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Raoul Wallenberg und die Rettung der Budapester Juden 1944/45

Erstellt am 23.01.2009 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde mal gelesen und am 23.01.2009 zuletzt geändert.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6b/Raoul_Wallenberg_memorial_London.jpg

Eröffnung der Ausstellung – Lichter der Finsternis

am Mittwoch, 11. Februar 2009, 19.30 Uhr
ESRA, Tempelgasse 5, 1020 Wien; www.esra.at

AUSSTELLUNG

Ausstellungsdauer 11. Feb.  – 7. Mai 2009

Mo            8:30 – 11:30, 14:30 – 16:00
Mi             8:30 – 11:30, 15:00 – 19.00
Di, Do, Fr 8:30 – 11:30

ESRA, 1020 Wien, Tempelgasse 5

Eintritt frei. Bitte bringen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis mit!

GESPRÄCHE IN ESRA

Peter Huemer mit Jonny Moser

Im April 1938 schoben Nationalsozialisten die jüdische Bevölkerung aus dem burgenländischen Parndorf nach Ungarn ab, darunter den 13-jährigen Jonny Moser. Damit begann die siebenjährige Flucht der Familie, die sie durch mehrere ungarische Lager führte. Mehrmals entkam sie nur knapp der Auslieferung an die NS-Vernichtungsmaschinerie. In Budapest lernte Jonny Moser Raoul Wallenberg kennen. Wallenberg stattete die Familie Moser nicht nur mit schwedischen Schutzpässen aus, sondern nahm auch Jonny als „Laufburschen“ für seine Hilfsaktion auf. Wie Tausende andere Juden und Jüdinnen rettete Wallenberg die Mosers vor dem Terror ungarischer und deutscher Nazis.

Der Historiker Prof. Dr. Jonny Moser spricht mit Peter Huemer über seine Erinnerungen und seine Mitarbeit bei Wallenbergs Hilfsaktion.

Eintritt frei.

Für die Veranstaltung bitten wir um Anmeldung unter info@esra.at oder Tel. 214 90 14.

Bitte haben Sie Verständnis für die notwendigen Sicherheitskontrollen und bringen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis mit!

Die Ausstellung dokumentiert die Arbeit Raoul Wallenbergs und seiner Helfer sowie die Situation der jüdischen Bevölkerung im besetzten Budapest gegen Ende des 2.Weltkrieges.

Raoul Wallenberg, geb. am 4. August 1912 in Stockholm, entstammte der bekannten schwedischen Unternehmer- und Bankiers-familie Wallenberg. Nach einem Architektur-studium in den USA arbeitete er in Schweden als Geschäftsmann.

Als Wallenberg im Sommer 1944 vom amerikanischen War Refugee Board und der schwedischen Regierung gefragt wurde, ob er eine Rettungsaktion für die bedrohte jüdische Bevölkerung der ungarischen Hauptstadt leiten könne, sagte er sofort zu. Am 9. Juli 1944 traf Wallenberg in Budapest ein.

Bis Juli 1944 waren bereits über 430.000 jüdische Frauen, Männer und Kinder in die Vernichtungslager deportiert worden, mit Ausnahme jener in Budapest. Wallenberg

  1. stellte Schutzpässe aus,
  2. richtete Kranken-stationen,
  3. Suppenküchen und
  4.  Schutzhäuser ein.
  5. Immer wieder rettete er Menschen vor den willkürlichen Erschießungen ungarischer Pfeilkreuzler oder aus den Kolonnen der Todesmärsche.

Wallenbergs Hilfsaktion rettete Tausenden Menschen das Leben. Nach der Befreiung Budapests durch die Rote Armee im Jänner 1945 verließ er am 17. Jänner mit seinem Fahrer die Hauptstadt, um den sowjetischen Kommandanten in Debrecen zu treffen. Wallenberg wurde verhaftet und nach Moskau gebracht, bis heute ist sein weiteres Schicksal ungeklärt.

 

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