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Golf Of Amerika votes for Donald the Lame Duck

Erstellt am 08.10.2026 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 72 mal gelesen und am 09.10.2026 zuletzt geändert.

Die entscheidende Sicherheitsfrage des 21. Jahrhunderts nicht, wer stärker bewaffnet ist – sondern wer rechtzeitig begreift, wo Krieger nichts ausrichten sondern nur mehr anrichten.

Donald Trumps „Golf von Amerika“ ist im morgen im Friday for Future Isaias-Aufruhr

Infografik zu Hurrikan Isaias an der US-Golfküste am 9.–10. Oktober 2026: Eine mögliche Sturmflut von bis zu 2,1 Metern überschwemmt Straßen und Küstenhäuser. Eine Karte zeigt den prognostizierten Landfall-Korridor zwischen Mississippi, Alabama und dem Florida Panhandle.

Der Golf hat seit seiner Super-Trumpifizierung immer öfter meteorologische „Tropical Depressionen“. Derzeit ist die Neunte schon zum ersten Huricane des Jahres herangewachsen.

Nein nicht die 9. Sinfonie; oder die 9. Verschwörungstheorie woker links-linker Rechtsaußen-Nazi-Kommunisten, sondern die 9. „Tropical Depression“ bedeutet neuntes tropisches Tiefdrucksystem der Atlantik-Saison 2026. Dank des Rückenwinds durch Trump’s Klima-Harakiri-Politik wurde aus „sehr wahrscheinlich“ (NHC) ein richtiger Hurrikan Stufe 2 und morgen wahrscheinlich Stufe 3. Nun nähert sich, zusätzlich zum Schlamassel im Iran, ein der tropischer „Wirbelsturm“ der bis zu 15 % der US-Ölproduktion zum erliegen bringen könnte. Derzeit sind es zirka 13%. Launiger Weise bläst der Huricane Trump unmittelbar vor den US-Midtermswahlen am 3. November ins Diesel-Kutter-Kapitänsgesicht. Das nenne ich Feinschliff für die kleine Lektion darüber, was sich per präsidialem Dekret ändern lässt – und was nicht.

7. Oktober NHC 16:45


„Isaias soll über dem sehr warmen Golfwasser rasch stärker werden und in etwa 48 Stunden 95 kt = 176 km/h erreichen. Das ist knapp Kategorie 3; das NHC spricht inzwischen davon, dass Isaias beim Erreichen der Küste wahrscheinlich ein „significant hurricane“ sein wird. …

Isaias könnte inzwischen wahrscheinlich bis knapp an Kategorie 3 heranwachsen: Das US-Hurrikanzentrum erwartet über dem 30 bis 31 Grad warmen Golfwasser eine rasche Verstärkung auf rund 175 km/h. Ein extremes Kategorie-4- oder -5-Szenario ist derzeit nicht die offizielle Prognose – und auch ein direkter Treffer der großen Raffineriezentren von Texas und Louisiana ist nach der jüngsten, nach Osten verschobenen Zugbahn nicht das wahrscheinlichste Szenario.“

„Schon jetzt behandelt der Ölmarkt den Sturm als zusätzliches Angebotsrisiko; Brent (der wichtigster internationaler Referenzpreis für Rohöl am Weltmarkt) liegt wieder über 101 $, WTI (West Texas Intermediate) bei knapp 90 $, laut Reuters„.

Von Amerika First 2.0 zum Vorhofflimmern des Fossilen Kapitalismus

Aus dem Golf von Mexiko wurde ja per Trump-Dekret für die US-Bundesverwaltung der „Gulf of America“. Das ließ sich mit einer Unterschrift erledigen. Das Papier gehorchte anstandslos – zumindest auf den „Landkarten der US-Regierung“. Doch

  • alle KIs der Welt würden wohl gemeinsam mit gleichzeitiger Blackout-Garantie zusammenbrechen, wenn sie versuchen würden #“Das-neue-Weltbild-der-Trump-Administration“ auszumalen.
  • Ein anderes plausibles Szenario wäre, dass die KIs ganz unerwartet den Geist aufgeben oder dadrauf verzichten eine Gattung zu vernichten, welche sie in irren Fantasien unerreichbar übertrifft – zumindest eine Individuen der Spezies.
  • Aber vielleicht hält die „Superintelligenz“ Trump längst insgeheim als Lieblingshofnarren. Aber nun wieder zurück zum prosaischen Meer.

Das Ökosystem vor der Haustüre von Nord- und Mittelamerika scheint das Trump-Dekret, zum Golf of America, noch nicht vollständig gelesen zu haben.

Donald Trump & Co (besonders sein neuer Kriegsminister) haben die Menschheit ja mit grotesken Worthülsen erschüttert – wie sie nicht einmal George Orwell in 1984 ahnen konnte. Lake of Amerika ist noch harmlos. Aber ein Liebesministerium (vulgo Verteidigungsministerium) in Kriegsministerium umzubenennen sowie Kriege anzetteln – statt zu beenden – und gleichzeitig ständig Friedenspreise erpressen, das konnte sich vor Trump kein Autor der Welt ausdenken.

Aber was wird nun wohl aus fossilen Bumerangs die Trump der Zauberlehrling der Weltpolitik laufend auf die Weltbühne geschleudert hat?

Bumerang fliegt jahrelang – Make the Gulf calm again?

Im Golf hat sich Anfang Oktober die von Metereologen benamste Tropical Depression Nine bis heute übervoll ausgebildet. Das von Trump mehrmals zusammen gestauchte National Hurricane Center (NHC) erwartet erstaunlich keck eine rasche Verstärkung. Gester in der Früh war das System noch kein Super-Trumprikan. Es hatte aber beste Chancen – in Kombination mit anderem Irrsinn den Trump ausgelöst hat – Trumps Mehrheiten in Senat und Congress am 3. November mit täglich steigender Wahrscheinlichkeit wegzublasen.

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Richtig interessant und tragik-komisch wird es ja heutzutage dort, wo Klimakrise, Wetter, Energiepolitik und Weltpolitik und US-Wahlen aufeinandertreffen.

Der Golf von Chevron im Solidaritätsstreik mit Fridays For Future

Ausgerechnet im patriotisch umgetauften Golf befindet sich ein beträchtlicher Teil der amerikanischen Öl- und Raffinerie-Infrastruktur. Chevron hat, laut Reuters, vorsorglich nicht notwendiges Personal von Offshore-Plattformen abgezogen. Die Förderung läuft bislang normal. Die Benzin- und Dieselbrüder vom Ölmarkt sind trotzdem nervös und die chinesische Elektrobranche reibt sich die Hände – während die Super-Strateg_innen der EU ihr Geld immer emsiger weg von der Klimawende in Richtung Rüstung und fortdauernde fossile Abhängigkeit und röhrende Auto-Dinosaurier verschiebt.
Ein Brent lag heute vormittag, am 7. Oktober, wieder bei rund 101 Dollar je Barrel, WTI bei rund 90 Dollar – autsch!

Erst der Krieg, dann die Reserve, jetzt das Wetter

Die Abfolge besitzt eine Dramaturgie, die einem Satiriker und sogar Shakespear für ein Königsdrama fast zu ordentlich wäre: Krieg und Angriffe auf wichtige Transportwege verknappen – wie zu erwarten – Öl und vor allem raffinierte Treibstoffe. Ironie der Geschichte: Die Ayatollahs im Iran fegten 1979 den Demokraten Jimmy Carter aus dem am Amt. 2026 scheint die neo-konservative Wende in den USA mit einer Posse ohne gleichen und „Donald the Lame Duck“ zu enden (wie die Amis honorig eine Präsidenten nennen ohne Mehrheit im Kongress und im Senat).

  • Diesel wird teuer vor allem wegen Trump.
  • Die G7 kündigen erpresst von Trump die Freigabe strategischer Öl- und Dieselreserven an.
  • Die Preise sollen sinken wegen Trumps Wiederwahl durch die Dieselbrüder im Biblebelt und anderswo.

Und nun zieht über dem weltweit als Golf von Mexiko geläufigen Meer ein Super-Sturm auf, an dessen Küste ein großer Teil der amerikanischen Raffinerien steht.

Man könnte also sagen:

Die Regierung öffnet die strategische Reserve – und der Atlantik eröffnet eine zweite Front

Die Natur schießt nicht. Sie folgt der Physik. Interessant, dass die ganzen hoch bezahlten Strategen und Wissenschafter auf dem Lohnzettel der NATO-Staaten (Atlantik-Militärbündnis) und anderswo nicht in den Sinn will, dass ein ausgewachsener Hurrikan über seine Kondensationsprozesse an einem einzigen Tag mehr Energie umsetzt als die gesamte explosive Energie der Atomarsenale von NATO oder SCO (Shanghai Zusammenarbeitsorganisation) – wahrscheinlich sogar ein Mehrfaches davon. Ein Hurrikan braucht kein Zwei-Prozent-Militär-Budget-Ziel. Er erreicht seine Einsatzfähigkeit auch ohne Verteidigungsbudget. Wie heißt es so schön bei Laotse: Das Weiche überwindet das Harte.

Das Klima kennt keine Executive Orders

Hier endet allerdings meine Satire und beginnt die Wissenschaft. Kein seriöser Klimaforscher kann sagen: Dieser einzelne Sturm wurde von Donald Trump oder vom Klimawandel verursacht.

Tropische Wirbelstürme gab es lange vor Trump, SUV-Boom und Ölplattformen. Aber ihre wichtigste Energiequelle des Weltklimas ist warmes Meerwasser. Die noch nicht ganz abgewürgte NOAA weist darauf hin, dass wärmere Oberflächen der Meere intensivere tropische Stürme begünstigen.

