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Marsch für Gerechtigkeit

Erstellt am 09.07.2017 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 265 mal gelesen und am 09.07.2017 zuletzt geändert.

400 km für die Pressefreiheit und Hungerstreik türkischer AkademikerInnen

Der Journalist und Sozialdemokrat Enis Berberoglu erhielt Mitte Juni vor einem Gericht in Istanbul wegen angeblicher Spionage bezüglich Waffenlieferungen der Türkei an die IS eine Freiheitsstrafe von 25 Jahren. Er wurde demnach noch im Gerichtsgebäude verhaftet. Die Presse-Online berichtete am Kemal Kılıçdaroğlu, Chef der kemalistischen Oppositionspartei CHP, ist zu Fuß von Ankara nach Istanbul gegangen. Das habe regierende AKP Erdogans sehr geärgert. Der „Marsch für Gerechtigkeit“ von Ankara nach Istanbul ist gester am Ziel angekommen und endet heute mit einer Abschlusskundgebung in Istanbul.

Die letzten Kilometer in Istanbul wolle Kemal Kılıçdaroğlu alleine gehen. Nach über 400 Kilometern Marsch habe der Chef der kemalistischen CHP die Metropole am Bosporus bereits erreicht. Tausende Menschen haben ihn von Ankara bis nach Istanbul begleitet.

Kılıçdaroğlu Beweggründe

In Erinnerung an

  • den türkischen Staatsgründer, Atatürk, und
  • den  inhaftierten CHP-Abgeordneten Enis Berberoğlu, will Kılıçdaroğlu als Chef der größten Oppositionspartei symbolträchtig allein marschieren, ehe er am heutigen Sonntag im Istanbuler Stadtteil Maltepe zu einer Abschlusskundgebung lädt. In Maltepe ist auch Berberoğlu inhaftiert, so die Presse.

In den vergangenen Wochen habe, laut Presse, Kılıçdaroğlus „Marsch für Gerechtigkeit“ für viel Aufmerksamkeit und Unruhe innerhalb der Regierung gesorgt.

Anlass für die Tour

Das Urteil gegen Berberoğlu, einem ehemaligen Journalisten hat den „Marsch für Gerechtigkeit“ inspiriert. Er soll jene belastenden Materialien an die kemalistisch geprägte Zeitung „Cumhuriyet“ weitergeleitet haben, die der damalige Chefredakteur, Can Dündar, veröffentlichte:

Es ging um mutmaßliche Waffenlieferungen Ankaras an islamistische Organisationen in Syrien. Berberoğlu wurde zu 25 Jahren Kerker verurteilt.

 

 

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