friedensnews.at
Stellt die Friedensfragen!

Friedenspädagogik für Fortgeschrittene – Wenn ein moderner Knabenführer Selenskyj, Trump und Putin trainiert

Erstellt am 28.10.2025 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 207 mal gelesen und am 28.10.2025 zuletzt geändert.

Man stelle sich vor: Ein moderner Friedenspädagoge, irgendwo zwischen Dalai Lama, Schulsozialarbeiter und Clown, bekommt eine Herkulesaufgabe:

Er soll drei besonders schwierige „Schüler“ in seinem Wochenendseminar zum Thema Selbstregulation, Empathie und Abrüstung betreuen.

Teilnehmende: Wladimir, Donald und Wolodymyr.

Tag 1: Ankommen im Friedenscamp

Die drei treffen im Seminarzentrum „Haus der geteilten Verantwortung“ ein.

Wladimir hat schon das Handtuch auf die Liege gelegt, bevor die anderen kommen.

Donald reklamiert sofort das größte Bett, weil er „mehr Amerika“ sei als die anderen zusammen.

Wolodymyr versucht, die Situation mit einem Witz zu entspannen – keiner lacht.

Der Pädagoge, nennen wir ihn Herr Freigeist, begrüßt alle freundlich:

„Hier gibt es keine Sieger, keine Verlierer – nur Lernende.“

Trump murmelt: „Fake News.“

Putin fragt, ob man das Camp auch ohne NATO buchen könne.

Selenskyj will wissen, ob es WLAN für seine Rede an die UNO gibt.

Tag 2: Körperarbeit und Konfliktwahrnehmung

Herr Freigeist bittet die drei, in einen Kreis zu treten, tief zu atmen und die eigenen Grenzen zu spüren.

Wladimir steht kerzengerade, als wäre der KGB noch dabei.

Donald fragt, ob er lieber „Alpha-Atmung“ machen darf.

Wolodymyr atmet tatsächlich – tief – und bekommt als Erster ein Lächeln vom Pädagogen.

Dann folgt die Übung „Konflikte sichtbar machen“: Jeder soll einen Ball werfen, wenn er sich angegriffen fühlt.

Putin wirft alle Bälle gleichzeitig.

Trump will keine fangen, weil er „keine schlechten Energien absorbiert“.

Selenskyj improvisiert eine Rede über Bälle, Freiheit und das Vaterland.

Herr Freigeist bleibt ruhig.

Er atmet.

Dann sagt er:

„Interessant. Wir haben drei verschiedene Stile der Konfliktlösung: Angriff, Abwehr, und Dramatisierung. Das ist schon fast Weltpolitik im Kleinformat.“

Tag 3: Empathie-Training mit Spiegeln

Nun sollen die drei sich gegenseitig anschauen und den Gesichtsausdruck des anderen nachahmen.

Wladimir blickt eisig.

Donald grinst, als hätte er gerade eine neue Fernsehshow gewonnen.

Wolodymyr spielt beide Rollen gleichzeitig und gewinnt Applaus vom Kamerateam.

Der Pädagoge erklärt:

„Empathie bedeutet, die Perspektive des anderen einzunehmen – ohne ihn zu bombardieren.“

Trump fragt, ob man das patentieren kann.

Putin fragt, ob der andere dann schwach wirkt.

Selenskyj fragt, ob das auch auf TikTok funktioniert.

Tag 4: Vertrauensübung

Herr Freigeist hat die klassische Übung vorbereitet: Einer lässt sich rückwärts fallen, die anderen fangen ihn.

Wladimir weigert sich: „Ich vertraue niemandem ohne Sicherheitsgarantie.“

Donald will nur fallen, wenn alle Kameras laufen.

Selenskyj ruft: „Ich mache es – aber nur, wenn ihr wirklich hinter mir steht!“

Niemand steht.

Der Pädagoge seufzt.

Er setzt sich auf die Yogamatte und sagt leise:

„Vielleicht sollten wir zuerst lernen, nicht nach hinten, sondern nach vorne zu fallen – in eine gemeinsame Zukunft.“

Tag 5: Friedensvertrag am Lagerfeuer

Abends sitzen sie am Feuer.

Trump grillt Marshmallows, Putin schneidet Holz, Selenskyj singt leise „Imagine“.

Herr Freigeist lässt sie einander eine Friedensbotschaft ins Ohr flüstern.

Niemand versteht den anderen, weil jeder in einer anderen Sprache spricht – aber sie lachen zum ersten Mal gemeinsam.

Herr Freigeist notiert in sein Tagebuch:

„Fortschritt sichtbar.

Noch 27 Seminare, dann könnte der Waffenstillstand beginnen.“


Fazit

Vielleicht braucht die Welt keine weiteren Gipfelkonferenzen, sondern einfach ein paar mehr Friedenscamps mit Humor, Körperarbeit und ehrlichem Zuhören.

Denn wer über sich selbst lachen kann, legt die Waffe der Kränkung nieder.

Und wer tief durchatmet, bevor er reagiert, hat den ersten Schritt zur Abrüstung schon getan.

Selbstregulation bleibt die erste Form von Friedenspolitik – selbst bei Weltführern.


Frieden braucht Stimmen, die weitersprechen, wenn andere schweigen.

Hilf mit, dass unabhängiger Friedensjournalismus bestehen kann.

Schon ein kleiner Beitrag oder eine geteilte Geschichte stärkt unsere gemeinsame Arbeit für eine friedliche Welt.

Jetzt Frieden fördern

Oder melde dich bei uns: ahl@zimd.at

Mehr über uns: www.friedensnews.at/about


Soll ich dazu ein Herobild entwerfen?

Vorschlag: Drei mächtige Männer in Yogahosen sitzen im Kreis, ein Friedenspädagoge in der Mitte hält eine Friedenstaube, im Hintergrund eine aufgehende Sonne mit der Aufschrift „Selbstregulation statt Eskalation“.

Willst du das so – oder lieber etwas subtiler, mit Augenzwinkern?

 

Posted in Abrüstung, Conversion, Ethik, Europa, Friedensarbeit, Friedenskultur, Friedenspädagogik, Friedenspsychologie, Friedensstifter, Friedensstifterin, Friedensstruktur, Gewaltprävention, Global, Mitwelt, Österreich, Peacebuilding, Russland, Tipp, Unfrieden, USA, Weltanschauungen, Witz & Humor, Zivilcourage

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert