Zwischen Budapest und Kiew (Kyjiw) knirscht es wieder laut. Es geht um
russisches Öl,
festgehaltene ukrainische Bankmitarbeiter,
nach Ungarn gebrachte Kriegsgefangene und
alte Konflikte rund um die ungarische Minderheit in der Westukraine.
Kurz vor der ungarischen Parlamentswahl am 12. April 2026 nutzt Viktor Orbán diesen Streit sichtbar auch im Inland. Für Europa ist das heikel: Denn was als Nachbarschaftskonflikt erscheint, bremst zugleich Hilfe für die Ukraine und erschwert jeden Weg zu einer friedlicheren Ordnung.
Europas selektive Klarheit zum Völkerrechtswidrigen Angriffs-Krieg der USA und Israels Iran
Viel Diplomatie-Rhetorik, wenig Klartext zur Rechtsfrage
EU und Vereinigtes Königreich sind zum Krieg im und um den Iran zwar nicht stumm.
Sie mahnen:
zur Zurückhaltung
organisieren Schutzmaßnahmen und
verurteilen iranische Angriffe scharf.
Doch doch auf der Strecke bleibt ein gewaltiges Problem: Bei der rechtlichen Bewertung der ersten US-israelischen Angriffe auf Iran blieben und bleiben viele offizielle Stellungnahmen auffällig unklar. Der Friedensforscher Jan Oberg hat diesen blinden Fleck – etwas polemisch – früh benannt. Heute, am Freitag den 13. März 2026, muss man seine Warnung präziser formulieren: Das Problem ist jetzt nicht mehr so sehr das Schweigen der meisten Euro-Eliten, sondern ihre selektive „Klarheit“.
Missbrauch an Mädchen ist kein Randthema, sondern eine Friedensfrage
Ein ORF-Bericht über Jeffrey Epstein, das sogenannte vorgebliche International Peace Institute in Wien zeigte klar wie eng sexualisierte Gewalt, Machtmissbrauch, Macht-Elite-Netzwerke und ihr zynisches Gerede vom Frieden miteinander verflochten sein können und wie sie der Friedensbewegung massiv schaden. Wer Frieden ernst nimmt, darf bei Aufrüstung, echter und Schein-Diplomatie, Konflikten und primitiven Kriegsberichten nicht stehen bleiben. Frieden beginnt in den Köpfen. Auch dort, wo Mädchen vor Ausbeutung, Einschüchterung und systemischem Wegsehen geschützt werden sollten.
Missbrauch an Mädchen wird oft als Kriminalfall, Familiendrama oder Skandal einzelner Täter behandelt. Das greift zu kurz. In Wahrheit geht es um alle Formen der Gewalt. Direkte körperliche und seelische Gewalt, Kulturelle und Strukturelle Gewalt. Und all diese Gewaltformen sind das Gegenteil von Frieden. Sie sind Unfrieden der leicht in Krieg umschlägt.
Spendenaufruf für die Broschüre der Zukunftswerkstatt Gesundheitspolitik
Wer ärgert sich da nicht?
Ich zahle seit 1975 in die Sozialversicherung und engagiere mich seit 1978 für positiven Frieden. Gleichzeitig kassieren die Überreichen und die Rüstung immer mehr vom Kuchen.
Bei Meinesgleichen wird gespart, wie schon lange nicht. Milliarden werden gelenkt in Waffen, Abschreckung und militärische Technik. Im sozialen System wirkt die stille Gewalt des Alltags kaum sichtbar weiter: Armut, schlechte Wohnverhältnisse, Stress, mangelhafte Pflege, ungleicher Zugang zu Ärztinnen, Ärzten und Therapien. Die Erhöhung der Pension wird von der Erhöhung der Sozialversicherung fast vollkommen aufgefressen. Und dann flattert heute der Newsletter von Ulli Fuchs in mein Mailfach mit einem Spendenaufruf der so traurig wie notwendig zu sein scheint.
Strukturelle Gewalt macht Menschen in der EU und anderswo krank. Sie kostet gesunde Lebensjahre für 90 % der Bevölkerung – trotz besserer Möglichkeiten in Medizin und Politik. Sie macht im Unfrieden:
krank
verkürzt Leben und
trifft meist jene am härtesten, die ohnehin wenig Schutz haben.
Wer heute nur auf militärische „Sicherheit“ Aufrüstung starrt, übersieht leicht, dass echte Sicherheit auch in einer gerechten Gesundheitspolitik entsteht:
Wie wir Neu-Guntramsdorf mit Sonnenstrom Autokraten-Gas-Öl und Kohle ersetzen und damit
aktive Nicht-Zusammenarbeit 2026 auf ein neues Niveau heben – warum Energiegemeinschaften unser „Gandhi 2.0“ sind?
