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Friedensstiftung durch Tourismus im 21. Jahrhundert

Erstellt am 05.01.2009 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 3099 mal gelesen und am 05.01.2009 zuletzt geändert.

http://pub.unwto.org/WebRoot/Store/Shops/Infoshop/Products/1332/1332-1_0020_9284406579_m.jpgwww.eturbonews.com .

Botschaften und Appelle über die Bereitstellung von sauberem Wasser und der Friedensstiftung durch Tourismus

In den letzten 20 Jahren wurden während der Messe Friedens- und Ökoappelle laufend wiederholt. Der Terminus „Verantwortung“ sei in den Köpfen der Tourismusmacher scheinbar fest verankert und sei während der Messen laufend zu hören, berichtete eTurboNews.

Die Non-Profit-Organisation International Institute For Peace Through Tourism (IIPT)

www.iipt.org hat Unternehmensleiter zahlreicher verschiedener Entscheidungsträger und Unternehmer wie etwa

  1. der American Society of Travel Agents,
  2. Pacific Travel Association,
  3. der UN-World Tourism Organization und
  4. der World Youth Student & Educational Travel Confederation

an einem Tisch zusammengebracht.

Jede der Dienstleister habe seine Vorstellungen zur Erhaltung des Friedens durch Fremdenverkehr präsentiert.
Dass Tourismus eine verantwortungsvolle Rolle übernehmen könnte, bestätigte auch Gopinath Parayil, CEO des indischen Reiseunternehmens The Blue Yonder www.theblueyonder.com, im pressetext-Interview.

„In den vergangenen Jahren hat das Interesse an den so genannten Eco-Tourism-Projekten stark zugenommen“,

so Parayil, der auch auf der WTM einen Vortrag zu dem Thema hielt.

„Es geht darum, dass der Reisende ebenso wie der, dessen Land bereist wird, mehr von der Landeskultur mitkriegt als ein Massentourist.“

Umgekehrt ergebe sich daraus die Möglichkeit kaum bereiste Regionen besser kennen zu lernen und die lokale Wirtschaft zu beleben.

„In den ländlichen Gebieten ist die Armut am größten.
Armut ist ein Auslöser für Konflikte.“

Dem stimmt auch Karin Chladek vom Institut für integrativen Tourismus und Entwicklung www.respect.at zu.

„Die Aktivitäten des IIPT bieten hervorragende Denkanstöße in diese Richtung.“

Armut sei, wie Parayil richtig feststellte, einer der Herde für Konflikte.

Umwelt und Tourismus

In einem anderen WTM-Forum stand das Thema „Wasser“ im Zentrum des Interesses. „Wasser wird in spätestens 20 Jahren das, was Öl heute ist“, erklärte ein Vertreter der WTM bei einer Poster-Präsentation. „Auch dem kann ich nur zustimmen“, meinte Parayil.

„20 Prozent des Erlöses von The Blue Yonder fließt in ein Schutzprojekt namens River Nila Foundation nilafoundation.org. Hier geht es um den Erhalt eines Süßwasser-Ökosystems im Bundesstaat Kerala“, erklärte der Veranstalter.

Das Thema Wasser sei auch für Chladek ein extrem wichtiges.

„Der Druck durch unnachhaltigen Wasserbrauch wird immer größer“, so die Expertin.

Negativ-Beispiel Spanien

Das zeige sich etwa am Beispiel Spanien und den Auswirkungen des Massentourismus. „Das wird auch in Zukunft mit Sicherheit ein sehr spannendes Thema bleiben.“

 

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