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Stellt die Friedensfragen!

Friedensforschung über Menschen im Abseits

Erstellt am 04.06.2010 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 5018 mal gelesen und am 07.06.2010 zuletzt geändert.

Das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) lädt sehr herzlich zur 27. Internationalen Sommerakademie

Krieg im Abseits

„Vergessene Kriege“ zwischen Schatten und Licht oder das Duell im Morgengrauen um Ökonomie, Medien und Politik

von Sonntag, 4. Juli 2010 – Freitag, 9. Juli 2010

auf die Burg Schlaining (Burgenland/Österreich).

Über Kriege und bewaffnete Konflikte im Irak, in Afghanistan oder in Israel-Palästina hören und lesen wir beinahe täglich, während jene in Kaschmir, Pakistan, den Philippinen, im Kaukasus, in Algerien, Westsahara, im Kongo oder in Lateinamerika weniger oder kaum in den aktuellen Schlagzeilen der Auslandsberichterstattung vorkommen. Werden Kriege unter Duldung oder im wirtschaftlichen Interesse wichtiger globaler Player rascher „vergessen“ und warum? Wer gewinnt, wer verliert dabei?

„Krieg im Abseits“ beleuchtet nicht nur Ökonomie, Medien, Politik und Völkerrecht. Die Akademie spannt neben zahlreichen regionalen Fallbeispielen auch einen weiteren Bogen bis hin zur militärischen Flüchtlingsabwehr durch die EU oder fragt nach Möglichkeiten, wie „vergessene Kriege“ an die Oberfläche der politischen Agenda zu bringen sind und welche Instrumente des zivilen Krisenmanagements für die Konfliktlösung Bedeutung haben.

Themen u.a.
* Verdrängte und „vergessene Kriege“. Politische und ökonomische Ursachen
* Kriege und Gewalt im Schatten der Medien oder die Veralltäglichung kriegerischer Gewalt als Regulation neoliberaler Globalisierung
* Festung Europa – Ursachen, Folgen und Alternativen
* Die Apokalypse als Kurzmeldung. „Vergessene“ Konflikte, die Medien und die Verantwortung der Öffentlichkeit
* Nichts sehen, nichts hören, nichts lesen – warum die Medien (bestimmte) Kriege „vergessen“ und nicht mehr darüber berichten
* Zwischen Frieden und Krieg. In den Grauzonen des Völkerrechts
* Gewaltsame Schnittpunkte von Klasse, Rasse, Geschlecht und Religion
* Homizidraten höher als im Krieg – das zentralamerikanische Gewalträtsel
* Wer tötet wen? Unübersichtlichkeiten und Interessen im algerischen Bürgerkrieg
* Möglichkeiten und Methoden der zivilen Krisenprävention
* Strategien gegen das „Vergessen“ – Öffentliche Aufmerksamkeit und die Chancen für erfolgreiche Bearbeitung von Konflikten

Vortragende u.a.:
Elmar Altvater (Freie Universität Berlin) – Robert Menasse (Schriftsteller) – Jochen Hippler (INEF Duisburg) – Peter Lock (EART Hamburg) – Corinna Milborn (Journalistin und Autorin) – Elias Bierdel (ÖSFK, borderline europe) – Andreas Zumach (Journalist, Genf) – Martin Staudinger (Reporter, Profil) – Vlasta Jalušic (Peace Institute Ljubljana) – Norman Paech (Universität Hamburg) – Heidrun Zinecker (Universität Leipzig) – Werner Ruf (Universität Kassel) – Angelika Spelten (INEF Duisburg, Plattform zivile Konfliktbearbeitung) – Claudia Haydt (IMI Tübingen)

Neben einem Integrativworkshop (Leitung: Peter Strutynski, Kassel) und einem JungforscherInnenworkshop (Moritz Moser, Paul Riener) gibt es Arbeitsgruppen zum Thema „Festung Europa“ (Elias Bierdel, Schlaining), „Vergessene Kriege aus Sicht von Nichtregierungsorganisationen“ (Elfriede Schachner, Wien), „Vergessene Kriege Frankreichs von Indochina bis Tschad“ (Johannes M. Becker, Marburg), „Kaschmir“ (Erhard Crome, Berlin) sowie „Wie Kriege enden“ (Wolfgang Schreiber, Hamburg) und zum Thema „Krisenprävention“ (Volker Matthies, Hamburg).

Mit Vorträgen, 9 parallel stattfindenden Workshops, einen Diskussionsabend, einem Filmabend, einem Friedensgottesdienst und einem Burgfest mit Sekelela (südliches Afrika).

Teilnahmekosten: Euro 80,– / Euro 40 ermäßigt. Weitere Ermäßigung bei Einzahlung bis zum 14.6.

Details:

http://www.friedensnews.at/?s=Krieg+im+Abseits

Nähere Informationen zu An- und Abreise, gemeinsamer Reisemöglichkeit und (u.a. kostenlosen) Nächtigungsmöglichkeiten siehe http://www.aspr.ac.at/sak.htm

Auskünfte, Anfragen und Anmeldung:
Heidi Pock am ÖSFK in Stadtschlaining
Tel. +43 (0) 3355 – 2498 – 502, Fax +43 (0) 3355 – 2662, e-mail: aspr@aspr.ac.at

Thomas Roithner am ÖSFK in Wien
Tel. +43 (0) 1 – 79 69 959, e-mail: roithner@aspr.ac.at

 

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