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Stellt die Friedensfragen!

„Das Tripolis-Attentat und die Friedensbewegung“

Erstellt am 13.07.2011 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 4803 mal gelesen und am 14.03.2016 zuletzt geändert.

2006 anlässlich 20 Jahre Friedensstadt Linz kamen an 400 Friedensforschende und Friedensbewegte zusammen. Seit  damals stelle ich gebildeten Menschen in Österreich immer wieder die Frage, ob sie den in Wien geborenen und verstorbenen Friedensnobelpreisträger kennen. Die Frage eignet sich heute noch für die Endrunde der Millionenshow. Daher lasse ich keine Gelegenheit aus, einen der bedeutendsten Friedensdenker Österreichs wieder in Erinnerung zu rufen. Neben der Recherche im Fried-Jahr 2011 beschäftigte mich auch der Unfrieden rund um Libyen. Johann Galtung, dem bekanntesten Mentor des Friedensjournalismus unserer Tage und Al Jazeera verdanke eine Spur zu einem Krieg in Libyen im Jahr 1911 – genau vor 100 Jahren. Herr André Bunde, von „Die Friedens-Warte“ in Berlin, verdanke ich die prompte Übermittlung des Fried-Artikels darüber. Er lieferte den gleichlautenen Titel dieses Essays. Es soll die Aktualität von Fried Gedanken, und des Friedensjournalismus und der Friedensbewegung im Jahr 2011 und 1911 zeigen.

FriedensjournalistInnen sollten, wie jeder Qualitätsjournalismus, vor allem Fakten sammeln und Meinungen möglichst sauber davon trennen. Im Diskurs mit anderen Medien geht es darum, möglichst allparteilich und reflektiert die Positionen aller zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen. Das ist natürlich nur mit viel Hintergrundwissen und der Einholung sachlicher Informationen möglich. Warum stoße ich als Friedensjournalist auf die gleichen Konflikte und Hintergründe und Sichten wie Fried, Galtung oder Gandhi? Ich denke, es liegt vor allem an der friedensjournalistischen Arbeitsweise.
Seit 2002 experimentiere ich pragmatisch und kreativ, vor allem bei Friedensnews.at, mit Friedensjournalismus im Sinne von Gandhis „Experimenten mit der Wahrheit“. Doch zuerst prägte mich Johan Galtung den ich erstmals 1979 als Redakteur bei „Der Zivildienst“ kennen lernte. 2006 stieß ich abermals auf den bis dahin, selbst für honorige Insider, in Österreich kaum bekannten Friedensnobelpreisträger Alfred H. Fried. Bis dahin dachte ich, er sei ein deutscher Friedensdenker. Seine Schriften waren und sind in Österreich bis heute im Original gar nicht oder nur sehr schwer zugänglich. 2007 habe ich mich intensiv mit Mahatma Gandhi befasst, vor allem mit Gandhi als Journalist und „militanter Pazifist“. Sein Umgang mit den Medien der Welt seiner Zeit ist faszinierend. Ich habe damals eine Vorlesung an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg zum Thema „Friedensethik und Friedensjournalismus“ gehalten. Meine Wahrnehmungen zum Friedensjournalismus wurden im Laufe der Zeit immer umfassender und vorsichtiger. Dieser Prozess ist bis heute unter eher schwierigen Arbeitsbedingungen mit einigen Wehen verbunden.
Im Folgenden beleuchte ich die aktuellen Geschehnisse rund um den „Libyen-Krieg“ und die aktuelle Bedeutung von Frieds Arbeit. Ich will damit zeigen, worum es beim Friedensjournalismus damals und heute geht. Libyen stand 1911 und 2011 im Brennpunkt der Weltöffentlichkeit. Das Beispiel den Blick schärfen für die Unterscheidung von Friedens- und „Gewaltjournalismus“ die der „Friedensarbeiter“ Galtung einmal idealtypisch heraus arbeitete., Die Arbeiten von Suttner und Fried und ihrer NachfolgerInnen haben Auswirkungen und ethische Haltungen, die sich für FriedensjournalistInnen auch heute und in absehbarer Zukunft täglich stellen.
Fried Leistung ist bis heute absolut einmalig. Vor über 100 Jahren hat er ohne Computer und Internet ein Niveau erreicht, welches sich, soweit ich das heute überblicken kann, seither journalistisch und in Weitblick und Wirkung höchstens noch mit Suttner, Gandhi oder Galtung messen kann. Nun ans Werk.

