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Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

Erstellt am 08.08.2014 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 4118 mal gelesen und am 15.08.2014 zuletzt geändert.

Buddhistische Lichterzeremonie zum Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki am Samstag, 9. August 2014, Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Nagasaki,
um 20:00 Uhr bei der Wiener Friedenspagode, 1020  Wien, Hafenzufahrtsstraße (Bus 79A – ACHTUNG NEUER BUS, von U2 Donaumarina) ein.

Es folgt ein kleiner Bericht über den 6. August von Andreas Pecha und Alois Reisenbichler, Friedensbüro Wien:

Alle Grußadressen und einen Teil der Reden von der Hiroshima-Aktion am Stephansplatz findet man / frau unter www.hiroshima.at

Österreichs „Atomfreiheit“ ist ein Vorbild für die Welt

So die US-FriedensfreundInnen bei der Hiroshima-Aktion am Stephansplatz. Am 6. August – dem Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima – gedachte die Wiener Friedensbewegung und die Hiroshima-Gruppe Wien der Atombombenopfer von Hiroshima und Nagaski. Bei der heurigen Hiroshima-Aktion konnten FriedensfreundInnen aus den Vereinigten Staaten begrüßt werden:

  • Sr. Pat McSweeny, Klosterschwester von den „Friends of Franz (Jägerstätter)“ in den USA, lobte Österreichs „Atomfreiheit“, das heißt die Verankerung des Verbots von Atomwaffen und Atomkraftwerken in der Verfassung, als Vorbild für die Welt. Sie informierte über Sr. Megan Rice, die wegen gewaltfreier Anti-Atomwaffen-Aktivitäten in den USA im Gefängnis ist.
  • Sr. Elizabeth Salmon, Tochter des US-Kriegsdienstverweigerers Ben Salmon, und
  • Prof. Michael Baxter, der über Ben Salmon geforscht hat, betonten die Aktualität des Engagements gegen Krieg.
  • Isolde Schönstein sieht in der Bewahrung der Schöpfung die Grundlage für das Engagement für soziale Gerechtigkeit und Frieden, ohne der alles andere nicht möglich ist.
  • Dr. Klaus Renoldner (OMEGA IPPNW, die österreichische Sektion der Ärzte / Ärztinnen gegen den Atomkrieg) stellte fest, dass die einzige mögliche Prävention gegen den Atomkrieg die totale Abschaffung der Atomwaffen ist: „Da die Atomwaffenstaaten ihrer Verpflichtung nach atomarer Abrüstung laut Artikel 6 des Nicht-Verbreitungs-Vertrags von Nuklearwaffen bislang nicht nachkamen, muss die Zivilgesellschaft gemeinsam mit den vielen vernünftigen Nationen auftreten, um Druck zu machen.“


Alois Reisenbichler (Wiener Friedensbewegung) präsentierte die Grußadressen für eine Welt ohne Atomwaffen, ohne AKWs und ohne Krieg, die von 347 Persönlichkeiten verfasst wurden.

Bundespräsident Fischer schrieb: „Frieden ist kostbar und muss auf verschiedenen Ebenen täglich neu errungen werden. Trotz aller Fortschritte und Bemühungen ist hier noch viel zu tun.“ Reisenbichler erinnerte daran, dass die verstorbene Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer 13mal die Aktion unterstützte. Alle Botschaften sind auf www.hiroshima.at veröffentlicht.

Nadja Schmidt von ICAN Austria, der internationalen Kampagne für ein Verbot von Atomwaffen, berichtete über die Vorbereitung der Aktivitäten bei der Dezember stattfindenden Konferenz über Atomwaffen.

Mit einem Laternenmarsch vom Stephansplatz zum Teich vor der Karlskirche wurde die Friedensaktion abgeschlossen.

 

 

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