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Alternative Flotten fegen über Österreich hinweg und …

Erstellt am 08.07.2017 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 187 mal gelesen und am 08.07.2017 zuletzt geändert.

„Der Fliegerwahnsinn wird weiter betrieben.“

Am 9. Juli 1917 Eintrag im „Kriegstagebuch“
von Alfred Hermann Fried, Pazifist,
Wiener Friedensnobelpreispräger 1911,

Gestern verkündete der österreichische Verteidigungsminister er wolle eine „alternative Flotte“ anschaffen. Denn das Festhalten am Eurofighter würde um bis zu zwei Milliarden Euro teurer kommen. Vielleicht sollten nicht nur Journalisten und Journalistinnen Geschichte lernen.

Luftflotte des Österreichischen Bundesheeres 1936

Mitten im Finale des U-Ausschusses rund um die Eurofighter lud Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Freitag in den Festsaal seines Verteidigungs-Ministeriums. Er verkündete, dass er die umstrittenen Eurofighter ab sofort loswerden wolle. Leider nicht um wie unsere Nachbarn in Slowenien ganz auf Kampfflieger zu verzichten, sondern um stattdessen eine neue Flotte für die Luftraumüberwachung anzuschaffen.

„Der Eurofighter ist also Geschichte“, so Doskozil.
Sein weiteres Betreiben sei dem Steuerzahler „nicht mehr zumutbar“.

Exkurs: Betrachtung über das Verhalten der Menschen vor Ausbruch des Luftkrieges – von H. Wells, zitiert in Bertha von Suttner, Die Barbarisierung der Luft, Berlin 1912:

„—Sie gingen ihren eigenen Angelegenheiten zwar energisch genug nach, aber doch mit einer merkwürdigen Lässigkeit allen jenen drohenden Dingen gegenüber. Niemand machte sich Sorge wegen der wirklichen Gefahren für die Menschheit.

  • Sie sahen ihre Heere und Flotten immer größer und unheildrohender werden;
  • manche ihrer Kriegsschiffe kosteten zuletzt so viel wie der ganze jährliche Aufwand für höhere Ausbildung und Erziehung betrug.
  • Sie häuften Geschosse und Zerstörungsmaschinen an;
  • sie ließen ihre nationalen Traditionen und Eifersüchteleien immer höher anwachsen;
  • sie sahen ohne Sorge oder Verständnis mit an, wie, je mehr die Rassen sich einander näherten, desto mehr auch die Rasstenfeindschaft sich steigerte, und
  • sie duldeten in ihrer Mitte das Vorhandensein einer übelgesinnten Presse voll schlimmer Gesinnungen, habgierig, gewissenlos, unfähig, Gutes zu tun, und mächtig, Böses anzustiften. Der Staat übte in Wahrheit keine Kontrolle über die Presse aus.
  • Vollkommen sorglos sahen sie diesen Zündfaden, der nur auf einen Funken wartete, vor der Türe des Kriegsmagazins liegen.

Und dabei war die ganze frühere Weltgeschichte ein einziger großer Bericht von Zusammenbruch von Zivilisationen, und die Gefahren der Gegenwart lagen vor aller Augen.

Man ist heute gar nicht mehr imstande, zu glauben, daß sie sie nicht zu sehen vermochten.

Ob die Menschen den Luftkrieg hätten verhüten können?

Eine müßige Frage! Sie konnten es nicht, eben weil sie das Unheil nicht aufhielten, nicht den Willen hatten, es aufzuhalten. Was die Menschheit alles vollbringen könnte, wenn sie einen anderen Willen hätte, ist ein ebenso müßiges wie großartiges Problem.

Diesmal war es kein langsamer Verfall, der über die europaisierte Welt kam; die antiken Zivilisationen verrotteten und zerbröckelten, die europaisierte Zivilisation aber flog sozusagen in die Luft.

Innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren war sie vollständig zersetzt und vernichtet. Noch bis zum Vorabend des Luftkrieges nichts als ein einziges Bild des Fortschrittes, weltenweite Sicherheit, ungeheure Schauplätze großartig organisierter Industrie und wohlgeordneter Bevölkerungen, Riesenstädte, die sich ins Ungeheuerliche dehnten. Meere und Ozeane mit Schiffen übersät, das Land mit Netzen von Eisenbahnen und Verkehrsstraßen bedeckt. Und dann auf einmal, unerwartet, fegen die Luftflotten über der Szene, und wir stehen am Anfang des Endes.

Quellen:

https://www.hollebeek.nl/rechtslinks/barluft.html

derstandard.at/2000060934389/Doskozil-gibt-Entscheidung-ueber-Eurofighter-Zukunft-bekannt

 

Posted in Europa, Österreich, Waffenhandel

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