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Hans-Peter Dürr Hochtechnologie für den Frieden

Erstellt am 08.07.2010 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 3793 mal gelesen und am 14.07.2010 zuletzt geändert.

„Peace in its real sense can never be achieved by
military measures or technical fixes …
It is high time for us to focus our attention on the real problems
which are threatening all of us – in fact, life on this planet.“
Hans-Peter Dürr

Der Deutsche Physikprofessor und Denker Dürr erhielt 1987 den alternativen Nobelpreis
”… for his profound critique of the strategic defence initiative (SDI) and his work to convert high technology to peaceful uses.”
(„… für seine profunde Kritik der Strategischen Verteidigungs Initiative (SVI) und seine Arbeit zur Konversion von Hochtechnologie für friedliche Nutzungen„)

Kurzbio von Hans-Peter Dürr (*1929)

1963 wurde Dürr

  • wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft.
  • 1971-1995 war er an der Spitze des Vorstands dieser Einrichtung tätig.
  • Dürr war auch Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik (dem zuvor Werner Heisenberg vorstand).
  • Er war Professor für Physik an der Ludwig Maximilian Universität in München.

Dürr ist heute im Alter von über 80 als Transdisziplinärer Denker bekannt. Früher galt er a als exzellenter Spezialist für

  • Kernphysik
  • Elementarteilchen und Gravitation

Als Schüler von Edward Teller (einem Hardliner der Atompolitik) und vor allem von Physikgenie Werner Heisenberg befasste er sich auch mit

  • Philosophie und hier besonders Epistemologie, sprich Erkenntnistheorie, und
  • war professionell aktiv auf den Gebieten von Wissenschaft und Verantwortung sowie
  • Energiepolitik – Anti-Atom- und Sanfte Energie und
  • Dritte-Weltfragen

Seit 1979

trat Dürr

  • als Redner und Demonstrant gegen Atomkraft auf
  • er inititierte Universitäts-Studiengruppen für Sanfte Energie und
  • arbeitete an komunnalen Energieplänen.

In der Folge befasste sich Dürr intensiver mit Fragen der Ökologie und der Dritten Welt. Er war

Friedensbeweger Dürr

Ab den 80er Jahren engagierte sich Dürr in der Friedensarbeit bzw. in der Arbeit zum Thema Frieden. Er wurde

Dürr war besonders aktiv

  • im Bereich Nicht-Offensiver-Verteidigung (Non-offensive Defence) seine Hauptbeschäftigung galt der Widerstand gegen die  American Strategic Defence Initiative (SDI), otherwise known as Star Wars.
  • 1985 schrieb Dürr im Magazin der ‚Der Spiegel‘ eine wissenschaftliche Argumentation gegen die technische Realisierbarkeit des SDI-Konzepts.
  • 1986 schlug er eine  World Peace Initiative (WPI), im Umfang der Mittel von SDI vor. Damit wären die Probleme im Bereich Umwelt, Weltarmut und wirtschaftlicher Gerechtigkeit als auch die wichtigsten Friedensfragen mit Millarden von Dollars professionell bearbeitbar.
  • Die WPI Idee führte zum  Global Challenges Network. Mittel des Right Livelihood Award wurden gewidmet, um dieses Netzwerk zu sichern.

Nach dem Fall der Berliner Mauer

Dürr half nun mit, Organisationen mit dem Ziel aufzubauen, die 24 ökologisch gesunden Militärsperrgebiete entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs in ein Neues Ökologisches Rückgrat Europas zu verwandeln.

1991 wurde Dürr zum Mitglied des Club of Rome gewählt

1996 war er Mitglied der Beratergruppe des UNO Generalsekretärs für die Habitat II Conference in Istanbul (UN Secretary General’s International Advisory Group for the Habitat II Conference in Istanbul) .

Hauptfokus seiner aktuellen Arbeiten

  • Nachhaltige, gerechte und lebenswerte Gesellschaft
  • Ausgangspunkt ist dabei die Betonung effizienten Energieeinsatzes bei der Energieversorgung
 

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