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Stellt die Friedensfragen!

AUVA betreut Kriegsverletzte

Erstellt am 07.12.2011 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 3582 mal gelesen und am 07.12.2011 zuletzt geändert.

Nach 20000 NATO-Luftschlägen und der Lynchung Gaddafis hilft nun Österreich dem neuen Regime in Lybien. Außenminister Spindelegger flog ja heuer bereits, einige Tage vor der NATO-Assistenz-Lynchung Gaddafis, mit einer Wirtschaftsdelegation nach Lybien. Selten dürfte sich humanitäre Hilfe nach einem „Humanitären Krieg“ so lohnen. Wasser im Wert von Milliarden wird nun mit guten Kontrakten für die Konzerne der „Helfer-Staaten“ fließen. Hoffentlich kommt etwas mehr davon der Bevölkerung in Libyen zugute als im Irak. Aber, wen juckt es – außer ein paar Friedens-Spinner? Die USA haben aus dem Image-GAU nach dem Krieg im Irak gelernt. Der Wolf hat Kreide gefressen und schon ist die Luft wieder draußen aus der neunen Friedensbewegung. Das Pentagon lässt multilateral Militärs anderer NATO- und EU-Staaten mitmachen im Schmieren-Drama „Der nackte Schurkenstaat 3“.

Die USA halten sich dezent im Hintergrund und voila man spart sich Millionen Menschen auf der Straße. Willige Dänen und Franzosen sind die Buhmänner.

Das Schmerzensgeld für sie ist anständig aber sicher jeden Cent wert. Das ist Außenpolitik im Chuzpe, W. Bush der Elefant im Porzelanladen war ja echt peinlich und unterm Strich echt geschäftsstörend, ein Desaster!

Die lybischen Revolutionäre wurden nun von CIA&Co nach Humanismus-Test und Eignung für die Entwicklungszusammenarbeit gecastet.

Das ist viel schlauer für die US-Konzerne, wie im Irak und in Afghanistan, sicher anständige Verträge bekommen. Eines haben die Marionetten und durchgeknallten Samurais in der Arabischen Welt sicher gelernt, wenn sie nicht spuren, dann sind sie der nächste Schurke des Jahres und werden zu Erbauung des Präsidenten im News-Room live abgemurkst.

 

Wesentlich unbequemer sind die ungeplanten Revolutionen in Tunesien und Ägypten. Die Revolutionäre sind in etwa so unbestechlich wie Mahatma Gandhi und haben ohne Waffen gekämpft. Wie sollen wir denen unsere Waffen gegen Öl oder sonst was andrehen? Obama sei Dank, das hat in Saudi-Arabien der Musternation in Sachen Menschenrechte und Feminismus besser geklappt. Der größte Waffendeal der Geschichte gegen Öl und Militärbasen vor der iranischen Haustür ging friedensnobelpreis-verdächtig über die Bühne. So stellen sich die US-Rüstungskonzerne den Weihnachtsfrieden und die Friedensdividende im neusprachlichen Unfrieden vor.

Unfallopfer von NATO-Angriffen und EU-Waffen

Die AUVA, einer von sechs Spitalsträgern, nimmt im Rahmen einer vom Außenministerium konzertierten Aktion verwundete Patienten aus Libyen auf.

 

Insgesamt stehen 24 Plätze in den Unfallkrankenhäusern der AUVA zur Verfügung.

  • Die genaue Zahl der Patienten, die aufgenommen werden können, richtet  sich nach der Schwere der Verletzungen.
  • Darüber hinaus bietet die AUVA auch 12 Plätze in der Rehabilitation an.

Die UKHs Kalwang, Klagenfurt, Graz, Salzburg und Linz haben zum Teil schon Patienten aufgenommen, bis zum 17. Dezember werden die übrigen Patienten eintreffen. Ausgenommen sind aus Kapazitätsgründen die beiden Wiener Häuser Lorenz Böhler und Meidling.

Darüber hinaus werden in den Rehazentren Weißer Hof und Häring auch für die Rehabilitation 12 Plätze zur Verfügung stehen.

„Die AUVA wird dabei gemäß ihren Schwerpunkten Patienten, die unfallchirurgischer Heilbehandlung bzw. Rehabilitation bedürfen, aufnehmen und auf höchstem medizinischen Niveau behandeln. In den Häusern steht selbstverständlich rund um die Uhr ein Dolmetscher zur Verfügung“, so die stv. ärztliche Direktorin Dr. Gudrun Seiwald.

Die AUVA behandelt dabei Patienten mit Rückenmarksverletzungen, Polytraumata, Amputationen, schwersten Extremitätenverletzungen und auch mit Schädel-Hirn-Traumata.

„Wir stellen gerne entsprechende Kapazitäten zur Verfügung, um den Kriegsversehrten die Behandlung zukommen zu lassen, die für eine rasche Verbesserung ihres Gesundheitszustandes notwendig ist“, so AUVA-Obfrau Römer zum Engagement der AUVA.

Die Organisation des Projekts wird seitens der Münchner Firma Allianz Global Assistance durchgeführt. Die Behandlungs- und Transportkosten werden von der libyschen Übergangsregierung abgegolten.

Bravo!

 

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