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Antimilitarismus und Widerstand gegen den Krieg 1914–1918

Erstellt am 01.04.2014 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 2544 mal gelesen und am 16.11.2015 zuletzt geändert.

10. Pierre Ramus-Symposion

Freitag, 25. und Samstag, 26. April 2014
Anarchistische Bibliothek Wien
Lerchenfelder Straße 124–126, Hof 3, Tür 1A, 1080 Wien

Programm:
Freitag, 17.45 Uhr:
Eröffnung durch Peter Stipkovics

Freitag, 18.00 Uhr:
Gerhard Senft: Antimilitaristische Bestrebungen auf internationaler Ebene vor 1914

Pause (Vokü/vegan)

Freitag, 19.30 Uhr:

Robert Foltin:
Krawalle, Streiks und Meutereien: Widerstand gegen den Krieg 1914-1918
*
Samstag, 16.30 Uhr:

Gerhard Senft:
Verweigerung und Desertion: Widerstand gegen den Krieg in Einzelbiographien

Pause (Vokü/vegan)

Samstag, 18.00 Uhr:
Friedrich F. Brezina:
„Nach dem Kriege!“ Josef Popper und sein Programm der Grundversorgung

Samstag, 19.30 Uhr:
Das Erste Wiener Lesetheater liest aus den „Letzten Tagen der Menschheit“ von Karl Kraus:
Erscheinungen und Epiloge

EINTRITT FREI

Büchertisch: Verlag Monte Verita
Pierre Ramus Gesellschaft, Wien
Pierre Ramus: eigtl. Rudolf Großmann (1882-1942)

  • Agitator gegen Krieg und Militarismus in Österreich,
  • als Kriegsdienstverweigerer 1914 verhaftet,
  • Anklage wegen „Spionage“,
  • Hochverrats-Prozess,
  • Gefängnisaufenthalt und Verbannung bis 1918.
  • Danach führend im Bund fur herrschaftslosen Sozialismus tätig,
  • 1938 Flucht vor dem Hitler-Faschismus.

Literatur:

Pierre Ramus u. a.: Friedenskrieger des Hinterlandes. Der Erste Weltkrieg und der zeitgenössische Antimilitarismus, Löcker Verlag, Wien 2014
Zum Inhalt der Veranstaltung:

Das Symposion befasst sich mit dem in der Fachliteratur häufig vernachlässigten Thema des Widerstandes gegen den Krieg in der Zeitspanne zwischen 1914 und 1918. Auffällig ist, dass die ersten Anzeichen einer Kriegsmüdigkeit schon zur Jahreswende 1914/15 festzustellen waren. Sowohl an der Westfront als auch im
Karpatengebiet weigerten sich Soldaten, die Kampfhandlungen weiter fortzuführen. Im Hinterland bemühten sich AntimilitaristInnen trotz verschärfter Zensurbedingungen um eine
rasche Herbeiführung des Friedens. Die unglückselige Vermengung von Gehorsamskultur und politischer Apathie begann sich nach und nach aufzulösen. Als im Aufstand gegen die alten Eliten eine kritische Masse erreicht war, hatte sich nicht nur die Landkarte Europas radikal verändert, es war nun auch der Raum für neue Ansätze etwa im Bereich der Wirtschaftsorganisation geschaffen.

Querverweis: Vom 23. bis 26. April 2014 findet an der Universität Wien die „European Social Science History Conference“ statt, die auch ein Panel zum Thema „Anarchism 1914-1918: Internationalism, Militarism and War“ beinhalten wird. Mehr auf: https://esshc.socialhistory.org/esshc-vienna-2014
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