1. Mai 2011
Der Tagesspiegel, laut italienischem Sender Sky TG 24 habe der apostolische Vikar von Tripolis, der italienische Bischof Giovanni Martinelli den Tod von Gaddafis Sohn Saif al Arab, seiner Frau und von drei Enkelkindern bestätigt: „Wir wurden zu den Leichen geführt und haben mit den anwesenden Vertretern anderer Kirchen ein Gebet gesprochen.“
Wahrheit oder Propaganda? Nach zwei Tagen Recherche – trotz einiger Plausibilität der kirchlichen Quelle – ist das schwer zu sagen für einen Friedenjournalisten ohne millionenschwere Redaktion.
Von Journalisten mit einer etwas größeren Redaktion lese ich folgendes:
„In einer ersten Version wurde dieser Artikel mit Saif al-Islam bebildert. Tatsächlich kam sein Sohn Saif al-Arab(2) bei dem Luftangriff ums Leben. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen“. (Anmerkung der Spiegel-Redaktion)

Montag 2. Mai 2011
07:00 ich höre im oe1 Morgenjournal des ORF:
Bin Laden tot … Wolfgang Geier … Hanno Settele … Maiwald, Settele … Reaktion arabische Welt: Karim El Gawhari: Osama Bin Laden habe nach den Ereignissen in der arabischen Welt nur mehr „von der Seitenlinie kommentiert(3)“. Das ist eine typische Metapher, die Leute gebrauchen, die keine Friedensjournalisten sind; wie wir noch sehen werden.(4)

7:35 ich bin in einem Wiener Taxi mit einem in der Türkei geboren Taxifahrer unterwegs:
Die Gratis-Ausgabe der Tageszeitung „Österreich“ liegt am Vordersitz. Ich denke, das ist vielleicht eine gute Gelegenheit eine Meinung aus einer etwas anderen Perspektive einzuholen. Ich: „Was denken Sie über den Tod der drei Kinder bei dem NATO-Angriff in Libyen?“ Der Taxifahrer, der, wie er mir später erzählt, seit 30 Jahren in Österreich lebt und der drei Kinder hat: „Gaddafi ist selber schuld“. Ich denke: Und die drei Kinder unter zwölf? Ich bitte ihn, ob ich mir sein „Österreich“ ausborgen kann. Auf Seite 8 lese ich: „Tödlicher Anschlag auf Gaddafi“. Hm, „Österreich“ denkt, es war ein Anschlag, so wie Gaddafi das selbst sieht und russische offizielle Stellen, der Präsident Venezuelas etc. Die NATO-Sprecher und einige PolitikerInnen der Allianz zweifeln, und bedauern aber vorsorglich eventuelle zivile Opfer bei Beschießung von „Kommandoständen“, was sich ja vollkommen mit dem Mandat des UN-Sicherheitsrats decke.

Dann lese ich einen Bildtext über den Vater der drei umgebrachten Kinder: „Party-Schreck Saif al-Arab wurde getroffen.

 

Rechts: Bruder Saif al-Islam, der Haider-Freund“.
Das erinnert mich an ähnliche Texte der letzten Tage und Wochen in „Heute“ und an Heinrich Bölls Buch: „Die verlorene Ehre der Kathrin Blum“.(5)

08:05 Ich spreche mit einem Lehrer – den ich gerade flüchtig kennen gelernt habe.
Das Gespräch kommt auf das Ereignis des Tages – auf Osama Bin Ladens mutmaßliche Tötung.

Der Lehrer: „Unter Bush hat Bin Laden ja nicht sterben können. Das wäre unpraktisch gewesen.“ Stunden später denke ich: ein Lehrer für politische Bildung, für Geschichte? Anscheinend bin ich nicht der einzige Österreicher, der sich so seine Gedanken macht über das Weltgeschehen.

Wird da wieder ein Krieg verkauft, den nicht alle kaufen wollen?

1911
Alfred H. Fried galt 1911 als der weltweit mit Abstand bedeutendste Vertreter des Friedensjournalismus und hatte sich auch als Friedensforscher und Volksbildner sogar bis in militärische Kreise Wiens einen Namen gemacht. Er schrieb in der „Friedenswarte“ 1911 unter dem Titel „Das Tripolis-Attentat und die Friedensbewegung“:

„Nach einer langen Reihe gefährlicher Konflikte, die es gelang, friedlich zu überwinden, erleben wir wieder einmal den Ausbruch eines Krieges. Ein sonderbarer Krieg fürwahr! Es lag ihm gar keine Konflikt zugrunde; lediglich das Verlangen einer Regierung nach dem Besitz einer anderen. Ein Raubzug ohne jede moralische Bemäntelung. … Wie immer wenn es zu Gewaltausbrüchen im Völkerleben kommt, triumphierten auch diesmal die Gegner der Friedensbewegung. Sie folgerten aus der Tatsache des ausgebrochenen Krieges ihren Bankrott. Noch mehr: In schadenfroher Weise machen sie uns geradezu einen Vorwurf daraus, dass wir diese Gewalttat nicht zu verhindern vermochten.
Da zeigt sich wiederum, wie wenig diese entrüsteten Schreier, die ironisch lächelnden Superklugen über das Wesen und das Werk der Friedensbewegung unterrichtet sind. … Wie oft soll man es ihnen wiederholen: Den Frieden können wir nicht machen. Wir können höchstens die Wege zeigen, auf denen zu ihm zu gelangen ist. Wir können auf die Entwicklung hinweisen, die den Frieden mit sich bringt und darlegen, wie man durch vernunftgemäßes Eingreifen den mechanischen Entwicklungsgang zur Friedensorganisation zu beschleunigen vermag.“

