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Fukushima – In jedem AKW stecken Atombomben

Erstellt am 11.03.2018 von Andreas Hermann Landl
Dieser Artikel wurde 405 mal gelesen und am 24.06.2017 zuletzt geändert.

Man kann einen Krieg genauso wenig gewinnen wie ein Erdbeben.

Jeannette Rankin

Nuklearkatastrophe – FUKUSHIMA : Die Unfallserie begann am 11. März 2011 um 14:47 Uhr (Ortszeit) mit dem Tōhoku-Erdbeben und lief gleichzeitig in vier von sechs Reaktorblöcken ab. 
Als Nuklearkatastrophe von Fukushima wird eine Reihe katastrophaler Unfälle und schwerer Störfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (Fukushima I) in Ōkuma und deren Auswirkungen bezeichnet.

In Block 1, 2 und 3 kam es zur Kernschmelze. Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt. Das war mehr als das Doppelte der der schädlichen Stoffe die bei der bis dahin größten Reaktorkatastrophe von Tschernobyl global in Umlauf gesetzt wurde. Diese Schätzung betrifft nur die Kontamination der Luft und des Bodens. Zur Abgabe von Radioaktivem Material in den Pazifischen Ozean gibt es bisher keine zuverlässigen Studien. Wahrscheinlich liegen die Gesamtwerte folglich weitaus höher.

Ungefähr 170.000 Menscher der Region um Fukushime wurden aus den betroffenen Gebieten evakuiert. Nur ein ein Neuntel davon, rund 20.000, ließen sich auf freiwilliger Basis evakuieren. 8 von 9 ekvakierten wurden mit mehr oder weniger Zwang evakuiert.

Untersuchungen der Evakuierten

Unter den Umgesiedelten liegen

  • die diagnostizierten psychischen Störungen um etwa den Faktor 5 höher lagen als im japanischen Durchschnitt.
  • Unter evakuierten Senioren stieg die Mortalitätsrate in den ersten 3 Monaten nach dem Unfall um den Faktor 3 an und stagnierte schließlich beim 1,5-fachen des Wertes vor der Katastrophe.[6]
  • Hunderttausende in landwirtschaftlichen Betrieben zurückgelassene Tiere verendeten.[7]
  • Die Zahl der Toten durch die Evakuierung bzw. ihre Folgen sowie im Kraftwerk selbst wird auf ca. 610 geschätzt.
  • Schätzungen aus begutachteten Studien in Fachzeitschriften, die das LNT-Modell zugrunde legen, zur langfristigen Zahl der Todesopfer durch Krebserkrankungen liegen im Bereich von mehreren Hundert.[8]

Glück im Unglück

Nur durch einen Zufall wurde ein Brand von Brennstäben in einem trockengefallenen Abklingbecken verhindert. Das hätte ein Mehrfaches der Strahlenbelastung von Tschernobyl bewirkt und eine Umsiedlung von bis zu vier Millionen Menschen nötig gemacht.

„Katastrophaler Unfall“

Aufgrund einer Abschätzung der Gesamtradioaktivität der freigesetzten Stoffe ordnete die japanische Atomaufsichtsbehörde die Ereignisse auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse einen Monat nach der Katastrophe mit der Höchststufe 7 („katastrophaler Unfall“) ein.[10]

Fakten nach Fukushima

  • Vier von sechs Reaktorblöcken des Kraftwerks wurden durch die Unfälle zerstört.[11]
  • Die beiden verbliebenen Blöcke 5 und 6 werden auf Anordnung von Ministerpräsident Abe endgültig stillgelegt.[12]
  • Die Entsorgungsarbeiten werden voraussichtlich 30 bis 40 Jahre dauern,[13]
  • die Kosten der Katastrophe werden auf über 150 Mrd. Euro (Frankfurter Allgemeine Zeitung)[14] bzw. ca. 187 Mrd. Euro (Focus/n-tv)[15][16] geschätzt.
  • Nach der Katastrophe stieg die Skepsis gegenüber der zivilen Nutzung der Kernenergie.[17]
  • Mehrere Länder gaben ihre Kernenergieprogramme auf.
  • Die japanische Regierung selbst beschloss Mitte September 2012 den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens 2040,[18] sie schränkte diesen aber nach Protesten seitens der Wirtschaft wieder ein.[19] Letztlich war Japan durch diese Nuklearkatastrophe nur etwa zwei Monate ohne Atomreaktorbetrieb, weil es nach der letzten diesbezüglichen Abschaltung eines Reaktors Anfang Mai 2012 schon Anfang Juli desselben Jahres wieder einen Reaktor in Betrieb nahm.
 

Posted in Krisenregion, Wirtschaft

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