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Zugänge – Günther Anders und die Massenvernichtungswaffen

Erstellt am 07.07.2008 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde mal gelesen und am 21.08.2008 zuletzt geändert.

Wikipedia meldet lapidar zu:

Günther Anders (* 12. Juli 1902 als Günther Stern in Breslau; † 17. Dezember 1992 in Wien) war ein bedeutender deutschsprachiger Sozialphilosoph und Autor jüdischer Herkunft.

Anders stellte sich konsequent den neuen technischen und ethischen Herausforderungen der Gegenwart, besonders des Nachkriegszeitalters.”

… insbesondere den Massenvernichtungslagern und den Atombomben nach Hiroshima und Nagasaki und anderen menschheitsbedrohenden Technologien. …

“Der Pazifist und Antifaschist war Mitbegründer und führende Persönlichkeit der Antiatombewegung und Pionier der Technikkritik und Medienphilosophie. Sein durchgehendes und noch heute aktuelles Hauptthema war die „Zerstörung der Humanität“. In den USA ist er als Erzähler und Lyriker sehr viel bekannter denn als kritischer Philosoph.“

Ich habe das Buch Zugänge zur Rezension bestellt, weil ich hoffte mehr trivial biografisches über einen der wichtigsten Wiener Pazifisten des 20. Jahrhunderts zu erfahren.

  • Wo hat er in Wien gelebt?
  • Wie und wo hat er in Wien gearbeitet?
  • Diese Hoffnung wurde einerseits entäuscht, andererseits bot das Buch “Zugänge” was es versprach: Lesenswerte Zugänge von Kennern des Werks von Günther Anders alias Stern. Sehr aufbauend ist der Abschnitt “Wien ist Anders”, denn wie Günther Anders in seinem Hauptwerk die Antiquiertheit des Menschen bemerkte:
    “Je ernster die Lage, umso ernster kann die Funktion des Unernstes werden.”

Wer Fakten zum Leben von Anders will ist bei Wikipedia fürs erste ganz gut bedient

Wer tiefere Zugänge zu Günther Anders sucht ist gut beraten, die folgenden preiswerten Büchter zu schmöckern oder gar zu studieren beziehungsweise damit zu arbeiten

 

BÜCHER der EDITION ART&SCIENCE

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Claudia Biladt
Der “Antipode Eichmanns”
Briefwechsel Günther Anders & Claude Eatherly
Verlag: Edition Art Science
Erstausgabe 02 2008
Seitenzahl: 200
ISBN 978-3-902157-26-3
Preis € 14,- (zuzüglich Versand in €: Österreich: 1,60 / EU: 4,10 / Welt: 5,80)
zum Bestellformular

In dieser Diplomarbeit, die nun als Buch vorliegt, werden die vielfältigen Materialien zum Themenbereich “Hiroshima” im Nachlaß von Günther Anders dokumentiert und für den interessierten Leser aufbereitet. Im Nachlaßkonvolut finden sich nicht nur Briefe von und an Eatherly selbst, sondern auch Korrespondenz mit diversen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, von Bertrand Russell über Robert Jungk und Henri Nannen bis hin zu Linus Pauling. Auch Anders’ Engagement in der Antiatom- und Friedensbewegung wird hier gut dokumentiert.Im zweiten Band der Reihe Schnittstellen geht es nicht vordergründig um die zwischenmenschliche Beziehung von Günther Anders und Claude Eatherly, sondern um das weltweite Echo, das ihr Briefwechsel hervorgerufen hat. In 20 Sprachen übersetzt (darunter Englisch, Schwedisch, Italienisch, Französisch, Russisch, Tschechisch, Japanisch), fand die Korrespondenz weltweit LeserInnen und gab Anlaß zu zahllosen Zeitungsartikeln und Leserbriefen, JournalistInnen schrieben ganze Bücher über Eatherly und für viele Dra­matikerInnen lieferte der Briefwechsel den Stoff für ihr nächstes Stück.

Und schließlich erkennt man aus all diesen Briefen, welch großes Echo der Briefwechsel mit Claude Eatherly weltweit hervorgerufen hat. Der Philosoph bekam Post aus Russland, aus Großbritannien, aus Ungarn und aus den Niederlanden, um nur ein paar Länder zu nennen. Teilweise spärlich adressiert an „Dr. Günther Anders, Philosoph, Wien“, fanden die Briefe (viele von ihnen stammen von Kindern und Ju­gendlichen, die von dem Briefwechsel in der Schule erfahren haben) dennoch ihren Weg zu Anders, der sie in den meisten Fällen freundlich beantwortet hat.