„Bemäntelung“ und „superkluger“ Anti-Pazifismus 2.0
Der prominenteste Protagonist des Friedensjournalismus unserer Tage, Johan Galtung (*1930 in Oslo), hat kürzlich in einer Diskussion zum Krieg in Libyen auf Al Jazeera angedeutet, dass Italien, welches nun in Libyen mitmischen will, bereits 1911 in Tripolis einfiel. Ich forschte nach und fand bei Fried, dass Italiener ein – selbst für die damalige Zeit – entsetzliches Massaker unter der Zivilbevölkerung angerichtet haben. Italien unter Berlusconi, so Galtung, sei daher als befangener Mediator oder gar engelsgleicher Nato-Schutzengel im Libyen-Krieg 2011 wenig glaubwürdig. In Libyen wisse, im Gegensatz zu Europa, jedes Kind von diesen Kriegsverbrechen. In der arabischen Welt sei das ähnlich.
Ähnlich unrein ist, nach meinen Recherchen, die Weste von Sarkozys Frankreich, besonders was Nordafrika betrifft. Frankreich kämpfte von 1954 bis 1962 mit einer Brutalität, die dazu führte, dass der Krieg im an Libyen angrenzenden Algerien bis heute als Muster eines schmutzigen Krieges gilt. Erst 1999 beschloss die französische Nationalversammlung, den Begriff „Algerienkrieg“ im offiziellen Sprachgebrauch zu erlauben. Frankreich perfektionierte im Laufe dieses „Konflikts“ seine Militärdoktrin. Die sogenannte „Französische Doktrin“ zur Bekämpfung der FLN(6) wurde durch ihre Rücksichtslosigkeit berüchtigt.

Der Offizier Roger Trinquier (*1908-1986) lieferte die Konzepte der heftig umstrittenen „modernen Kriegsführung gegen Aufständische“. Die Strategie beinhaltete zahlreiche schon damals rechtlich und noch mehr moralisch kriminelle Methoden, unter anderem die Folter von Verdächtigen.
(ARTE veröffentliche dazu 2004 eine erschütternde Doku – sie ist auf Youtoube Online: „Todesschwadronen – Wie Frankreich Folter und Terror exportierte“) Neben den USA exportierten vor allem alte französische Algerienkrieger Know-how an Foltergeneräle in Südamerika und anderswo.
Doch wie steht es mit dem neutralen Österreich? Die SPÖ und die SPÖ/ÖVP-Regierungen Österreichs genehmigten in den 70er- und 80er-Jahren Waffenexporte in großem Stil. Im wesentlichen war es ein Tausch Waffen gegen Öl mit dem Irak und dem Iran. Diese Waffen wurden im Krieg vom 22. September 1980 bis zum 20. August 1988 gegeneinander eingesetzt. Panzer und Kanonen sorgten für Tote und Schlagzeilen auf der ganzen Welt. Einer meiner Onkel war damals SPÖ-Betriebsrat in der Waffenschmiede in Liezen, welche die GHN 45 Kanone erzeugte. Das Verschwinden einer Studie in der Schublade eines Ministers hatte sogar Auswirkungen auf Österreichs politisches System. Die Studie handelte von den Möglichkeiten der Umstellung der damals noch großteils verstaatlichten österreichischen Rüstungsexportindustrie auf moralisch weniger bedenkliche Produkte. Sie hat den ehemaligen Sozialdemokraten Univ. Prof. Van der Bellen entscheidend motiviert, sich als langjährige Galionsfigur bei den damals neu entstandenen Grünen zu betätigen.
Der Vater des Generaldirektors der Steyr-Daimler-Puch AG Malzacher war bereits unter den Nazis eine Größe. Ehemalige Nazis und teilweise emigrierte halfen, laut Medienberichten, in einigen Fällen bei der Beratung und Belieferung südamerikanischer Diktatoren in Argentinien, Bolivien und Chile. Es gab auch einige Todesfälle von hochrangigen Personen in Österreich, die mit Rüstungsexporten in Verbindung gebracht wurden und für Schlagzeilen sorgen. Der ehemalige Innenminister Karl Blecha besuchte die Polisario, die für die Unabhängigkeit von Spanien kämpfte und danach für die Freiheit von Marokko beziehungsweise in Marokko. 1991 kam es zumindest in Marokko zu einem bislang einigermaßen stabilen „Waffenstillstand“.

