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Krieg mit Metaphern: Mediendiskurse über 9/11 und den »War on Terror«

Erstellt am 14.01.2011 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 4818 mal gelesen und am 18.03.2011 zuletzt geändert.

Susanne Kirchhoff

Krieg mit Metaphern

Mediendiskurse über 9/11 und den »War on Terror«

2010, 356 S., kart., zahlr. Abb., 29,80 €
ISBN 978-3-8376-1139-7
Reihe Critical Media Studies
Transcript Verlag

Kriege werden in demokratischen Gesellschaften im öffentlichen Diskurs legitimiert oder delegitimiert. Zum Beispiel die Sicherheitsratsbeschlüsse bezüglich Flugverbot in Lybien. Das Buch sensibilisiert und härtet ab bezüglich der Kriegsmetaphern von Politik und Mainstream-Medien zu 9/11, Afghanistan, Irak …. 

Metaphern tragen dazu bei, indem sie Deutungsrahmen bereitstellen,

  • mit denen sich die Ereignisse verstehen, bewerten und
  • in den eigenen Erfahrungshorizont einordnen lassen.

Susanne Kirchhoff zeigt anhand der Berichterstattung deutscher Nachrichtenmagazine über 9/11 und die nachfolgenden Kriege,

  • wie mit Hilfe von Metaphern eine eigene Identität in Abgrenzung von den USA und der arabisch-islamischen Welt konstruiert wurde.
  • Zudem erlaubt die materialreiche Studie eine Auseinandersetzung mit dem Wert der kognitiven Metaphernanalyse für die Medien- und Kommunikationswissenschaft.

Susanne Kirchhoff (Dr. phil.) ist Postdoc-Mitarbeiterin am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg.

Andere Stimmen

»Mediale Berichterstattung beeinflusst unsere Meinung eben nicht ausschließlich durch Informationen, sondern auch durch die Art ihrer Vermittlung. Nur wer sich dieser Wirkung von Sprache bewusst ist, kann sich wirklich eine eigene Meinung bilden. Dieses … mehr Buch hilft dabei.«

Florian Renneberg, politik&kommunikation, 12 (2010)/1 (2011)

 

Posted in Friedensjournalismus, Rezension

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