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Krieg, Geschichte und Trauma

Erstellt am 23.01.2016 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 2370 mal gelesen und am 29.01.2016 zuletzt geändert.

„Unsere Gesellschaften werden immun gegen Gewalt,
weil wir verwundbar sind.“

Janine di Giovanni, Kriegsreporterin

orf oe1 Hörbilder – Samstag – 23. Jänner 2016 09:05

Jenseits der Trivialisierung des Tötens. Über Krieg, Geschichte und Trauma.

Von Heike Brunkhorst und Roman Herzog (SWR 2015).

  1. Menschenschlange vor einem Werbeplakt mit Soldat
  2. Janine di Giovanni, Kriegsreporterin

Janine di Giovanni berichtet seit mehr als 20 Jahren von immer brutaleren Kriegen. Erst im gewöhnlichen Alltagsleben ist sie zusammengebrochen.

  1. Ein israelischer Scharfschütze hat an gezielten Tötungen mitgewirkt. Er hat sein Schweigen gebrochen, doch er leidet bis heute unter den psychischen Folgen.
  2. Die Psychoanalytiker Françoise Davoine und Jean-Max Gaudillière verfolgen seit 40 Jahren die Weitergabe von Traumata über Generationen hinweg.

Gewalt ist das Fundament unserer Kultur, so ihr Fazit.
Jean-Max Gaudillière, Psychoanalytiker

Traumatisierte sollen die Gesellschaft nicht länger stören. Sie sollen lieber ihre Pillen schlucken.

Die Entgrenzung extremer Gewalt in unseren Gesellschaften treffe zugleich auf deren Trivialisierung. Woher komme diese Eskalation des Folterns und Tötens

  • in der Realität
  • wie in den Medien?

Und was macht sie mit Menschen, die ihr ausgesetzt sind?

„Über Generationen wird das Trauma weitergegeben.“

Aber statt Angst und Schrecken zu verbreiten und gleichzeitig Gewalt immer weiter zu banalisieren, solle es heute darum gehen, eine neue Art von Gemeinschaft zu schaffen, die sowohl die Kultur des Mordens als auch die Trivialisierung des Tötens hinter sich lasse.

Gestaltung: Heike Brunkhorst, Roman Herzog

 

Posted in Friedenspsychologie, Tipp

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