Am 21. April 2011 schreibt Khalid Ibrahim Khaled auf www.polisario-confidentiel.com, dass laut einem vertraulichen NATO-Bericht: Gaddafi seine erstaunliche Resistenz Söldnern der Polisario(7) aus dem (derzeit eher von Islamisten-Terror erschütterten) Marokko verdanke.

Am 23.02.2011 meldete die Kleine Zeitung:
„EU-Staaten verdienten prächtig an Waffenexporten nach Libyen“
„Die 27 EU-Staaten haben den Export von Waffen nach Libyen gestoppt – allerdings erst jetzt.“, das war einige Tage vor der Resolution des UN-Sicherheitsrates. Allein im Jahr 2009 haben Exporte von Waffen im Wert von 344 Millionen Euro legal die EU in Richtung Libyen verlassen. „Wir haben erfahren, dass jeglicher Waffenhandel ausgesetzt ist“, so die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton im Februar 2011 in Brüssel.
„Nach jüngsten Zahlen bekam Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi bis Februar 2011 aus der Europäischen Union jedes Jahr Waffen im Wert von mehreren hundert Millionen Euro genehmigt und geliefert. Laut Jahresbericht über die Ausfuhr von Militärgütern erlaubten EU-Regierungen allein 2009 den Export von Waffen im Wert von 344 Millionen Euro.“ Spanien lieferte beispielsweise 2007 Clusterbomben, die Gaddafi, laut New York Times, gegen die Rebellen einsetzte. Da diese Waffen ein besonders hohes Risiko für die Zivilbevölkerung bergen, kämpfen verschiedene Friedensorganisationen weltweit seit Jahren um die Ächtung dieser Waffen.
Die Rebellen wiederum werden nun offiziell im Auftrag von Friedensnobelpreisträger Obama von der CIA unterstützt. Laut Friedensarbeiter und Friedensjournalist Galtung agierte die CIA aber bereits vor der dem Beschluss des UN-Sicherheitsrats in Libyen und versorgte die Rebellen mit Führungspersonal.

Solidarwerkstatt – Guernica 1/2011 schreibt: >>Bereits Anfang November 2010 bereiteteten Frankreich und Großbritannien das Militärmanöver „Southern Mistral“ mit Luftschlägen gegen eine sog. „südliche Diktatur vor. Das Militärmanöver begann am 15. März 2011 und ging wenige Tage später in die echte Bombardierung Libyens über.<< Welche Motive könnte die NATO neben der in Feld geführten Responsibility to Protect der UNO noch haben?

Gaddafi und das Wasser
Einige Kommentatoren sehen Gaddafi durchaus auch als verdienstvoll. Argumente sind: Gaddafi sei vielleicht eine der wichtigsten Figuren in Nordafrika und Afrika, denn:
er habe sein Land an die Spitze des afrikanischen Kontinents gebracht und die Erdöleinnahmen Libyens nicht ausschließlich in Paläste, Yachten und Fuhrparks gesteckt, sondern in seinem Land investiert.

Das ist noch nicht alles:
Der nun häufig als “wahnsinnig“ titulierte Gaddafi hat 1980 ein riesiges Projekt zur Wasserversorgung für Libyen, Ägypten, Sudan und den Tschad begonnen und beinahe fertiggestellt. Er hat dafür keinen Cent von der Weltbank oder vom IWF bekommen.
Das Projekt hat das Potenzial, Nordafrika in einen blühenden Garten zu verwandeln.

Am 01. September 2010 konnte der erste Großabschnitt des Projektes nach dreißigjähriger Planung und Bauzeit in Betrieb genommen werden.
Das sind 5 Monate vor Beginn der Unruhen, also bevor das Projekt laut Plan – der keinen Bürgerkrieg vorsah – im wahrsten Sinne des Wortes Früchte hätte tragen können.
Unterstellt man einen Abgabepreis von nur

2 Euro/Kubikmeter und Förderkosten von 35 Cent, so beziffert sich der Wert dieser Wasserreservoirs höchster Güte auf 14.850 Milliarden € (14.850.000.000.000 €).(8)

Das sind Zahlen, die selbst für meinen Alltagsverstand als gelernter Sozial- und Wirtschaftswissenschafter erst mit Hilfe von Vergleichen verständlich werden. Das Bruttosozialprodukt Deutschlands lag in den letzten Jahren zwischen 2000 und 2500 Milliarden Euro. Der Wert des Wassers entspricht, nach meiner eher vorsichtigen Schätzung, zirka der Wirtschaftsleistung Deutschlands von 7 Jahren, beziehungsweise dem Wert aller Dienste und Leistungen die das reiche Österreich in 70 Jahren hervorbringt.