 

Raimund Bahr (Hg.)
Zugänge
Günther Anders. Leben und Werk.Die Autoren:
Armin Anders (Wien), Raimund Bahr (St. Wolfgang), Dieter Thomä (St. Gallen), Konrad Paul
Liessmann (Wien), Peter Simon Altmann (Salzburg), Franz Eisl (Roith), Astrid Wiesenöcker
(Wien)
Verlag: Edition Art Science
Reihe Schnittstellen / Band 1
Erstausgabe Oktober 2007
Seitenzahl: 150
ISBN 978-3-902157-25-6
© 2007 bei den Autoren
Druck: sdz. Dresden. Printed in Germany.
Preis: EUR 15,- (inkl. Versand) zum Bestellformular

Dieser Band versammelt Texte, die in den letzten Jahren zu Leben und Werk entstanden sind. Es sind biographische Skizzen ebenso darunter wie werkanalytische Betrachtungen. Auch die Beziehungen zu Hans Jonas, Martin Heidegger oder Neil Postman werden beleuchtet. Neben einem Text zu Hiroshima beschäftigen sich zwei Autoren auch mit ihrer ganz persönlichen Sicht des Werkes von Günther Anders.

Dirk Röpcke & Raimund Bahr (Hg.)
Geheimagent der Masseneremiten – Günther AndersDie Autoren:
Raimund Bahr, Stefan Broniowski, Christoph David, Christian Fuchs, Konrad Paul Liessmann,
Johanna Riegler, Dirk Röpcke.
Verlag: Edition Art&Science
Erstausgabe: Juni 2002
Seitenzahl: 147
ISBN 3-902157-14-3
© 2002 bei den Autoren
Druck: sdz. Dresden. Printed in Germany.
Preis: EUR 20,- (inkl. Versand) zum Bestellformular

Diese Essaysammlung erschien aus Anlaß des 100. Geburts- und 10. Todestages Günther Anders’. Das Günther Anders Forum eröffnete damit seine Editionsreihe, die sich Günther Anders und seinen Themen, dem breiten Spektrum von Medien- und Technologiediskursen widmet.
Die Beiträge dieser Anthologie widmen sich der Forschung zur Biographie, der Aktualität der Hauptthesen Günther Anders’, den Beziehungen zu Zeitgenossen, den Parallelen und Differenzen, aber auch der Kritik: Die Autoren gehen u.a. folgenden Fragen nach: Wie ist eine Annäherung an Günther Anders möglich? Welche neueren Erkenntnisse über seine Biographie gibt es? Wie steht es mit dem »Traum der Maschine«, welche Bedeutung hat Anders’ Denken heute im Zeitalter des Cyberspace? Ausgelotet werden theoretische wie persönliche Beziehungen zu Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse und Jean-Paul Sartre.

 

Stefan Düll
Günther Anders und der Neoliberalismus
Über die Seele des Menschen im Zeitalter der zweiten und dritten industriellen Revolution
Verlag: Edition Art & Science / Wissenschaft
Taschenbücher 11 – Erstausgabe Oktober 2004
ISBN 3-902157-12-7
© 2004 Stefan Düll
Lektorat durch den Autor.
Druck: sdz. Dresden.
Alle Rechte vorbehalten.
Zum Autor:
Stefan Düll wurde 1980 in Eisenstadt geboren. Aufgewachsen in Niederösterreich. Studium in Wien. Seit 2004 lebt und arbeitet er als gelernter Betriebswirt, Filmmacher und Autor in Berlin.
Preis: EUR 10,- (inkl. Versand) zum Bestellformular

Kurzinhalt:
Beginnend mit Günther Anders’ Antiquiertheit des Menschen spannt sich der Bogen der Betrachtung über fast fünfzig Jahre kapitalistische Entwicklung bis ins Heute, zum Neoliberalismus. Dabei entsteht eine Skizze der Seele des Menschen, wie dieser im Zeitalter der zweiten und dritten industriellen Revolution lebt und arbeitet.
Richard Sennett beschreibt in seinen soziologischen Studien zum Flexiblen Menschen die Kultur des neuen Kapitalismus. Dabei wird deutlich, daß sich viele der Arbeits- und Rahmenbedingungen seit den 50er Jahren geändert haben, und dennoch sind manche Analysen und Theorien von Günther Anders aktueller denn je.

 

Raimund Bahr (Hg.)
Urlaub vom Nichts
Dokumentation des gleichnamigen Symposiums zum 100. Geburtstag von Günther Anders
im Juni 2002 in Wien
Die Autoren:
Armin Anders (Österreich), Raimund Bahr (Österreich), Wolfgang Beck (Deutschland),
Werner Deutsch (Deutschland), Konrad Paul Liessmann (Österreich), Karin Maire (Frankreich),
Dirk Röpcke (Schweden), Wendelin Schmidt-Dengler (Österreich), Ernst Schraube (Dänemark)
Verlag: Edition Art & Science / Wissenschaft
Erstausgabe Dezember 2004
Seitenzahl: 197
ISBN 3-902157-13-5
© 2004 bei den Autoren
Druck: sdz. Dresden. Printed in Germany.Preis: EUR 20,- (inkl. Versand) zum Bestellformular

Diese Essaysammlung erscheint als Dokumentation zum Symposium Urlaub vom Nichts, das 2002 in Wien abgehalten wurde. Es versammelt Beiträge zu unterschiedlichsten Themen, die in Günther Anders Leben und Werk einführen.

 

Posted in Abrüstung, Friedensbewegung, Friedensjournalismus, Kultur, Österreich, Rezension

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