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Stellt die Friedensfragen!

TUN SIE ETWAS!

Erstellt am 24.01.2012 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 3529 mal gelesen und am 24.01.2012 zuletzt geändert.

Lost & Found
in der Strengen Kammer (directed by renald deppe)
Porgy & Bess • Riemergasse 11
1010 Wien / Tel.: o1 512 88 11

Montag, den 06. 02. 2012
TUN SIE ETWAS! (II)

Rede des ungarischen Dirigenten Ivan Fischer 2011 zum 9. November (Reichspogromnacht 1938):

(…) Lesen Sie die Hetzartikel? Sehen Sie die ultranationalistischen, fremdenfeindlichen und antiziganistischen Bewegungen, die europaweit zunehmen? Dann bitte ich Sie, endlich zu begreifen, dass in Europa nicht in erster Linie der Euro in Gefahr ist, sondern die Toleranz.

Tun Sie etwas! Grenzen Sie sich von denen ab, die sich mit den Hetzern Kompromisse schließen und erschaffen Sie obligatorische Normen, die die Freiheit der BürgerInnen Europas garantieren!“ (…)

Götz Bury

„Das Ende eines alten indianischen Mythos…denn Geld kann man sehr wohl essen!“

Kochshow

Kochmusikalische Assistenz:

Franz Hautzinger: (quartertonetrumpet)
Renald Deppe: (reeds)
Bernhard Breuer: (drums)
In Aufarbeitung eines alten und wohlbekannten indianischen Mythos* demonstriert der Fernsehkoch Götz Bury die Vorteile des Verzehrs von zu Brot gebackenem Geld.

Denn Geld wird ja, wie es scheint, in absehbarer Zeit seinen Wert verloren haben. Aber es wird immer noch den herrlichsten Ballaststoff in Form von ägyptischer Baumwolle enthalten. Diese Tatsache ausnutzend verwandelt es sich nach gründlicher Wäsche, entgegen allen Weissagungen, in das herrlichste Landbrot, das in feinen Kostproben die anwesenden Gäste verwöhnt.

* »Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss verschmutzt und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.«

Seattle, indianischer Häuptling, (1786 – 1866)

Tun Sie etwas: Jeden ersten Montag im Monat widmet „Lost & Found“ jenen Anfängen, denen es stets zu wehren gilt.
Gedacht wird an die vielen gewaltsamen Ausgrenzungen all jener selbsternannten (und manchmal auch mehrheitlich gewählten) Sitten-, Rassen-, Heimat- und Leistungswächter.
Eingemahnt werden die schändlichen Vertreibungsstrategien all jener unheiligen Gralshüter, welche durch blutige Reinhaltungshysterien die von ihnen und ihresgleichen beanspruchten vermeintlichen Paradiese wertkonservieren wollen.
„Der Trauernde siegt.“ Vielleicht hilft gerade diese von Laozi beschworene Ein-, Um-, Weit- und Weltsicht: Durch mahnendes Eingedenken der sinnlosen Aggression und Gewalt faschistoider Gemeinsamkeiten ein (frühzeitiges) Ende zu bereiten.
Tun Sie etwas! Zum Beispiel trauern. Jeden ersten MonatsMontag im Porgy & Bess.

 

Posted in Friedensbewegung, Friedenskultur

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