Diese riesigen Wasserreserven sind im Weltwassergeschäft, stark untertrieben, „eine interessante Menge“. Das libysche Öl ist im Vergleich dazu der Schnittlauch aufs Butterbrot, wenn wir bedenken, dass in der Vergangenheit schon für erheblich weniger Geld Regierungen gestürzt wurden.

Mit Öl und Wasserreichtum könnte Libyen ganz friedlich
eine wahrlich “grüne Revolution” in Gang setzen und
die Versorgung Afrikas mit Lebensmitteln übernehmen.
Friedensjournalismus

Zur Wiederholung:

FriedensjournalistInnen sollten, wie jeder Qualitätsjournalismus, vor allem Fakten sammeln und Meinungen möglichst sauber davon trennen. Sie haben aber auch noch andere ethische Haltungen – Menschenrechte (seit Fried) und „Menschenpflichten“ (seit Gandhi) und Theorien9. Sie haben folglich eine radikal andere journalistische Praxis und andere selektive Wahrnehmungen.

So sagte Nikolaus Brender, ZDF-Chefredakteur (2000-2010):

„Guter Journalismus hat immer den Frieden im Sinn.“

Er begründete das mit einer ethischen Fundierung von Journalistik auf Menschenrechten. Eine solche Haltung gilt in Österreich bis heute als revolutionär – im Sinne Frieds, der für eine nachhaltig organisierte Umgestaltung des Wesens der Welt und ihrer Medien bis zum letzten Atemzug eintrat.
Kriegsberichterstatter, skrupellose Boulevardjournalisten oder gut bezahlte Spitzen-Redakteure, die mitunter freimütig gestehen, sie hätten noch nicht einmal den Kontakt mit journalistisch-ethischen Schriften von Presseräten gesucht, fokussieren und konstruieren Recherche und Beiträge anders.
FriedensjournalistInnen stellen immer Friedensfragen. Und ich bin immer wieder überrascht, welche Abgründe ich entdecke mit der einfachen Frage:

Wo geht es eigentlich zum Frieden?

Die meisten JournalistInnen denken anders und stellen andere Fragen. Sie bekommen daher andere Einsichten, Antworten, Hinweise und Bilder.

Kriegs- bzw. gewaltorientierte JournalistInnen

Sie beschreiben die Konflikt-Arena: Libyen, den Irak, den Iran, Kuba, Afghanistan, Ruanda. Sie sehen in der Regel nur zwei Parteien, und ein Ziel: den Sieg der Guten (wir) über „die Feinde“. Krieg wird generell nullsummen-orientiert gesehen. Was ich verliere, bekommt der andere. Um zu gewinnen, muss der andere verlieren.
Sie betrachten meist geschlossene Räume und eher kurze Zeitausschnitte (z. B. Irak 1991, Irak 2003; Afghanistan 2001/2002).

Gründe und Auswege werden am Schlachtfeld gesucht.

„Wer warf den ersten Stein, die erste Clusterbombe in Libyen?“ Ursachen und Zusammenhänge interessieren kaum. Auch nicht, wer die Clusterbombe lieferte? Kriege werden von diesen Journalisten in der Regel daher eher verschleiert. Es regiert eine „Wir-Sie-Sprache“. Solche JournalistInnen geben sich nicht selten bewusst oder unbewusst für Propaganda her. Extreme Auswüchse gab es im Irak-Krieg 2003 im Genre des „Embedded Journalism“10.
Ein weiteres Beispiel ist die unkritische Übernahme von Aussagen von Militärsprechern durch sogenannte Militärjournalisten. Das darauf basierende Votum ist leider in der Regel stromlinienförmig „für uns“. „Sie“ werden als „das Problem“ gesehen. Der Fokus dieser Medienschaffenden liegt darauf, wer im Krieg die Oberhand gewinnt. Es kommt zur – häufig unbewussten – De-Humanisierung „der anderen“. Das wird meist umso mehr hervorgehoben, je schlimmer die laut Plänen der Militärs vorgesehenen Waffen sind.

Ein Beispiel hierzu ein Zuruf der US-Medien in der Ära George W. Busch in Bezug auf Irak und Iran: „nuke ‘em out!“(11)

