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Aachener Friedenspreis 2011 für Anti-Militaristen

Erstellt am 12.09.2011 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 4832 mal gelesen und am 16.09.2011 zuletzt geändert.

MARTIN FORBERG taz meldete: „AACHENER FRIEDENSPREISTRÄGER GRÄSSLIN – Gegen die Waffenlobby

Jürgen Grässlin bekommt den Aachener Friedenspreis. Er kämpft gegen die Rüstungsindustrie und für ein Verbot von Waffenexporten.“ Jürgen Grässlin

  • Deutschlehrer aus Freiburg
  • Mitbegründer, Vorsitzender oder Sprecher von fünf Friedensorganisationen

Er ist Friedensaktivist er sei aber kein vom Ehrgeiz getriebener Workaholic.

Nimmermüde – dieses Eigenschaftswort passe zu Jürgen Grässlin. Er habe offenbar Wichtigeres zu tun als zu schlafen:

„Von einem, der auszog, die Rüstungsindustrie das Fürchten zu lehren“,

der Untertitel eines seiner Bücher.

Zur Zeit

  • schreibt Grässlin an einem neuen Buch und
  • hat soeben Strafanzeige gegen die Firma Heckler & Koch gestellt, da deren Gewehre in Libyen bei den Gaddafi-Truppen und den Rebellen gleichermaßen aufgetaucht sein sollen.
  • „Die Stimme am Telefon bleibt freundlich, auch wenn sie seufzend über die Belastungen durch noch mehr neue Aktivitäten berichtet.“

Am 1. September, dem Antikriegstag, nahm

  • Grässlin
  • gemeinsam mit der Tübinger Informationsstelle Militarisierung

den Aachener Friedenspreis in Empfang.

Ein von Ehrgeiz getriebener Workaholic, gar mit Managerallüren, sei er aber nicht geworden.

Das Image, das manche Medien Grässlin verpasst haben

„Allein gegen die Waffenindustrie“ kann nicht ganz stimmen.

Er unternimmt Protestfahrradtouren

  • gemeinsam mit Ehefrau und
  • erwachsenen Kindern

Der Friedensaktivist und Mini-Anteilseigner bei Daimler-Benz ist anfangs bei Aktionärsversammlungen ausgebuht worden – heute erhält er Beifall.

Grässlin hat sich nicht damit begnügt, die Waffenproduzenten vom Schreibtisch aus anzuklagen

er ist auch den Opfern begegnet

  • in Somalia beispielsweise oder
  • in den kurdischen Gebieten der Türkei.

Sein Buch „Versteck Dich, wenn sie schießen“

Hier geht es immer wieder um die von Heckler & Koch produzierten

  • Schnellfeuergewehre und
  • Maschinenpistolen.

Schwer zugesetzt aber hat ihm ein anderes Traditionsunternehmen – der Daimler-Benz-Konzern.

  • Mit zwei Prozessen,
  • die er beide gewonnen hat.

Um Rechtsfragen anderer Art kümmert sich der Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“.

Das Grundgesetz sollte seiner Auffassung nach um den Satz ergänzt werden:

„Der Export von Kriegswaffen und Rüstungsgütern ist grundsätzlich verboten“.

Links

http://www.juergengraesslin.com/

http://www.antimilitarismus-information.de/

 

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