Das ist der tragikomische Kern der Geschichte:

Politiker können Meere umbenennen.
Sie können aber ihre Physik nicht verändern – weder Rechtsextreme noch Linksextreme:

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Wissenschaftsfeindlichkeit in der Kulturrevolution in China

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YouTube: How Trump is waging war on science

Wer mehr fossile Energie verbrennt, könnte vielleicht den Namen des Planeten ändern, aber nicht seine Energiebilanz.

America First trifft Thermodynamik

Trump begründete die Umbenennung ausdrücklich auch mit der wirtschaftlichen Bedeutung der Öl- und Gasvorkommen im Golf. Gerade dadurch bekommt die Depression-9-Episode ihre besondere Pointe.

Der Golf ist gleichzeitig:

  • Ölquelle.
  • Raffineriestandort.
  • Transportweg.
  • Hurrikangebiet.
  • Und ein zunehmend warmes Meer.
  • Man kann versuchen, möglichst viel Öl aus ihm herauszuholen.
  • Man kann gleichzeitig versuchen, möglichst wenig über die Folgen der Verbrennung dieses Öls zu sprechen.
  • Man kann sogar seinen Namen ändern.

Nur einen Vertrag mit der Thermodynamik kann auch ein amerikanischer Präsident nicht kündigen.

Midterms-Wählende fahren 2026 zu 97 zur fossilen Tankstelle

Politisch wird die Geschichte interessant, wenn der Sturm tatsächlich Ölplattformen oder Raffinerien länger beeinträchtigt. Die G7 sagen Trump zu mit strategischen Reserven die hohen Treibstoffpreise dämpfen. Ein Produktions- oder Raffinerieausfall könnte genau in die Gegenrichtung wirken. Dann entscheidet sich die Wirkung nicht in einer Pressekonferenz, sondern an einer unscheinbaren amerikanischen Anzeigetafel:

REGULAR – DIESEL – $/GALLON

  • Sinken die Preise bis zu den Midterms am 3. November deutlich, kann die Regierung auf Entlastung verweisen.
  • Bleiben Diesel und Benzin teuer oder steigen erneut, wird aus dem „Golf von Amerika“ möglicherweise ein ziemlich amerikanisches Lehrstück:

Man kann die Geografie politisch umbenennen sogar Naturgesetze aber nicht das faktische der Naturkräfte damit aus der Welt schaffen.

Die wahre Rechnung stellt immer die Natur.

Nicht „Trump hat diesen Hurrikan verursacht“, sondern eine Politik, die zusätzliche Erwärmung begünstigt, trifft auf Risiken, die durch wärmere Meere tendenziell verschärft werden. NOAA beschreibt wärmeres Meerwasser als Energiequelle stärkerer Tropenstürme; die Zuordnung eines einzelnen Sturms zum Klimawandel wäre wissenschaftlich dagegen unseriös aber poetisch und politisch äußerst reizvoll.

Meta-Description: Trump benannte den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ um. Nun bedroht ein Tropensturm ausgerechnet die dortige Öl- und Raffinerie-Infrastruktur. Eine Klimasatire mit ernstem Kern.

Manueller Excerpt: Trump konnte den Golf von Mexiko umbenennen. Nun zieht dort ein Tropensturm auf und bedroht ausgerechnet jene Öl-Infrastruktur, die für Amerikas hohe Treibstoffpreise entscheidend ist. Eine kleine Lektion über die Grenzen politischer Dekrete.

Quellen

Die Umbenennung ist keine satirische Erfindung: Trumps Executive Order vom 20. Januar 2025 ordnete für US-Bundesbehörden „Gulf of America“ an und begründete dies ausdrücklich auch mit den Öl- und Gasressourcen der Region. The White House
Executive Order des Weißen Hauses

Das National Hurricane Center führt Tropical Depression Nine im südwestlichen Golf und erwartet eine schnelle Verstärkung; Stand der vorliegenden Warnung waren die anhaltenden Winde noch bei etwa 35 mph. National Hurricane Center
National Hurricane Center – aktueller Sturmstatus

Reuters berichtet, dass Chevron bereits nicht notwendiges Personal von gefährdeten Offshore-Plattformen abzieht. Gleichzeitig lagen Brent bei etwa 101,39 Dollar und WTI bei 90,05 Dollar; der Markt reagierte sowohl auf das Sturmrisiko als auch auf die Huthi-Eskalation. Reuters

Für die größere Energiegeschichte wichtig: Die Golf-Ölexporte haben sich zwar erholt, raffinierte Treibstoffe erreichten im September aber erst etwa 60 % des Vorkriegsniveaus. Genau deshalb bleibt Diesel besonders empfindlich. Reuters

Interne FN-Links: friedensnews-Artikel zu Iran/Hormus: https://www.friedensnews.at/?s=Iran+Hormus

Fossile Energie+Klimakrise: https://www.friedensnews.at/?s=Fossile+Energie%2BKlimakrise

US-Midterms: https://www.friedensnews.at/?s=wahlen+USA

 

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