Andere Beispiele für die De-Humanisierung von Menschen finden sich schnell in „Heute“ oder bei Bild.de, wenn beispielsweise Gaddafi als „Irrer“ tituliert wird: „Gaddafi: Irre Wut-Rede im TV“. Aber auch Zeitungen wie der Standard oder die Presse übertreffen nicht selten Berichte der häufig ebenfalls vollkommen zu recht kritisierten österreichischen Kronenzeitung, die teilweise zumindest nur die Fakten berichtet.
Kriegsjournalismus ist reaktiv: Erst offene Gewalt gibt Anlass für eine Berichterstattung. Gewaltorientierte Journalisten blicken meist nur auf sichtbare Folgen von Gewalt (Tote, Verwundete oder materieller Schaden). Nicht selten fallen sie – scharenweise – auf von einer Konfliktpartei vorsätzlich inszenierte Schauermärchen herein. Berühmt wurde die Show der Tochter eines kuwaitischen Spitzendiplomaten, die der UNO mediengängig „Saddam Husseins Gräueltaten“ unterjubelte. Unter Tränen berichtete sie, dass Irakische Soldaten Babys aus Brutkästen gerissen hätten. Fast die gesamte Weltpresse hat diesen Fake ungeprüft „berichtet“. Als ein Journalist Jahre später hinter den Schwindel kam, war der Krieg gegen den bösen Schurken Saddam 1991 schon „gewonnen“.

2011 bekam Gaddafi in den Mainstream-Medien binnen weniger Wochen erschreckende Ähnlichkeiten mit Saddam Hussein 2003. Auch Gadaffi war im Westen als einer der Staatsmänner, in diesem Fall Afrikas gehandelt worden.

Friedens- bzw. konfliktorientierte Journalisten und Journalistinnen.

… erforschen die Konfliktformationen.

Statt nur zwei Seiten werden x Parteien, y Ziele, z strittige Gegenstände untersucht. Friedensjournalismus sucht nach „win-win“-Situationen, das heißt, wenn möglich nach Lösungen für alle. FriedensjournalistInnen betrachten offene Räume und sehen auch die Zeit rund um Konflikte als offen. 1911 und 2011 sind nur zwei Zeitpunkte. 1911 gab die faschistoide Regierung Italiens Marschbefehl gen Tripolis. Ein Massaker unter der Zivilbevölkerung des damals türkisch regierten Libyen war die Folge. Das erklärt wahrscheinlich, warum die wenig empathische Tiefenkultur meines Wiener Taxifahrers vom 2. Mai, in Sachen Libyen, nicht gerade die eines Weltbürgers ist.

Aber wieder zum Metier Frieds.

FriedensjournalistInnen seines Schlages suchen Ursachen und Lösungen. Sie recherchieren überall, auch in der Geschichte und in unterschiedlichen Kulturen. Sie versuchen Konflikte und all ihre Parteien durchschaubar zu machen.
Alle Parteien (!) werden mit gleicher Sorgfalt befragt, gehört und dokumentiert. Einfühlungsvermögen und empathisches Verständnis sind wichtige Fähigkeiten von Friedens- und Konfliktjournalistinnen. Das heißt, Churchill, Gandhi, Hitler, Stalin, Truman, der Tenno und Bush, Obama oder Gaddafi sind im Prinzip gleich vor dem Friedenjournalismus. An alle sind kritische Fragen zu richten, auch an sich selbst. Konflikt/Krieg wird als ein Problem gesehen.

Der Fokus liegt dabei aber immer vor allem auf Kreativität und möglichen Lösungen für Konflikte. Es geht im Friedensjournalismus immer um die Humanisierung aller Seiten, umso mehr, je brutaler die eingesetzten Waffen sind. Friedensjournalismus denkt präventiv, in Friedenspiralen. Sein Ziel ist die Vorbeugung gegen Gewaltspiralen und Krieg und der Ausstieg aus Rüstungswettläufen.

Unter der weißen Fahne
Alfred H. Fried schreibt 1901 in seinem Buch „Unter der weißen Fahne! Aus der Mappe eines Friedensjournalisten“ in der Einleitung:
„Das Buch soll in erster Linie zeigen, dass eine Friedensjournalistik in ihren Anfängen bereits vorhanden ist, und soll andererseits zur Nacheiferung anregen; es soll das Interesse der Presse wachrufen, so weit dieselbe nicht aus grundsätzlicher Parteimaxime ihr gegenüberzustehen gezwungen ist.“ Das Buch solle das Band zwischen Presse (Medien) und Friedensbewegung etwas enger knüpfen. … „gerade jene Teile der Presse, die der Bewegung schon heute nahestehen, wenn sie diese auch noch nicht offen und nachdrücklichst einzugestehen wagen, zu einem offenen Eintreten zu veranlassen. … Immerhin wird das Buch bezeugen, dass sich neben der allmächtigen, goldumgürteten, bluttriefenden „gelben Presse“ unserer Tage auch die bescheidenen Ansätze einer aufstrebenden und zielbewussten „weißen Presse“ bemerkbar machen“.
Fried war mit seinen „bescheiden Ansätzen“ so erfolgreich, dass er nicht nur als Friedensforscher, sondern auch für seine bis heute herausragende Arbeit als Friedensjournalist 1911 den Nobelpreis erhielt. Nach 100 Jahren ist Friedensjournalismus in Österreich 2011 wieder eine beinahe unbeackerte Brache die höchstens in Medien der Zivilgesellschaft ausdrücklich gepflegt wird. Der I. und der II. Weltkrieg haben die Friedensbewegung und den Friedensjournalismus in Österreich schwer getroffen. Antisemiten, Rechtsextreme und Nazis wie Dr. Wichtl oder Paul Heigl, der von NS-Regime eingesetzte Generaldirektor der Nationalbibliothek, der bereits 1927 unter einem Pseudonym eine Kampfschrift gegen den Pazifismus verfasste, haben so gründlich gearbeitet, dass bis 2011 kein Exemplar der „Grundlagen des revolutionären Pacifismus“ von A. H. Fried in einer öffentlichen Bibliothek Österreichs stand.12 Ähnliches gilt für die Wiener Wochenschrift „Der Friede“ in der an die 200 Persönlichkeiten vom Rang eines Anton Kuh oder Tucholsky schrieben. Eine Zeitung die von ihrer Reichweite mit dem heutigen Profil vergleichbar war.