„Aufstand mit friedlichen Mitteln gegen zerstörerische fossile Energielobbys und Krieg leisten: Die EEG Fichtengasse als Modell für Österreich, EU und die Menschheit
zeigen dass Christentum statt Kreuzzügen heute wieder im Sinne von Jesus nachhaltig friedlich wirken kann: Wie die Pfarre St. Josef eine lokale Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft fördert
Raus aus dem Fossil-Militärischen Komplex: Warum lokale Sonnenstrom-Netze in der größten Rüstungswelle der Menschheitsgeschichte jetzt zählen
Nicht-Zusammenarbeit 2026: Die EEG Fichtengasse als „Gandhi 2026“ gegen Öl, Gas und Krieg
Seit dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine habe ich gemeinsam mit meiner Mutter den Ausstieg aus Autokraten-Gas und Autokraten-Öl begonnen. Heute, fast vier Jahre später, wird daraus in Neu-Guntramsdorf etwas noch Handfesteres: die Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG), die Nachbarinnen und Nachbarn mit regionalem Sonnenstrom verbindet.
Gestern fand ein Info-Abend in der Pfarre St. Josef in Neu-Guntramsdorf statt. Der Diakon Andreas Frank, Attac-Mitglied und Leiter einer Musterpfarre, hat mit seiner Unterstützung klargemacht:
to: president@ep.europa.eu, eucopresident@consilium.europa.eu, ec.president.vdl@ec.europa.eu, cab-kallas-contact@ec.europa.eu
Kopie: cab-von-der-leyen-contact@ec.eur, etc. (and top-experts and representatives in trade unions, NGOs, science, …)
Decalogue: Global, Step-by-Step EU Disarmament Pathway to Achieve the SDGs, 2026–2050
(EN – FR and DE see below – drafted in German)
Dear President Costa,
Dear Commission President,
Dear Vice-President Kallas,
President Metsola,
If the EU is serious about climate neutrality by 2050, it needs, as soon as possible, an equally measurable pathway to reduce defence-driven emissions, risks, and dependencies:
Conversion plans and capacities for the defence sector, stricter arms export controls, arms control, and comprehensive prevention as equal pillars of European security within a completed political union.
Policy package addressed to the European Parliament, the Council, and the Commission
Core idea: Political and administrative control of the security paradox against an unleashed new exponential arms-race spiral
The EU has legally anchored climate neutrality by 2050, but it still lacks an equally binding disarmament and defence-conversion pathway. This pathway must systematically align resources, industrial policy, and foreign policy with “security without an arms-race spiral” after the current phase of rearmament. This package calls for a measurable EU pathway for 2026–2050:
less weapons-related risk,
more crisis prevention,
more conversion, and full climate coherence.
Reference framework: European Climate and Disarmament Law (peace & climate neutrality by 2050).
Kurzhörspiel auf Ö1: „Quantum Gaia – Close Your Eyes“
Ein Kurzhörspiel über die Frage, was passiert, wenn wir „Natur“ nicht mehr nur als Kulisse sehen, sondern als Akteurin: als System, das reagiert, sich erinnert – und vielleicht sogar zurückspricht. „Quantum Gaia“ spielt mit der Idee, dass Klima, Technik und Bewusstsein nicht getrennte Welten sind, sondern ein verheddertes Ganzes.
Mal poetisch, mal unheimlich, immer mit dieser einen Zumutung: Vielleicht ist das, was wir für „Fortschritt“ halten, nur ein anderer Name für Blindheit.
Wer hören will, wie sich das anfühlt (und wo es inhaltlich hinzieht), findet das Kurzhörspiel hier:
Münchner Sicherheitskonferenz 2026 Bilanz: Klimasicherheit bleibt Nebenthema und das rächt sich
Münchner Sicherheitskonferenz 2026 Ergebnisse: Zuviel Militärlogik, zu wenig Klimasicherheit, hoher Preis
MSC 2026 Abschluss: Europa sucht Stärke, aber ohne Klimasicherheit ist das Strategie ohne Fundament
Sicherheitskonferenz München 2026: Warum die Klimarechnung weiter fehlt und was das für uns bedeutet
MSC 2026: Transatlantik wackelt, Ukraine drängt, Klima rutscht durch und genau das ist das Problem
Münchner Sicherheitskonferenz 2026: Viel „Sicherheit“, wenig Resilienz, die Risiken steigen trotzdem
MSC 2026 Bilanz: Was gesagt wurde, was beschlossen wurde und was beim Klima offen bleibt
Sicherheitspolitik 2026: Was München zeigte und warum Klimasicherheit jetzt der Realismus-Test ist
MSC 2026 Bilanz: Viel „Kriegsfähigkeit“, wenig Klimasicherheit und genau das ist der Realismus-Fehler
Die Münchner Sicherheitskonferenz 2026 ist vorbei, und die großen Linien sind klar: Europa will mehr Handlungsfähigkeit, die transatlantische Beziehung wirkt nervöser, und die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten dominieren.
Neu ist: Der Ton Richtung „Europa muss es selbst können“ wurde deutlich härter.
Alt ist: Klimasicherheit blieb in der öffentlichen Hauptdebatte eher Randnotiz, obwohl Extremwetter und Versorgungsschocks längst reale Sicherheitsereignisse sind. Während in Europa Starkregen und Überschwemmungen Menschen evakuieren und Infrastruktur beschädigen, diskutiert die Sicherheitselite weiter primär in militärischen Kategorien. Dieser Text zieht eine Bilanz, was in München politisch greifbar war, was fehlte und was Österreich daraus ableiten kann.