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Hitlers Dekonstruktion als Frontsoldat 1914-1918

Erstellt am 30.09.2011 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 2915 mal gelesen und am 30.09.2011 zuletzt geändert.

Hitlers erster KriegThomas Weber

Hitlers erster Krieg
Der Gefreite Hitler im Weltkrieg – Mythos und Wahrheit

592 Seiten, € 24,99 [D]
Erschienen: 11.03.11

»Sensationell, was Weber zutage gefördert hat.« The Guardian


So unterschiedlich Hitlers Biographen sein Leben deuten – in einem waren sich alle einig:

Die „Fronterlebnisse“ im Ersten Weltkrieg seien entscheidend für seinen späteren Aufstieg gewesen. Die Zunft ging dem Demagogen auf den Leim.

  • Hitler selbst hatte sich zum tapferen Frontsoldaten stilisiert,
  • dessen „Freiwilligen-Regiment“, eine „verschworene Kampfgemeinschaft“,
  • den Keim der späteren NS-Bewegung gebildet habe.

Diese Darstellung wurde

  • von der NS-Propaganda verbreitet und
  • von späteren Biographen (u.a. Fest und Kershaw) weitgehend übernommen.

In seinem Buch zerstört der Historiker Thomas Weber diesen Mythos

Anhand bisher nie ausgewerteter Akten des sogenannten List-Regiments, in dem Hitler diente, zeichnet Weber ein ganz anderes Bild:

  1. Hitler war keineswegs der mutige Soldat an vorderster Front, sondern
  2. als Meldegänger meist weit hinter den Frontlinien tätig.
  3. Das Regiment war keine homogene Einheit, sondern
  4. bestand aus Rekruten unterschiedlichster Anschauungen.
  5. Kaum einer trat nach dem Krieg der NSDAP bei,
  6. viele standen dem späteren NSRegime kritisch gegenüber.

Doch die Nationalsozialisten unterdrückten alle Berichte, die ihrem Propagandabild widersprachen.

Regimentskameraden, die sich kritisch über Hitler äußerten, landeten in Gestapohaft.

Weber konnte  zeigen, dass

Hitler ebenso orientierungslos aus dem Krieg herauskam, wie er hineingegangen war.

Erst infolge der revolutionären Unruhen 1918/19 in München hätten sich seine späteren politischen Ansichten entgültig extrem geschärft.

Webers Buch füllt eine Lücke

Er schreibt ein wichtiges Kapitel der Hitler-Biographie neu.

Pressestimmen:

»Eine bedeutende und wegweisende Studie. „Hitlers erster Krieg“ gehört von nun an zur unverzichtbaren Lektüre für jeden, der sich ernsthaft mit der Person und dem Leben von Adolf Hitler auseinandersetzen will.«
Tagesspiegel, 09.05.2011

»Die minuziöse Analyse, die Thomas Weber anstellt, ist spannend genug. Seine Arbeit ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie anschaulich Geschichte geschrieben sein kann, nicht trotz, sondern wegen größter Quellennähe. Die Lektüre eröffnet aber weit mehr Erkenntnisse als jene, dass Hitler seine Biographie geschönt hat.«
Die Welt, 07.05.2011

»Webers Ansatz, über die Kollektivbiografie des Regiments zugleich Aufschluss über das individuelle Verhalten Hitlers zu gewinnen, erweist sich als sinnvoll. […] Überzeugend dekonstruiert er den Mythos von der homogenen, von Anfang bis Ende fanatisch kämpfenden Truppe. […] Eine diskussionswürdige historische Untersuchung.«
Die Zeit, 10.3.2011

»Was Weber hierzu im Einzelnen aus den Archiven und Bibliotheken in Deutschland, vor allem aus München, aber auch im Ausland zusammengetragen hat, ist mehr als beeindruckend. Auf einer breiten Quellengrundlage ist letztlich eine spannend zu lesende Kollektivbiographie entstanden, der wir Einblicke in sämtliche Stufen von Hitlers Werdegang im Weltkrieg und seinen späteren Durchbruch an die Macht verdanken. «
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2011

 

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