1914 musste Fried bekanntlich vor dem österreichischen KuK-Militarismus fliehen.

1919 nach dem Schweizer Exil, wo er als einer der wohl weltweit wichtigsten und einflussreichsten unabhängigen Journalisten bei der Neuen Züricher Zeitung wirkte, kam Fried  auf Einladung des Pazifisten Ludwig Quidde nach München. Er hoffte dort auf eine sinnvolle Betätigung. In München sammelten sich damals in der ersten Phase der Räterepublik Antimilitaristen und idealistisch pazifistisch-anarchistisch orientierte Köpfe mit vielen Ambitionen, aber – im Vergleich zu Gandhi – sehr bescheidener Umsetzungskraft. Fried musste bald abermals fliehen. Diesmal versuchte er es wieder in seiner Wiener Heimat.(13) Fried versuchte sich auch in Wien wieder als Journalist über Wasser zu halten, aber die goldene Zeit des Friedensjournalismus in Österreich vor 1914 hatte der erste Weltkrieg auch in Wien ausradiert. Das Desaster in Wien nach dem I. Weltkrieg, überforderte sogar Fried der bereits zahlreiche Krisen in seinem Leben meisterte. Das kostete ihn 1921 vorzeitig das Leben.
Fried hatte schon lange erkannt, dass Frieden mehr ist als bloßer Waffenstillstand. Der „wesensverschiedene Frieden“, den er anstrebte, war für ihn in weite Ferne gerückt. Den Friedensvertrag von St. Germain kritisierte er ebenso, wie die verkümmerten Ansätze eines Völkerbundes, für den er sich jahrzehntelang eingesetzt hatte. Denn, wer friedensjournalistisch fragt, erkennt rasch, dass latente Wirkungen von Gewalt – wie Traumata, strukturelle und kulturelle Gewalt – überwunden werden müssen, um das zu erreichen, was ich gerne mit dem Begriff Strukturelle/r Frieden und Friedenskultur/en bezeichne.

“Gewaltjournalisten“ in der Matrix von Galtung 14 sind, wie oben angedeutet, heute wie damals propagandaorientiert. Sie entlarven immer nur die Unwahrheiten der „anderen“. Sie unterstützen „unsere“ Vertuschungsversuche und Lügen. Sie sehen nur „Schurken“ wie Gaddafi & Co. Den Balken im eigenen Auge sehen sie nicht.
Friedensjournalismus strebt möglichst umfassende Wahrheit an. Er ist Slow Food wider den Zeitgeist. Er sucht Lösungen und bewegt sich bewusst jenseits des Dramadreiecks von Opfern, Tätern und Verfolgern. Friedensjournalismus sucht MentorInnen, MacherInnen und inspirierende Persönlichkeiten für Friedensprozesse. Das heißt, er entlarvt Unwahrheiten auf allen Seiten. In Libyen 2011 bedeutet das, neben Menschenrechtsverletzungen der Regierung auch die der so genannten „Rebellen“ und ihrer UnterstützerInnen zu untersuchen. Das heißt, auch auf Seiten von EU, Russlands, der Nato, China etc. nachzuforschen. Friedensjournalismus versucht alle Vertuschungsversuche aufzudecken – beispielsweise auch US-Folter-Gefängnisse in Guantanamo, ökologische Kriegsführung in Jugoslawien und Kriegsverbrechen, die regelmäßig im Rahmen so genannter humanitärer UNO-Militäreinsätze begangen werden und wurden.
Nach Galtung waren und sind Gewalt- und Kriegsjournalisten eliteorientiert. Sie fokussieren nur auf „unser Leid“, das der wehrfähigen Männer, welche die Elite bilden oder zumindest einen überdurchschnittlichen Anteil an der hegemonialen Dividende haben. Diese JournalistInnen sind heute leider in der Regel immer noch mehrheitlich Sprachrohre und Komplizen von hegemonial-patriarchalen Eliten. Sie benennen nur „ihre Übeltäter“, zum Beispiel die Polisario-Söldner, die für Gaddafi auf seine Untertanen schießen. Sie betonen, dass nur die Elite Frieden schließen kann (Obama – Putin – Merkel).
Friedensjournalismus ist im Gegensatz dazu menschenorientiert.

