher Raum oder die Kameraarbeit zwischen Sprache
und Architektur« im Anschluss an die Filmvorführung von »Liebe
Geschichte«

Donnerstag, 10. März 2011, 19:30 Uhr
Margit Reiter und Helga Hofbauer:
»Tradierung / Nachforschung / Ambivalenz: Wo stehen die Nachkommen der
Täterinnen und Täter in der Auseinandersetzung mit dem
Nationalsozialismus?« im Anschluss an die Filmvorführung von »Liebe
Geschichte«

ZUM FILM

Wie gehen Frauen mit der Rolle ihrer Familie im Nationalsozialismus
um? »Liebe Geschichte« zeigt die Protagonistinnen im öffentlichen
Raum. Drehorte sind Architekturen der 1950er, 60er, 70er, 80er, 90er
und 2000er Jahre in Wien. Familiäre und gesellschaftliche Fragen
werden im Konzept des Films verbunden. (Klub Zwei, Synopsis)

»Liebe Geschichte, das liest sich wie eine besonders herzliche
Adressierung des Gewesenen – eine Lektüre, die durch den
internationalen Titel (Love History) aber gleich wieder
durchgestrichen wird. Die englische Übersetzung legt es näher,
Intimität und Gedächtnisbildung in gegenseitiger Spannung zu verstehen
(Liebe – Geschichte): im Sinne jener nicht stillstellbaren Ambivalenz,
mit der die jüngste Befragte, Lenka Reschenbach, ihren verstorbenen
Großvater gleichzeitig als lieben Opa und als begeisterten Nazi und
Nachkriegs-Antisemiten zu erinnern versucht.« (Joachim Schätz, Kolik)

»In Liebe Geschichte sprechen Töchter über den hindernisreichen
Prozess der Konfrontation mit der eigenen Familiengeschichte.
Angeordnet werden die Gespräche rund um markante Wiener Bauwerke der
Nachkriegsgeschichte, die als Erinnerungspfeiler der offiziellen
Politik in Österreich und deren Auslassungen dienen.« (Dominik
Kamalzadeh, Der Standard)

»Die extrem ruhigen, auf Symmetrie aufbauenden Einstellungen dieser
Architekturen (gefilmt von Sophie Maintigneux) vermitteln aber auch
eine merkwürdige, unheimliche Ahnung von einem ordentlichen, ›seligen‹
und ›unschuldigen‹ Österreich, welches sich zwischen sozialpolitischen
Angeboten (Strandbad Gänsehäufel), bemühter Internationalität
(UNO-City) und selbstdefinierter Kulturnation (Museumsquartier) wiegt.
Das österreichische ›Wirtschaftswunder‹ bzw. sein Mythos verschweigt
die Tatsache, dass der wirtschaftliche Erfolg auch eine Folge der
Ausbeutung von hunderttausenden ZwangsarbeiterInnen während des
Nationalsozialismus war.« (Eva Simmler, Kulturrisse)

»This film makes people think unconsciously.« (Samson Munn, USA)

ZU DEN VERANSTALTUNGEN

Die Diskussionen finden anstelle der Spätvorstellung um 21:30 Uhr
statt. Weitere Veranstaltungen zum Film werden auf der Stadtkino
Homepage und in der Stadtkino-Zeitung veröffentlicht.

DiskutantInnen:

– Sophie Maintigneux lehrt Kamera an der dffb, Deutsche Film- und
Fernsehakademie Berlin. Bildgestaltung für »Liebe Geschichte«.
– Michael Loebenstein ist Filmhistoriker, wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und
Gesellschaft und Kurator im Österreichischen Filmmuseum.
– Margit Reiter ist Historikerin und Autorin des Buches »Die
Generation danach: Der Nationalsozialismus im Familiengedächtnis«.
Historische Recherche für »Liebe Geschichte«.
– Helga Hofbauer ist Queer-Aktivist_in, macht Musik, Grafik und
Computertechnik. Protagonistin von »Liebe Geschichte«

LINKS ZU TRAILER, FILMSTILLS UND INFO

http://www.stadtkinowien.at/film/537/
http://www.klubzwei.at/LiebeGeschichte.html
http://www.sixpackfilm.com/catalogue.php?oid=1845〈=de

»Liebe Geschichte« ab 4. März im Stadtkino
Schwarzenbergplatz 7-8, 1030 Wien
Spielzeiten: 17:30, 19:30 und 21:30 Uhr
Am 5.3 und 10.3. Diskussion statt der Spätvorstellung um 21:30 Uhr
Ermäßigte Karten 6.50 EUR, Zehnerblock 60.00 EUR

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Jo Schmeiser und Simone Bader
Severingasse 13 / 16
A-1090 Vienna
Landline: +43 / 1 / 319 05 61
Mobile: +43 / 699 / 120 41 306
www.klubzwei.at

 

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