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Stellt die Friedensfragen!

Antikriegstag 2021

Erstellt am 01.09.2021 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 935 mal gelesen und am 01.09.2021 zuletzt geändert.
© Siegfried Schönfeld

Antikriegstag 2021: Gewerkschaften und Friedensbewegung aktiv

Mittwoch, am 1. September, findet der jährliche Antikriegstag statt. Bei zahlreichen Veranstaltungen erinnern Gewerkschaften und Friedensgruppen an den deutschen Überfall auf Polen vor 82 Jahren. Deutschlandweit finden dazu über 180 Veranstaltungen statt. Bei vielen Veranstaltungen steht 2021, neben dem Gedenken, die aktuelle Lage in Afghanistan im Mittelpunkt und die atomare Abrüstung. 

Die USA haben hier mehr als 2000 Milliarden US-Dollar verpulvert und das Land zum ärmsten Land der Welt gemacht. Zuvor war die Sowjetunion … hier am Werk.

Konsequenzen aus Afghanistan-Einsatz

Die Botschaft des Antikriegstages 2021 könnte kaum aktueller sein: Mit Krieg kann kein Frieden geschaffen werden. Das zeigt die aktuelle Situation in Afghanistan sehr deutlich. 20 Jahre lang wurde dort versucht mit militärischen Mitteln Frieden und Stabilität ins Land zu tragen. Doch jetzt befindet sich Afghanistan in derselben Lage unter der Herrschaft der Taliban wie vor der westlichen Intervention.“

Kristian Golla, Netzwerk Friedenskooperative

Er plädiert für ein Umdenken. 

„Stimmen, die sich kritisch zum Afghanistan-Einsatz geäußert haben, wurden häufig nicht ernst genommen. Es ist höchste Zeit, dass jetzt Konsequenzen gezogen werden – auch im Hinblick auf weitere Auslandseinsätze der Bundeswehr, wie dem in Mali – und über zivile Alternativen nachgedacht wird.“

Golla

Weichen für eine sichere und friedliche Zukunft stellen!

Seit 1959 gehen Gewerkschaften und Friedensgruppen zum Antikriegstag am 1. September auf die Straße.

2021 steht der Antikriegstag unter dem Motto

„Weichen für eine sichere und friedliche Zukunft stellen!
Abrüstung und Entspannung wählen!“.

Der 1. September steht in Deutschland damit auch im Zeichen der am 24. September bevorstehenden Bundestagswahl. 

Der jetzigen Bundesregierung attestiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seinem Aufruf eine ernüchternde Bilanz in Sachen Friedenspolitik

  • Deutschland steht auf dem siebten Platz der Länder mit den größten Rüstungsausgaben.
  • Unter den Top-Ten-Staaten weist der deutsche Verteidigungshaushalt mit einem Plus von über fünf Prozent die größten Zuwachsraten auf.
  • Für das laufende Jahr liegt er bei knapp 47 Milliarden Euro.
  • Und wenn es nach der scheidenden Bundeskanzlerin ginge, sollte Deutschland bis 2030 die NATO-Zielvorgabe erfüllen und zwei Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben.
  • Dies entspräche einer weiteren Erhöhung des Wehretats um mehr als 20 Mrd. Euro.

UN-Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen

Das Thema der nuklearen Abrüstung findet sich ebenfalls prominent im Aufruf des DGB wieder. Beklagt wird, dass mit dem kürzlich verlängerten „New START“-Vertrag der Strategische Atomwaffen vertraglich reduzierte nur noch ein ziemlich zahlloses bilaterales Rüstungskontrollregime übrig ist.

Die Verweigerungshaltung der Deutschen Bundesregierung gegenüber dem im Januar in Kraft getretenen UN-Atomwaffenverbotsvertrags müsse überwunden werden. Deutschland müsse diesen wegweisenden Vertrag endlich unterzeichnen, so das Credo des Antikriegstages.

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Wer im Angesicht solcher Herausforderungen noch Kraft und Zeit hat, kann sich in Heidelberg bis 5. September noch eine Ausstellung zur Ur-Kathastrophe des 20. Jahrhunderts anschauen. Der I. Weltkrieg führte ja zum II. Weltkrieg, zum Kalten Krieg, …

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Deutsche Kriegsgräberstätte Ysselsteyn (Niederlande)

Seit 9. Juli bis 5. September zeigt das Friedrich-Ebert-Haus noch die Sonderausstellung „Europa, der Krieg und ich“.

Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V. blickt hier zurück auf seine über 100-jährige Geschichte. Die Ausstellung spannt den weiten Bogen

vom Beginn der Kriegsgräberfürsorge in Europa im späten 19. Jahrhundert,

  • über die konkreten Aufgaben, die aus dem massenhaften Sterben in den beiden Weltkriegen erwuchsen,
  • hin zu der „Versöhnung über den Gräbern“ und
  • den heutigen ersten Ansätzen gemeinsamen europäischen Gedenkens.

Im Dezember 1919 als privater Verein zur Pflege der Soldatengräber des Ersten Weltkrieges gegründet, übernahm der Volksbund im Laufe des 20. Jahrhunderts zunächst die Aufgabe, sich um die Gräber der gefallenen deutschen Soldaten und um die Betreuung der Angehörigen zu kümmern. Er hat das Gefallenengedenken nach den beiden Weltkriegen maßgeblich geprägt und den Wandel der deutschen Erinnerungskultur mitgestaltet.

Heute umfasst Kriegsgräberfürsorge

  • die Sorge um die Gräber aller Toten von Krieg und Gewaltherrschaft,
  • das öffentliche Gedenken und Mahnen für den Frieden sowie
  • eine auf Friedensfähigkeit und Verständigungsbereitschaft zielende Bildungsarbeit. 

Der Eintritt ist frei.

Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Pfaffengasse 18
69117 Heidelberg
Tel.: 06221/9107 – 0
Fax: 06221/9107 – 10  
E-Mail: friedrich@ebert-gedenkstaette.de


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Stiftung Reichspräsident-
Friedrich-Ebert-Gedenkstätte
Pfaffengasse 18
69117 Heidelberg
Tel.: 06221/9107 – 0
Fax: 06221/9107 – 10  
E-Mail: friedrich@ebert-gedenkstaette.de

Links zum Eberthaus

 

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