Er fokussiert auf jegliches Leiden: das Leid der Frauen, der Alten, der Kinder etc. Er gibt den Stimmlosen eine Stimme. Er benennt alle, zumindest alle, die aus den Perspektiven positiver Friedensentwürfe Unrechtes oder Falsches tun oder erleiden. Friedensjournalismus betont zudem auch Friedenstendenzen in der Bevölkerung.
Kriegsjournalismus ist gemäß Galtung siegorientiert.

Die Formel lautet:
Frieden = Sieg + Waffenstillstand. Die Friedensforschung nennt das heute „Negativen Frieden“.
Kriegsjournalismus verschweigt Friedensinitiativen, so lange nicht entschieden ist, wer gewinnt. Für Friedensjournalisten sind Friedenstechniken, Verträge und Institutionen wichtig. Für Alfred H. Fried waren sie zentral. Kriegsjournalisten träumen von einer perfekt kontrollierten Gesellschaft. Sie wenden sich nach jedem Kriegsende dem nächsten „Konfliktherd“ zu und kehren erst zurück, wenn der kalte Frieden wieder kriegerische Flammen schlägt. Friedliches Elend nach Kriegen gilt als unsexy, als Quotenkiller.
Frieden = personeller, struktureller und kultureller Frieden + Kreativität mit friedlichen Mitteln
Friedenjournalismus ist ressourcen- und lösungsorientiert, und das ist wahrscheinlich sein Kern. Das bedeutet mehr als die bloße institutionalisierte Abwesenheit von struktureller Gewalt, von Kulturen der Gewalt und von direkter personaler Gewalt. Fried sprach von revolutionärem oder rationalem Frieden. Er zeigte – wie heutige FriedensjournalistInnen – sinnvolle und eher unzweckmäßige Friedensinitiativen auf und führte für letztere den Begriff des Reformpazifismus ein: „Der Reformpacifismus wendet sich gegen den Krieg als Erscheinung; nicht gegen seine Ursachen.“(15)
Alles was der „Reformpacifismus“ anstrebte, sah er nur als Symptombekämpfung und nicht als Heilung einer an Haupt und Gliedern kranken Welt. Die Ausweitung eines Krieges zu verhindern oder zu bremsen, war ihm natürlich als Humanist ein Anliegen. Er sah aber auch die Chance, dass reformpazifistisch erwirkte Atempausen die für ihn wesentlichere Arbeit der „Organisation der Welt“ begünstigen können. Wichtig für eine friedliche Revolution waren für Fried Änderungen an Struktur und Kultur für eine friedliche und friedensfähige Gesellschaft. Es war seine große Stärke – und im Vergleich zu Gandhi aber auch eine Schwäche(16) -, dass er Strukturen und Kultur so ändern wollte, dass Menschen, auch ohne heiligengleich auf Erden zu wandeln, in Frieden leben können. Die Welt sitzt heute auf einem Rüstungshaufen, der alles übertrifft, was die Menschheit je gesehen hat, und er wächst exponentiell weiter. Daran konnten weder Fried, Gandhi oder Galtung bislang etwas ändern. Die UNO und die EU in ihrer heutigen Verfassung sind bestenfalls Sand im Getriebe einer „Anarchie der Staatengemeinschaft“, die Fried so beklagte.
Friedensjournalismus, also die Frage nach dem positiven Frieden, ist heute kein Luxus, sondern ein Zentralschlüssel zum Überleben der Menschheit.
Friedensjournalismus berichtet auch über die mehr oder weniger gelungenen Nachkriegsphasen; beispielsweise die humanitären Katastrophen im Irak, in Afghanistan, in Somalia, Tschetschenien etc. Aber auch über gelungene nachahmenswerte Konfliktlösungen, Wiederaufbau oder Versöhnungskommissionen, wie in Südafrika.

Nun schließe ich mein journalistisches Essay mit einem todernsten Sprachspiel von Ernst Jandl:

Falamaleikum
Falamaleikum -
falamaleitum -
falnamaleutum -
fallnamalsooovielleutum –
Wennabereinmalderkrieglanggenugausist – sindallewiederda. –
oderfehlteiner
Andreas H. Landl
Wien im Juli 2011

Fußnoten in der Gedenkschrift anlässlich 100 Jahre Friedensnobelpreis für Alfred Hermann Fried, Wien 2011

 

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