friedensnews.at
Stellt die Friedensfragen!

Rohstofffrieden ist machbar Herr Nachbar

Erstellt am 01.07.2013 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 4387 mal gelesen und am 07.07.2013 zuletzt geändert.

Mythen der Müllentsorgung

Irrtümern aufgeräumt

Wozu Mülltrennen?

Die schmeißen ja sowieso wieder alles zusammen.

Altstoffe wie Metalldose, Plastikflaschen und Glasflaschen in Bilderrahmen vom Plakat zur Kampagne Wertvolle Sammlung

Mülltrennen lohnt sich auf jeden Fall: Für die Umwelt und für die Geldbörse. Altstoffe sind eine wertvolle Sammlung – sie werden wiederverwertet, sparen damit Ressourcen und tragen aktiv zum Klimaschutz bei.
Ganze 350.000 Tonnen Altstoffe wie zum Beispiel GlasMetall oder Plastikflaschensammeln die Wienerinnen und Wiener jährlich.

 

„Mülltrennen ist nur viel Arbeit und bringt mir persönlich überhaupt nichts!“

Sammelbehälter für Restmüll. Altpapier, Plastikflaschen, Metalle, Glas und biogene Abfälle

Natürlich bringt Mülltrennen etwas: Denn wenn ordentlich gesammelt wird, fällt wenigerRestmüll an und somit können Kosten gespart werden. 40 Prozent weniger Abfälle landen in Wien durch die Mülltrennung im Restmüll. Die getrennt erfassten Altstoffe werden spezialisierten Verwertern übergeben und als Sekundärrohstoff für neue Produkte und Waren verwendet. Dadurch werden kostbare, natürliche Rohstoffe gespart.

In Wien stehen alleine für die getrennte Sammlung von Altstoffen rund 200.000 Behälter zur Verfügung. Die Standorte von Altstoffsammelstellen können im Stadtplan mit dem Karteninhalt „Saubere Stadt“ abgerufen werden. Die getrennt gesammelten Abfälle werden wiederverwertet und machen ein Drittel des gesamten Müllaufkommens aus. Hinzu kommen die Vorteile für die Umwelt: Durch die getrennte Sammlung spart Wien jährlich 41.000 Tonnen CO2-Äquivalente – das entspricht den Emissionen von 20.000 PKWs, die jährlich 15.000 Kilometer fahren.

 

„Weiß- und Buntglas wird im Sammel-LKW eh wieder zusammengeschmissen!“

Glasflaschen in verschiedenen Farben

Das ist ein Irrtum, der sich seit Jahren hartnäckig hält. In Wien gibt es 7.600 Altglasbehälter. Jedes Glassammelfahrzeug hat zwei Kammern: Weiß- und Buntglas können so im gleichen Fahrzeug getrennt transportiert werden. Was viele nicht wissen: Selbst leicht eingefärbtes Weißglas gehört zu Buntglas. Die sortenreine Trennung bei der Sammlung in Bunt- und Weißglas ist aufgrund der strengen Qualitätsanforderungen der Verwertungsindustrie immens wichtig.

Österreichweit werden durch die Altglassammlung rund 250.000 Tonnen an Primärrohstoffen wie Sand und Kalkstein eingespart. Wien liefert jährlich zirka 25.000 Tonnen Altglas für die Produktion neuer Flaschen.

 

„Altmetall sammeln ist sinnlos, denn das wird ohnehin aus dem Restmüll aussortiert.“

gestapelte Metalldosen

Das Trennen von Metallen ist sehr wichtig. DerRestmüll in Wien gelangt in die Verbrennung, bei der saubere Energie und wohlige Wärme entstehen. Metalle – insbesondere Aluminium – verursachen in den Verbrennungsanlagen langfristig kostspielige Schäden. Außerdem sind Altmetalle ein wichtiger Rohstoff, beispielsweise für die Stahlproduktion, wo sie zur Herstellung neuer Produkte, wie zum Beispiel Waschmaschinengehäusen, eingesetzt werden.

Altmetall-Recycling ist auch deutlich weniger energieintensiv als die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen. Mit der jährlichen Sammelmenge in Wien könnte man 65 Riesenräder oder 1,6 Millionen Fahrräder bauen. Aus den Rückständen (Schlacken) der Müllverbrennung werden auch Eisen und Buntmetalle gewonnen. Die Qualität dieser Metalle ist jedoch durch den Verbrennungsvorgang deutlich schlechter als bereits im Vorhinein getrennt erfasstes Material. Eine Aussortierung nach der Behandlung kann daher die getrennte Sammlung nicht ersetzen.

 

„Gesammelte Plastikflaschen werden in der Müllverbrennungsanlage verheizt.“

Plastikflaschen in vier verschiedenen Farben

Die gesammelten Plastikflaschen werden keineswegs verbrannt, sie werden wiederverwertet, und es entstehen wieder Plastikflaschen. Übrigens sammelt die MA 48 in den Kermits nicht nur Flaschen für Getränke und Lebensmittel, sondern auch Flaschen für Waschmittel, Putzmittel und Körperpflege. Jährlich werden in Wien rund 5.500 Tonnen Plastikflaschen gesammelt. Durch ihre Wiederverwertung werden pro Jahr 10.000 Tonnen an Erdöl für die Neuproduktion von Plastikflaschen eingespart.

Weiterführende Informationen

Quelle:

http://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/beratung/muelltrennung/mythen-muellentsorgung.html

 

Posted in Ethik, Friedenspädagogik, Mitwelt, Unfrieden, Wirtschaft

Leave a Comment

Please note: Comment moderation is enabled and may delay your comment. There is no need to resubmit your comment.